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Das Ski-Jahr 2015 im Rückblick

Die Gesamtweltcupsieger 2014/15: Anna Fenninger und Marcel Hirscher

Die Gesamtweltcupsieger 2014/15: Anna Fenninger und Marcel Hirscher

Salzburg – Wenn man auf das Ski-Kalenderjahr 2015 zurückblickt, fallen einem gleich die Top-Ergebnisse von Anna Fenninger und Marcel Hirscher bei der Ski-WM im Februar in Vail/Beaver Creek ein. Fenninger holte die WM-Titel im Super-G und im Riesenslalom. Zum Drüberstreuen gab es noch die Silberne in der Abfahrt. Ihr Landsmann Hirscher – auch er kommt aus dem Salzburger Land – holte ebenfalls zwei Goldmedaillen (Teambewerb und Kombination) und eine Silberne (Riesentorlauf).

Erfolgreich war auch die Slowenin Tina Maze, die in der Kombination und in der Abfahrt auf das oberste WM-Podest kletterte. Im Torlauf landete sie hinter der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin auf Platz zwei. Somit gab es gleich drei Top-Namen, die zwei Gold- und eine Silbermedaille bei den Welttitelkämpfen in den USA mit nach Hause nahmen. Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser holten für das ÖSV-Team auch eine Medaille. Bei der Herrenabfahrt setzte sich Patrick Küng aus der Schweiz durch, die Österreicher enttäuschten. Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer wurde als Bester seines Landes nur Zwölfter. Im Slalom siegte der Franzose Jean-Baptiste Grange. Er stand schon vor vier Jahren auf der höchsten Stufe des weltmeisterlichen Podiums.

Dennoch traten einige Skigrößen ab. Kathrin Zettel, Nicole Hosp, Andrea Fischbacher, Regina Sterz, Mario Matt, Benjamin Raich und einige namhafte Schweizer Mädls sagten dem Weltcupzirkus Lebewohl. Bei US-Altmeister Bode Miller weiß man noch nicht, wie es weitergeht, doch die Anzeichen tendieren zum Karriere-Ende hin. Tina Maze hat sich in der aktuellen Saison eine (zumindestens) einjährige Auszeit gegönnt.

Marcel Hirscher entschied am Ende der Saison zum vierten Mal hintereinander die Gesamtweltcupwertung für sich. In der langen Ski-Geschichte gelang es lediglich Ingemar Stenmark aus Schweden und Gustav Thöni aus Südtirol, ähnlich erfolgreich zu sein. Das Duo stemmte dreimal in Folge die große Kristallkugel nach dem letzten Rennen in die Höhe. Zum Drüberstreuen gab es für den Salzburger die kleinen Kristallkugeln in den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf. Und zu Beginn der laufenden Ski-Winters entschied er sogar einen Super-G für sich.

Fenninger gewann ebenso die große Kugel. Im Riesentorlauf und in der Kombination lag sie auch vorne. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn war in den Speedrennen nicht zu schlagen und holte sich sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G die kleine Kristallkugel. Im Sommer wurde plötzlich ein Wintersportthema interessant. Die E-Mail-Affäre Fenninger nahm groteske Züge an, sogar ein Karriere-Ende der Salzburgerin stand im Raum. Die Differenzen wurden ausgeräumt. Die Skirennläuferin wollte sportlich punkten und zog sich leider kurz vor dem ersten Rennen am Rettenbachferner in Sölden eine schwere Knieverletzung zu. Die Saison war zu Ende, noch ehe sie richtig begonnen hat.

Auch die Verletzungen von etwa Dustin Cook, dem kanadischen Vizeweltmeister im Super-G, Matthias Mayer, der Schwedin Sara Hector oder auch Mikaela Shiffrin gehören zum Skijahr 2015, welches Licht und Schatten in einem gleichen Verhältnis mit sich brachte, dazu. Erfreulich war auch der Umstand, dass nach langer Zeit die Italienerin Federica Brignone ein Weltcuprennen für sich entscheiden konnte. Auch wenn viele Favoriten ausgeschieden waren, hat der neue Bewerb, ein Parallel-Riesenslalom anlässlich des 30. Jahrtages des ersten Rennens in Alta Badia/Hochabtei für Interesse gesorgt. Dieses Projekt, wenn es richtig ausgereift ist, kann Zukunft haben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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