27 Februar 2022

Henrik Kristoffersen entscheidet auch 2. Slalom in Garmisch-Partenkirchen für sich

Das Slalom Double für Henrik Kristoffersen in Garmisch-Partenkirchen - Norweger gewinnt auch am Sonntag auf dem Guidiberg
Das Slalom Double für Henrik Kristoffersen in Garmisch-Partenkirchen - Norweger gewinnt auch am Sonntag auf dem Guidiberg

Garmisch-Partenkirchen – Am heutigen Sonntag fand in Garmisch-Partenkirchen ein zweiter Weltcup-Slalom der Herren statt. Wie gestern hieß auch der heutige Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Der routinierte Wikinger, nur Achter nach dem ersten Lauf, triumphierte in einer Zeit von 1.52,66 Minuten. Er verwies den Briten Dave Ryding (+0,35) und den Deutschen Linus Straßer (+0,47) auf die Ränge zwei und drei. Auch dieses Rennen verlief mehr als nur kurios, zumal keiner der Top-5 des ersten Durchgangs aufs Podest klettern konnte und die ersten Drei sogar ausschieden.

Bedingt durch seine zwei Siege ist Kristoffersen in der Disziplinenwertung mit 357 Zählern der Konkurrenz etwas enteilt. Auf Platz zwei liegt Braathen; er hat schon 49 Punkte Rückstand. Auch Strasser, Ryding, Feller und Meillard, der Unglücksrabe von heute, haben Kristallchancen.

 

Henrik Kristoffersen: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier in Garmisch zwei Mal gewinnen kann. Es ist wirklich ein sehr cooles Gefühl. Schade für Loic und Johannes, aber so ist der Rennsport. Die Kurssetzung im Finale war wirklich für Männer. Ich war nach Olympia nicht verärgert, dass ich keine Medaille gemacht habe. Dann habe ich gut trainiert und ein bisschen die Technik verändert, das hat gut funktioniert. Es ist jetzt cool mit dem roten Trikot, aber an die Kugel denke ich jetzt nicht. Ich denke jetzt an etwas Schlafen und Ruhe zuhause in Salzburg. Dann freue ich mich auf Flachau.“

 

Daten und Fakten zum
8. Slalom der Herren am Samstag
Garmisch-Partenkirchen 2021/22

Startliste 1. Durchgang – Start 09.10 Uhr
Liveticker der Herren 1. Durchgang
Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
Starliste 2. Durchgang – Start 12.30 Uhr
Liveticker der Herren 2. Durchgang
Endstand Slalom Herren Garmisch (So.)

Endstand Slalom Herren am Samstag

Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Slalom Herren 2021/22

Nationencup: Herrenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

Alle Daten werden umgehend aktualisiert

 

 

Kristoffersens junger Landsmann Lucas Braathen (+0,49) und der Österreicher Marco Schwarz (+0,51), nach dem ersten Lauf nur auf den Positionen 24 und 26 und somit im abgeschlagenen Feld gelegen, schwangen auf den Rängen vier und fünf ab und verpassten den Sprung auf das Podest nur um wenige Hundertstelsekunden. Der routinierte Italiener Giuliano Razzoli (+0,57) wurde vor dem guten Spanier Joaquim Salarich (7.; +0,60) Sechster. Der Kroate Istok Rodes (+0,71) reihte sich auf Rang acht ein. Michael Matt aus Österreich und der talentierte Südtiroler Alex Vinatzer (+je 0,96) teilten sich den neunten Platz und komplettierten die Top-10 des zweiten Torlaufs auf bayerischem Schnee.

Marco Schwarz: „Ich hab den Stock verloren und spüre jetzt die Hand ein bisschen. Aber während der Fahrt spürt man das nicht. Heute bin ich aber froh, dass es wieder halbwegs funktioniert hat. Ich bin so gefahren, wie ich mir das vorstelle. Ich bin am Start sehr befreit gewesen. Jetzt ist es mir gut aufgegangen, ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Die Österreicher Marc Digruber (+1,21) und Manuel Feller (+1,39) belegten die Ränge 13 und 15, wobei der zuletzt angeführte Athlet einen fehlerhaften Finaldurchgang einigermaßen ins Ziel brachte. Als Sechster des ersten Laufs hatte er sich wesentlich mehr ausgerechnet. Swiss-Ski-Starter Fadri Janutin, als 29. des ersten Durchgangs sich gerade noch für das Finale der besten 30 qualifizierend, schwang mit der hohen Startnummer 59 als 17. ab. Gleich neun Athleten schieden im Finale aus. Neben Domnik Raschner und Johannes Strolz vom Team Austria erwischte es unter anderem die Schweizer Daniel Yule, Tanguy Nef, Ramon Zenhäusern und Loic Meillard.

Manuel Feller: „Ich habe bei dem Fehler über eine Sekunde liegenlassen, es war eh ein Wunder, dass ich überhaupt im Kurs geblieben bin. Die Kugel ist jetzt in weite Ferne gerückt. Aber wer weiß, was auf der Flachauer Märchenwiese passiert. Jetzt heißt es Regeneration und Vorbereitung, die Saison ist jetzt schon sehr lange.“

Johannes Strolz: „Ein Einfädler passiert schnell. Klar ärgert es mich, aber das gehört dazu. Ich freue mich jetzt darauf, mich ein bissl auszuruhen und die Zeit daheim ein bisschen zu genießen.“

Der nächste Slalom in einer sehr kuriosen Saison geht in Flachau über die Bühne. Selbst wenn Henrik Kristoffersen nun zwei Rennen en suite gewonnen hat, ist es schwer zu sagen, ob es wieder etwas Spannendes und Überraschendes von der Hermann-Maier-Piste zu berichten gibt. In den späten Abendstunden des 9. März wissen wir mehr.

 

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22   

Vorbericht für Skiweltcup.TV: Andreas Raffeiner

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