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Der Gewinn der Slalom-Kugel hat der Schwedin Frida Hansdotter Auftrieb gegeben

© Ch. Einecke (CEPIX) / Frida Hansdotter krönte die letzte Saison mit der Slalom-Weltcupkugel

© Ch. Einecke (CEPIX) / Frida Hansdotter krönte die letzte Saison mit der Slalom-Weltcupkugel

Västerås – Die schwedische Skirennläuferin Frida Hansdotter hat gut lachen. Sie hat den verletzungsbedingten Ausfall der US-amerikanischen Slalomqueen Mikaela Shiffrin bestens ausgenutzt und sich die kleine Kristallkugel in der Torlaufwertung geholt. Nach Pernilla Wiberg und Anja Pärson ist dieses Husarenstück wieder einmal einer Dame aus dem blau-gelben Drei-Kronen-Team geglückt.

Hansdotter, 1985 geboren, 23 Podestplätze (davon 16-mal Zweite) hat gezeigt, dass sie nicht mehr als „ewige Zweite“ abgestempelt werden will. Sie hat einen guten Sommer erlebt und konnte ihre Batterien aufladen. Am 22. Oktober wird sie gemeinsam mit den weltbesten Riesenslalomspezialistinnen das erste Saisonrennen am Rettenbachferner in Sölden eröffnen; ihr Blick ist aber auf den Torlauf im finnischen Levi gerichtet. Dieser steht am 12. November auf dem Kalenderblatt.

Auf die kleine Kristallkugel angesprochen, erzählt die Schwedin, dass der Gewinn sie freudestrahlend gemacht hat. Sie strotzt vor Selbstvertrauen und hofft auf einen ähnlich guten Winter 2016/17. Trotz des nicht so guten Ergebnisses in Jasná war sie glücklich, dass es am Ende gereicht hat. Die Nordeuropäerin hat nicht wesentlich ihr Training umgestellt, nur etwas in punkto Kraft und Explosivität geändert.

Die schwedischen Technikerinnen haben am Stilfser Joch, aber auch in Saas Fee gearbeitet. Wichtig sind die Materialtests, in der Hoffnung, im neuen Winter die Übermacht von Mikaela Shiffrin und den vielen jungen Athletinnen, die ins Rampenlicht gefahren sind, etwas zu brechen.

Wenn man dem Gesetz der Serie Glauben schenken mag, müsste Frida Hansdotter in St. Moritz gewinnen. Denn sie gewann 2015 in Vail Silber und zwei Jahre zuvor in Schladming Bronze. Im Ski ist alles denkbar, auch wenn die Hürde namens Shiffrin vielleicht unüberwindbar scheint. Das hindert die Schwedin aber nicht, vom kompletten Medaillensatz zu träumen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.neveitalia.it

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