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Die Führung von Swiss-Ski stellt sich den Medien

© swiss-ski.ch  /  Urs Lehmann

© swiss-ski.ch / Urs Lehmann

Wie wir bereits kurz berichtet haben stellte sich die Führung von Swiss-Ski am Dienstag der Presse. Heute reichen wir einen ausführlichen Bericht von swiss-ski.ch nach.

Anlässlich einer Pressekonferenz am Dienstag in Bern haben sich Präsident Urs Lehmann, Chef Leistungssport Dierk Beisel und Cheftrainer Osi Inglin den Fragen der knapp 40 anwesenden Medienvertretern gestellt. An den Resultaten des Männerteams gibt es derzeit insgesamt wenig Positives abzuringen, das ist eine Tatsache. Die Gründe dafür sind vielschichtig und komplex.

Dass sich das Männerteam in der aktuellen Saison schwer tun würde, musste nach dem Rücktritt von Didier Cuche und dem verletzungsbedingten Out von Beat Feuz erwartet werden. Es ist mehr das Ausmass der resultatmässigen Krise, welches auch für Swiss-Ski überraschend kommt, da die positiven Lichtblicke in der Tat sehr selten zu sehen waren.

Suboptimale Vorbereitung

Osi Inglin blickte vor den zahlreich erschienen Medienvertretern zurück auf das Sommertraining und erläuterte aktuelle Massnahmen, die ergriffen wurden, um rasch aus der Talsohle herauszukommen. Im Sommer sei Vieles richtig angedacht und geplant geworden, leider hat aber das Wetter (insbesondere bei den geplanten Camps in Südamerika) einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Abwesenheit von Verletzten bzw. zurückgetretenen Athleten habe den internen Vergleich zudem schwierig gemacht.

Vorbereitung auf die Rennen im Berner Oberland

Aktuell sind die Speedfahrer in Anzère und trainieren intensiv und mit wissenschaftlicher Unterstützung im Technikbereich. Dort, wo bei den bisherigen Rennen Defizite festgestellt wurden. Die Athleten, welche den Riesenslalom in Adelboden absolvieren, konnten vergangene Woche auf der Weltcuppiste am Chuenisbergli trainieren und haben in diesen Tagen auf der gegenüberliegenden Talseite eine optimal hergerichtete Piste für das Training und die unmittelbare Wettkampfvorbereitung zur Verfügung.

Die Nachwuchsathleten

In der Öffentlichkeit entsteht zuweilen der Eindruck, dass immer wieder junge Athleten aus anderen Ländern „aus dem Nichts“ im Weltcup auftauchen und auch mit hohen Startnummern weit nach vorne fahren können. Grundsätzlich muss man festhalten, dass ein schneller Aufstieg im Weltcup eher die Ausnahme ist und die meisten Weltklasseathleten mehrere Jahre Zeit brauchen, um Fuss zu fassen und sich nach vorne zu arbeiten. Auch in der Schweiz gibt es diese Überflieger, die schon in jungen Jahren in die Weltspitze vordringen (beispielsweise der aktuell verletzte Justin Murisier). In der Regel benötigen Schweizer aber eher ein bisschen länger, wie auch die Beispiele von Daniel Albrecht, Beat Feuz oder Didier Cuche belegen.

Seit 2007 die Strukturen im Nachwuchsbereich mit der Einführung der Nationalen Leistungszentren verändert wurden, zeigt sich bei den Junioren eine erfreuliche Entwicklung. So gehört die Schweiz seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Ländern in dieser Altersklasse und ist mit zahlreichen Fahrern in den vordersten Positionen vertreten. Warum im Anschluss beim Übergang von Junioren zu Elite bzw. vom Europacup zum Weltcup immer wieder hoffnungsvolle Talente verloren gehen, ist ein Problem, das derzeit intensiv analysiert wird. Die Antwort darauf dürfte nicht einfach zu geben sein, sonst wäre das Problem längst behoben.

Weltmeisterschaften in Schladming

Bezüglich der anstehenden Weltmeisterschaften in Schladming, für welche sich aktuell erst drei Athleten qualifiziert haben, lässt Leistungssportchef Dierk Beisel die Türen bewusst offen. Zunächst werden die kommenden Rennen abgewartet, bevor die Selektionen am 30. Januar gemacht werden. Sofern es sportlich Sinn macht, ist vorgesehen, dass freie Startplätze auch an Athleten mit grossem Potential vergeben werden können, welche die geforderten Resultate nicht erbracht haben. Die maximale Quote wird jedoch nicht um jeden Preis ausgeschöpft.

Die Erwartungen für Schladming müssen gegenüber anderen Jahren in jedem Fall reduziert werden. Aufgrund der bisherigen Resultate gehören die Schweizer Athleten sicher nicht zu den Favoriten, was unter Umständen wiederum ein Vorteil sein kann. Die Hoffnung stirbt im Sport bekanntlich zuletzt und Grossanlässe haben stets eigene Gesetze. Auch sind die Wetterbedingungen in Schladming nicht immer konstant, was dazu führen kann, dass die Startnummer (im positiven wie im negativen Sinn) einen sehr grossen Einfluss auf das Ergebnis haben kann.

Die Trainingsinfrastruktur

Auf der Suche nach Gründen wurde in den Medien auch verschiedentlich das Thema Trainingsinfrastruktur erwähnt. Die Schweiz mit ihren Bergen und zahlreichen Skigebieten sollte grundsätzlich prädestiniert sein, Skisport zu betreiben. Im Sommer mit den Verfügbarkeiten in den Gletschergebieten von Saas-Fee und Zermatt hat Swiss-Ski hervorragende Bedingungen, bis hinunter zu den Nachwuchskadern. Im Herbst und Winter sind die Bedingungen jedoch wesentlich weniger gut. Es gibt an verschiedenen Orten in der Schweiz löbliche Ausnahmen, wo mit viel Engagement gute Trainingsbedingungen ermöglicht werden. Diese Skigebiete sind jedoch nicht flächendeckend vorhanden, was insbesondere im Nachwuchsbereich für Engpässe sorgt. Dieses Problem kann Swiss-Ski mit den vorhandenen Mitteln allerdings nicht allein stemmen. Dazu braucht es in den kommenden Jahren die Unterstützung der öffentlichen Hand und oder von privaten Investoren.

Abschliessend wurde von Urs Lehmann auch in der Diskussion um die Trainer ein klares Statement gemacht. In der aktuellen Ausgangslage ist der ganze Verband und jeder einzelne Trainer gefordert, das Beste aus der Situation zu machen. Skisport funktioniert nicht wie Fussball oder Eishockey, wo eine Trainerauswechslung einen neuen Impuls für eine Mannschaft auslösen kann. Bis zum Frühjahr wird deshalb in den bestehenden Teams und Strukturen weitergearbeitet und erst dann wird eine grundlegende Analyse über die ganze Saison gemacht.

Autor: llt
Quelle: www.Swiss-Ski.ch  

 

 

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