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Die Karriere des Erik Guay geht langsam dem Ende zu

Die Karriere des Erik Guay geht langsam dem Ende zu

Die Karriere des Erik Guay geht langsam dem Ende zu

Montreal – Der kanadische Skirennläufer Erik Guay genießt den Abend seiner Karriere. Der 36-Jährige sprach mit der FIS und erzählte, dass er im vergangenen Jahr ohne Druck und Erwartungen zur Ski-WM in St. Moritz fuhr. Als er sich aus dem Super-G-Starthaus hinausschob, hatte er das eigenartige Gefühl, dass er gewinnen würde. Am Ende reichte es, und er war der älteste Weltmeister überhaupt. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Manuel Osborne-Paradis, der auch auf dem Podest stand, feierte er eine Riesenparty und erinnerte sich dabei an die SKI-WM 2011, als er Abfahrtsgold in Garmisch-Partenkirchen gewann.

Ferner war er sehr stolz über die Konstanz, die er in beiden Speeddisziplinen in der Saison 2016/17 an den Tag legte. Als Grund führte er eine perfekte Vorbereitung im Kraftbereich und im Schneetraining an. Außerdem ist die Erfahrung wichtig, im richtigen Moment alles auf eine Karte zu setzen. Dabei verweist der Kanadier auf Kitzbühel, wo erfahrungsgemäß routinierte Leute ganz vorne zu finden sind. Und weil wir gerade in Kitzbühel sind, ist dieser Ort für Guay mit seinen aktuell 25 Weltcup-Podestplatzierungen sehr speziell und immer noch so etwas wie ein Lieblingsort.

Der Kanadier erzählte zudem, dass sein Land gute Talente in Zukunft hervorbringen kann. Er ist zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass sich die Jungs bald im Weltcup beweisen werden. Gute Athleten sind ein Produkt von guter Trainerarbeit. Des Weiteren freute sich Guay, dass im kanadischen Verband gute Coachs arbeiten.

Im Jahr 2015 musste er komplett aussetzen. Aber da Guay von sich überzeugt war, was in ihm steckt, war ein Rücktrittsgedanke nicht so präsent. Mehr noch weckte es seine Motivation, um wieder in die Weltspitze zurückzukehren.

Sein viertes Kind ist unterwegs, und es macht ihm viel Spaß, die Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Erik Guay erzählt, dass er auch gerne mit der Familie unterwegs ist und mit ihnen Ski fährt. So standen bei einem Ausflug der 77-jährige Großvater und die zweijährige Enkelin gemeinsam auf den Brettern. Als Familienmensch ist es ihm wichtig, die Frau und seine drei Töchter so häufig wie möglich zu sehen.

Bald wird er auch die Skier auf Weltcupniveau in den Keller stellen uns sich seiner Familie zur Gänze widmen. Auf die Zukunft angesprochen, wünscht sich Guay einen Sieg in Kitzbühel und den Gewinn einer olympischen Medaille. Diesen Wünschen kann man ja nichts Negatives abgewinnen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.fis-ski.com

 

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