15 Dezember 2019

Die Parallelslalomkönigin von St. Moritz heißt Petra Vlhová

Anna Swenn-Larsson, Petra Vlhova und Franziska Gritsch
Anna Swenn-Larsson, Petra Vlhova und Franziska Gritsch

St. Moritz – Am heutigen dritten Adventsonntag fand im schweizerischen St. Moritz der erste von drei Parallelslalom der Damen in der Ski Weltcup Saison 2019/20 statt. In Abwesenheit der Vorjahressiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA kletterte Petra Vlhová auf die oberste Stufe des Podests. Ebenfalls aufs Treppchen stiegen die Schwedin Anna Swenn-Larsson und die Österreicherin Franziska Gritsch.

Nina Haver-Løseth aus Norwegen fuhr auf Position fünf. Die Slowenin Ana Bucik belegte den sechsten Rang. Die Kanadierin Laurence St.-Germain klassierte sich auf Platz sieben. Die Italienerin Federica Brignone beendete ihren Arbeitstag mit Position acht.

Die vier Deutschen Lena Dürr, Marlene Schmotz, Christina Ackermann und Jessica Hilzinger scheiterten genauso wie die Schweizerinnen Wendy Holdener, Aline Danioth, Elena Stoffel, Charlotte Chable und die Österreicherin Katharina Liensberger. Von Holdener erwartete das Heimpublikum nach dem dritten Rang im Vorjahr mehr.

 

Daten und Fakten zum
1. Parallel-Slalom der Damen in St. Moritz 2019/20

FIS-Startliste Qualifikation in St. Moritz
FIS-Liveticker Qualifikation in St. Moritz
FIS Zwischenstand nach der Qualifikation
FIS-Startliste K.O System in St. Moritz – K.O.
FIS-Liveticker K.O. System in St. Moritz – K.O.
FIS-Endstand Parallel-Slalom in St. Moritz

** Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Finale

Zum Endlauf, der an Spannung nicht zu überbieten war, trafen sich die Slowakin Petra Vlhová und die Schwedin Anna Swenn-Larsson aufeinander. In einem denkwürdigen Duell hatte Vlhová, die einen schweren Sommer hatte, denkbar knapp die Nase vorn. Gerade einmal eine Skispitze oder umgerechnet zwei Hundertstelsekunden trennten die beiden Skirennläuferinnen voneinander.

Finale um Platz drei

Im kleinen Finale stand mit der Österreicherin Franziska Gritsch eine Athletin, mit der im Vorfeld kaum jemand gerechnet hatte. Vielmehr hatte man eine der drei Katharinas (Huber, Gallhuber, Liensberger, Anm. d. Red.) auf der Rechnung. Die Tirolerin, die in den bisherigen Technikrennen sehr gut fuhr, krönte ihren Arbeitstag mit ihrem dritten Platz. Sie war um zwölf Hundertstelsekunden schneller als Meta Hrovat aus Slowenien.

Halbfinale

Im Semifinale trafen mit der Slowakin Petra Vlhová und der Slowenin Meta Hrovat Erfahrung und Jugend aufeinander; die erstgenannte Skirennläuferin zog ins Finale ein. Der Vorjahreszweiten folgte die Schwedin Anna Swenn-Larsson, die vom Ausfall der jungen Tirolerin Franziska Gritsch profitierte und ihren Lauf sicher ins Tal brachte.

Petra Vlhová (SVK) vs. Meta Hrovat (SLO)

Franziska Gritsch (AUT) vs. Anna Swenn Larsson (SWE)

Viertelfinale

Im Viertelfinale bezwang die Slowakin Petra Vlhová die Kanadierin Laurence St.-Germain, die bis dato eine sehr gute Vorstellung bot. Die Slowenin Meta Hrovat war um einen Hauch schneller als die Wikingerin Nina Haver-Løseth und zog ins Halbfinale ein. Ihre Landsfrau Ana Bucik zog gegen die routinierte Schwedin Anna Swenn Larsson den Kürzeren. Die junge ÖSV-Vertreterin Franziska Gritsch stürmte nach ihrem Erfolg über die Italienerin Federica Brignone ebenfalls in die Vorschlussrunde und komplettierte diese.

Laurence St.-Germain (CAN) vs. Petra Vlhová (SVK)

Nina Haver-Løseth (NOR) vs. Meta Hrovat (SLO)

Ana Bucik (SLO) vs. Anna Swenn Larsson (SWE)

Franziska Gritsch (AUT) vs. Federica Brignone (ITA)

Platz 5: Nina Haver-Løseth (NOR)
Platz 6: Ana Bucik (SLO)
Platz 7: Laurence St.-Germain (CAN)
Platz 8: Federica Brignone (ITA)

Platzierungsrennen um die Ränge 5 bis 8

Ana Bucik (SLO) vs. Nina Haver-Løseth (NOR)

Federica Brignone (ITA) vs. Laurence St. Germain (CAN)

Achtelfinale

Im ersten Achtelfinale setzte sich erwartungsgemäß die Slowakin Petra Vlhová gegen die Norwegerin Kristin Lysdahl durch. Die Deutsche Christina Ackermann verlor ihr Duell gegen die Kanadierin Laurence St.-Germain. Die Schwedin Estelle Alphand hatte gegen die Slowenin Meta Hrovat das Nachsehen. Die Norwegerin Nina Haver-Løseth gewann ihr Duell gegen die ÖSV-Starterin Katharina Truppe. Lena Dürr, die zweite DSV-Athletin im Feld der letzten 16, verlor gegen die Slowenin Ana Bucik. Anna Swenn Larsson aus Schweden triumphierte über die Italienerin Irene Curtoni. Marta Bassino unterlag gegen die Österreicherin Franziska Gritsch. Die azurblaue Skirennläuferin Federica Brignone, beim gestrigen Super-G Zweite, setzte sich gegen die Schweizerin Aline Danioth durch.

Kristin Lysdahl (NOR) vs. Petra Vlhová (SVK)

Christina Ackermann (GER) vs. Laurence St.-Germain (CAN)

Estelle Alphand (SWE) vs. Meta Hrovat (SLO)

Nina Haver-Løseth (NOR) vs. Katharina Truppe (AUT)

Lena Dürr (GER) vs. Ana Bucik (SLO)

Irene Curtoni (ITA) vs. Anna Swenn Larsson (SWE)

Marta Bassino (ITA) vs. Franziska Gritsch (AUT)

Aline Danioth (SUI) vs. Federica Brignone (ITA)

Sechzehntelfinale

Das Sechzehntelfinale beim Parallelslalom im schweizerischen St. Moritz wurde in zwei Läufen ausgetragen. Mit einem Sieg war der Weg frei für das Achtelfinale, das auch als Runde der letzten 16 bezeichnet werden kann. Bei den unterlegenen Frauen wurde die Zeit beider Durchgänge addiert. Somit konnten die Ränge 15 bis 32 ermittelt werden. Als Überraschung kann das frühe Scheitern der Schweizerin Wendy Holdener und der Österreicherin Katharina Liensberger angesehen werden. Auch die Sensationszweite aus dem Qualifying, die Russin Ekaterina Tkachenko, musste die Segel streichen.

Adriana Jelinkova (NED) vs. Petra Vlhová (SVK)

Charlotte Chable (SUI) vs. Kristin Lysdahl (NOR)

Marusa Ferk (SLO) vs. Christina Ackermann (GER)

Asa Ando (JPN) vs. Laurence St.-Germain (CAN)

Elena Stoffel (SUI) vs. Meta Hrovat (SLO)

Mina Fürst Holtmann (NOR) vs. Estelle Alphand (SWE)

Nina Haver-Løseth (NOR) vs. Charlie Guest (GBR)

Katharina Truppe (AUT) vs. Marlene Schmotz (GER)

Sofia Goggia (ITA) vs. Lena Dürr (GER)

Nina O’Brien (USA) vs. Ana Bucik (SLO)

Martina Dubovská (CZE) vs. Anna Swenn Larsson (SWE)

Katharina Liensberger (AUT) vs. Irene Curtoni (ITA)

Marta Bassino (ITA) vs. Wendy Holdener (SUI)

Franziska Gritsch (AUT) vs. Sara Hector (SWE)

Jessica Hilzinger (GER) vs. Federica Brignone (ITA)

Aline Danioth (SUI) vs. Ekaterina Tkachenko (RUS)

Der nächste Parallelslalom der Damen findet am 19. Januar 2020 in Sestriere statt. Der WM-Ort von 1997 legt im Nordwesten Italiens. Die Veranstalter hoffen ebenso auf eine spannende Entscheidung wie heute in St. Moritz. Mal sehen, ob die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin auch dieses Rennen auslassen wird.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Verwandte Artikel:

Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika
Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika

Innsbruck – Am gestrigenDienstag wurden die Container für das chilenische ÖSV-Trainingslager verladen. Die Herren nehmen zehn Tonnen Material mit; für gut 60 Athleten werden 1000 Paar Skier nach Südamerika geflogen. Neben Torstangen, Zeitmessungsanlagen wird auch das Material für die optimale Präparierung der Latten auf die weite Reise geschickt. Alpinchef Herbert Mandl spricht davon, dass die… Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika weiterlesen

In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino
In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino

Cuneo/Ushuaia – Nach den mitunter katastrophalen Bedingungen auf den europäischen Gletschern sehen sich die Ski Weltcup Gruppen der italienischen Ski-Nationalmannschaften gezwungen, nach Südamerika zu reisen. In Ushuaia erleben sie winterliche Verhältnisse; ein mehr als zufriedenstellendes Training, auch wenn sie beinahe unzählige Flugkilometer abspulen müssen, ist hier möglich. Marta Bassino und Federica Brignone werden die ersten… In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino weiterlesen

ÖSV Talent Lukas Feuerstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison
ÖSV Talent Lukas Feuerstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison

Saas-Fee – Wenn man in der vergangenen Saison im Team Austria von einem Aufsteiger sprechen kann, trifft diese Aussage wohl auf den 21-jährigen Vorarlberger Lukas Feurstein zu. Der Skirennläufer, der mit Head-Skiern unterwegs ist, spulte in erfolgreicher Manier die ersten Schneetage auf dem Gletscher von Saas-Fee ab. Gemeinsam mit seinem Cousin Patrick teilt er das… ÖSV Talent Lukas Feurstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison weiterlesen

Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form
Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form

Saas-Fee – Die französischen Techniker um Slalom-Olympiasieger Clément Noël schlagen ihre Trainingszelte im schweizerischen Saas-Fee auf. Ursprünglich wollte das Kollektiv nach Zermatt reisen, doch dieser Gletscher mit dem Blick auf das stolz-erhabene Matterhorn wurde vorzeitig geschlossen. So müssen die Angehörigen der Equipe Tricolore in Saas-Fee ihre Spuren in den Schnee zaubern. Die US-Lady Mikaela Shiffrin… Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form weiterlesen

Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport
Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport

London – Wir erinnern uns alle noch an den Sieg des Ski Weltcup Rennläufers Dave Ryding, der mit seinem sensationellen Erfolg auf dem Kitzbüheler  Ganslernhang britische Skigeschichte geschrieben hat. Nun muss der Slalomspezialist eine bittere Pille schlucken. Im bevorstehenden Winter muss der britische Verband finanzielle Einschränkungen vornehmen; die Sportorganisation UK Sport kündigte an, die finanziellen… Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport weiterlesen