10 September 2021

Die WM-Silbermedaille von Luca De Aliprandini soll die italienischen Riesentorläufer weiterhin beflügeln

Die WM-Silbermedaille von Luca De Aliprandini soll die italienischen Riesentorläufer weiterhin beflügeln
Die WM-Silbermedaille von Luca De Aliprandini soll die italienischen Riesentorläufer weiterhin beflügeln

Sölden – Am 24. Oktober beginnt für die Ski Weltcup Herren die Olympiasaison 2021/22. Das erste Rennen, ein Riesenslalom, findet wie gewohnt in Sölden statt. Acht azurblaue Ski-Asse wollen auf dem Rettenbachferner Gas geben. Der technische Leiter Roberto Lorenzi, unterstützt von Walter Girardi und Giancarlo Bergamelli, wird versuchen, eine schlagfertige Truppe zusammenzustellen.

Neben Vizeweltmeister Luca De Aliprandini werden wohl Riccardo Tonetti, Giovanni Borsotti, Hannes Zingerle, Giovanni Franzoni, Filippo Della Vite und Simon Maurberger im Ötztal an den Start gehen. Manfred Mölgg, Alex Vinatzer und Tommaso Sala haben auch berechtige Chancen, beim Eröffnungsrennen dabei zu sein. Auch wenn heuer kein Trainingslager in Argentinien möglich ist, hat man seit Mitte August vier Einheiten in Saas Fee geplant. Nach dem Training auf dem eidgenössischen Gletscher wird das weitere Problem bis zum ersten Einsatz evaluiert. Bis Mitte September arbeitet die Riesentorlaufgruppe im Slalom, und dann geht jeder in Bezug auf bestimmte Ziele seinen eigenen Weg.

Dass das Kollektiv stark ist, steht außer Zweifel. Die Wirkung der WM-Silbermedaille von Luca De Aliprandini in Cortina d’Ampezzo war nicht nur sofort spürbar, sondern sie hat sich auch für das Training nach schwierigen, ergebnislosen Jahren ausgezahlt. Oft wurde das azurblaue Team kritisiert. Der Gewinn des weltmeisterlichen Edelmetalls durch den Athleten aus dem Trentino kann als Zäsur bezeichnet werden, um gelassener in die Zukunft zu blicken.

Luca De Aliprandini war der Protagonist am richtigen Tag zur richtigen Zeit. Natürlich muss man nach vorne schauen, wieder Podestluft schnuppern und unter die besten Drei fahren. Die Trainer wissen, dass das so schnell wie irgendwie möglich über die Bühne gehen soll. Der Freund von Michelle Gisin und der Südtiroler Riccardo Tonetti haben in der ersten Phase der sommerlichen Trainingseinheiten an alten Beschwerden gelitten. Der erste hatte Problem am Knie, der zweite am Knöchel. Simon Maurberger scheint sich definitiv von seiner Verletzung erholt zu haben und wird zu Beginn des neuen Winters etwas vorsichtiger fahren, um das betreffende Gelenk nicht zu strapazieren. Aber mit dieser Geschichte ist der Ahrntaler nicht alleine; auch andere Skirennläufer haben diese Probleme, wenn sie nach einer Verletzung wieder angreifen wollen.

Für Giovanni Borsotti wird der bevorstehende Olympiawinter so etwas wie die Saison der Wahrheit sein. Er möchte konstant gut fahren und somit auch gute Ergebnisse erzielen. Manfred Mölgg trainiert auch im Riesentorlauf, und man wird sehen, ob er in Sölden dabei ist oder grundsätzlich nur im Slalom an den Start gehen wird. Hannes Zingerle, auch er ist wie Routinier Mölgg ein Ladiner, ist ein aufstrebendes Talent, das immer an sich glaubt und sportlich gesehen wachsen möchte. Auch Tommaso Sala und Alex Vinatzer stehen im Fokus; sie werden, zumal sie im Riesentorlauf nicht unter den besten 80 der Weltrangliste stehen, wohl nicht im Ötztal fahren.

Giovanni Franzoni und Filippo Della Vite sind jung und überzeugen durch eine gewisse Grundschnelligkeit. Sie können bald nach vorne preschen. Alles in allem haben die Riesentorläufer der Squadra Azzurra ein interessantes Jahr mit vielen Zielen vor sich. Bei den Olympischen Winterspielen in China hat man die große Chance, konkurrenzfähig zu sein und nach dem Erfolg von De Aliprandini nach Edelmetall zu greifen. Der Weg ist noch weit, viele Trainings und Wettkämpfe stehen an. Aber spätestens nach den alpinen Ski-Welttitelkämpfen in den bellunesischen Dolomiten hat man Blut geleckt und gemerkt, dass nichts unmöglich ist.

So ist das Team ohne brauchbare Resultate Geschichte. In Sölden will man ein neues Kapitel aufschlagen, und die Zukunft wird weisen, in welche Richtung dieses sich entwickeln wird.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: raceskimagazine.it

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

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