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DSV Abfahrer Andreas Sander: Ausblick auf den Winter

DSV Abfahrer Andreas Sander: Ausblick auf den Winter

DSV Abfahrer Andreas Sander: Ausblick auf den Winter

Andreas Sander geht in seine zweite komplette Saison als Mitglied der deutschen Abfahrts-Nationalmannschaft. Im Interview blickt er auf sein Premienjahr zurück und formuliert Ziele für den kommenden Winter.

Frage: Beginnen wir den Ausblick auf die kommende Saison mit einem Rückblick: Der vergangene Winter hatte einige Höhen mit den beiden 16. Plätzen in Lake Louise und Sotchi, aber auch Tiefen. Wie fällt dein Fazit auf den vergangenen Winter mit dem Abstand von mehreren Monaten aus?

Andreas Sander: Ich bin mit meiner Saison sehr zufrieden gewesen. Wenn mir jemand vor der Saison erzählt hätte, dass ich in meiner letzten Weltcupabfahrt der Saison (Kvitfjell) in den TOP 30 starten darf, hätte ich das wohl nicht geglaubt. Ich bin jetzt in der Abfahrt knapp vor dem Sprung in die TOP 30. Das ist wirklich eine super Ausgangsposition nach meiner ersten kompletten Weltcupsaison. Es gab sicher auch einige Rennen mit denen ich nicht so ganz zufrieden sein konnte. Aus diesen Rennen werde ich aber lernen müssen und auch können. Es wird immer wieder Rennen geben bei denen es einfach nicht so läuft wie man es sich vorstellt. Im Super-G merkt man einfach, dass es mit hinteren Startnummern sehr schwer ist. Deshalb ist auch dort mein Ziel mich im nächsten Winter Stück für Stück vor zu arbeiten.

Wie verlief das Training im Sommer und Herbst?

Da sich das Material komplett verändert hat, war es ein sehr spannender Sommer. Man musste sich erst einmal auf das neue Material einstellen und versuchen ein neues Setup für Ski und Schuh zu finden. Ich habe eigentlich während der  ganzen Vorbereitung verschiedene Skischuhe probiert.

Aber jetzt sollte ich die richtige Abstimmung gefunden haben und somit kann ich mich voll auf die Vorbereitung für die ersten Rennen konzentrieren.

Da ich keine größere Verletzung im Sommer hatte, habe ich auch keine Skitage verpasst.

Ich hatte zwar einen schweren Sturz in Chile, konnte aber zum nächsten Lehrgang wieder verletzungsfrei anreisen und voll trainieren. Außer ein paar Prellungen ist mir zum Glück nichts passiert.

Andreas Sander - Die DSV Speedhoffnung

Andreas Sander - Die DSV Speedhoffnung

Wie kommst Du mit der Umstellung auf die neuen Ski zurecht?

Wie ich schon erzählt habe, habe ich ja sehr lange gebraucht, bis ich die richtige Schuhabstimmung gefunden habe. Jetzt komme ich teilweise schon richtig gut mit dem neuen Material zurecht. Es gibt aber immer wieder Tage an denen ich mit dem neuen Material sehr schwer zurechtkomme. Das ist sehr oft der Fall, wenn viel Neuschnee gefallen ist und die Piste weich ist. Bei diesen Bedingungen merkt man, dass die neuen Ski etwas länger und schmaler wie die alten sind.

Aber bei guten Pistenverhältnissen funktioniert das neue Material wirklich sehr gut.

In diesem Zusammenhang: Chef-Kritiker der Materialreform war Ted Ligety, der beim Riesenslalom-Auftakt in Sölden alles in Grund und Boden fuhr. Hast Du eine Erklärung für diese Dominanz?

Ja, das war wirklich ein sehr starker Saisonauftakt von Ted. Ich habe auch noch nie ein Rennen gesehen, das mit so einem großen Vorsprung gewonnen wurde. Ich glaube aber, dass das nicht das letzte Rennen dieser Saison war, das mit einem größeren Vorsprung gewonnen wurde.

Die neuen Ski sind bei guten Bedingungen und exaktem Schwungtiming schneller wie die alten. Das Problem sind nur kleine Fahrfehler. Diese wirken sich bei den neuen Ski größer aus. So wird der Zeitunterschied zwischen dem 1. und dem 30. Platz wahrscheinlich am Anfang etwas größer sein wie in der letzten Saison. Da Ted im Riesenslalom schon seit mehreren Jahren konstant um Siege mitfährt, hat er speziell im Riesenslalom eine sehr starke Technik. Dazu kommt noch, dass Ted schon seit letztem Winter mit dem neuen Material trainiert. So ist der Vorsprung in dieser Höhe zwar sehr überraschend, aber wenigstens erklärbar.

Nachdem Du letztes Jahr Deine erste komplette Weltcup-Saison gefahren bist, sind Dir alle Abfahrtspisten des kommenden Winters bekannt. Wird das ein Vorteil im Vergleich zu Vergangenheit sein?

Ja das denke ich schon. Jetzt sollte ich normalerweise schon im ersten Training eine bessere Leistung zeigen können. Ich werde bei den Besichtigungen schon mehr auf Schlüsselstellen schauen können und versuchen gleich im ersten Training gute Fahrten zu zeigen. Ich werde nicht das Problem haben mich erst einmal ganz neu an die Strecke herantasten zu müssen. Normalerweise sollte ich mich auf den meisten Strecken schon sehr viel wohler fühlen. Ich denke also schon, dass das ein großer Vorteil, im Vergleich zum letzten Jahr, für mich sein kann.

Im WM-Winter wird das Ziel eines jungen Athleten die Qualifikation für die WM sein. Welche Ziele hast Du darüber hinaus? Gibt es Rennen, bei denen Du Dir besonderes vorgenommen hast?

Bei der WM will ich natürlich am Start stehen, das ist sicher. Aber ich möchte mich auch in der Abfahrt in die TOP 30 fahren. Das möchte ich natürlich so schnell wie möglich erreichen. Was dann drin ist, wird man sehen. Ich  möchte gerne den Schritt, den ich letztes Jahr in der Abfahrt gemacht habe, dieses Jahr auch im Super-G machen. Ich möchte also im Super-G öfter in die Punkte fahren. Der Rest ergibt sich dann im Saisonverlauf.

Bei den Übersee-Rennen des Winters hat der DSV erstmals seit einigen Jahren zu Saisonbeginn vier Startplätze in Abfahrt und Super G zur Verfügung. Die interne Quali des letzten Jahres fällt erstmal weg. Nimmt so etwas gerade auf die Trainingsläufe Einfluss, oder spielt das für Dich am Rennwochenende keine Rolle?

Das spielt eigentlich keine Rolle. Ich bin ja auch schon sehr gute Rennen ohne Qualifikation im Training gefahren. Sicher ist ein Konkurrenzkampf  immer gut um Top-Leistungen zu erbringen, aber es geht sicher auch ohne. Das ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Ich weiß, wenn ich in den Trainings gute Leistungen zeigen kann, dass ich auch gute Rennen abrufen kann. Also werde ich versuchen sofort in den ersten Trainingsläufen gute Fahrten zu zeigen.

Wie wir gehört haben, hast Du in den vergangenen Tagen gerade im technischen Bereich ein paar Sonderschichten im Training eingelegt. Was erhoffst Du Dir davon?

Ja das stimmt. Gerade im Herbst ist es schwer auf guten Pistenverhältnissen zu trainieren. Besonders für uns Speedfahrer. Da passiert es immer mal wieder, dass es nicht ganz so läuft wie man es gerne hätte oder dass sich kleine technische Fehler einschleichen. Die gilt es dann wieder herauszubekommen und das geht am besten mit Riesenslalomtraining. Es ist oft einfacher erst im Riesenslalom an technischen Dingen zu arbeiten und erst dann wieder mit dem Speedtraining weiterzumachen, wenn diese Dinge abgestellt sind. Aber besonders die neuen Ski verlangen es technisch gut über dem Ski zu stehen und da sollte man das Techniktraining nicht außer Acht lassen.

 

Wenn wir am Ende der Saison uns wieder zum Interview treffen: Welche Frage würdest Du dann gerne gestellt bekommen?

Wie war es für dich, nach deinem Juniorenweltmeistertitel 2008, zum ersten Mal über die Weltcupwertung bei einem Weltcupfinale dabei gewesen zu sein?

 

Weitere Informationen unter www.andreas-sander.com

 
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