23 Oktober 2019

DSV Alpin-Chef Wolfgang Maier vertraut nicht nur auf Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz

DSV Alpin-Chef Wolfgang Maier vertraut nicht nur auf Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz
DSV Alpin-Chef Wolfgang Maier vertraut nicht nur auf Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz

Wenige Tage vor dem Ski Weltcup Auftakt in Sölden, analysierte DSV Sportdirektor Wolfgang Maier die Vorbereitung des DSV-Teams, und wagte einen Ausblick in die kommende Saison. Trotz des Rücktritts von Felix Neureuther, glaubt Maier an eine durchaus erfolgreiche Saison seiner Athleten und Athletinnen.

Wolfgang Maier, DSV-Sportvorstand: „Wir freuen uns sehr auf den Weltcup-Auftakt in Sölden. Die Rennen auf dem Rettenbachferner sind jedes Jahr wieder etwas ganz Spezielles – gerade für unser Team. Nicht zuletzt besteht die Partnerschaft zwischen Sölden und dem DSV nun schon seit der Erschließung des Gletschers. Unsere Mannschaften trainieren oft und sehr gerne im Ötztal, hier erfahren wir eine großartige Unterstützung von Seiten der Bergbahnen Sölden.

Sportlich gesehen sind die beiden Rennen am Rettenbachferner immer eine erste Standortbestimmung. Sie geben allen Teams und Sportlern eine Orientierung für den anstehenden Weltcup-Winter. Nach der langen Vorbereitungsphase fiebern die Aktiven dem Auftakt entgegen, um endlich wieder in den Rennmodus wechseln zu können.

Mit Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz wird sowohl unsere Damen-, als auch unser Herren-Team von zwei der besten Riesenslalomfahrer der Welt angeführt. Viktoria Rebensburg machte in der Vorbereitung einen sehr stabilen Eindruck. Wir hoffen, dass sie sich über die gesamte Saison gut entwickelt und, wie in den letzten Jahren, Zugpferd und Erfolgsgarant für das Damen-Team sein wird. Ihr und unser Anspruch ist es, um die Disziplinenkugel zu kämpfen.

Generell wollen wir bei den Damen den positiven Trend aus der Vorsaison fortsetzen. Zudem möchten wir es schaffen, neben Viktoria eine zweite gute Riesenslalomläuferin zu entwickeln. Marlene Schmotz wäre eine Kandidatin dafür. Kira Weidle war in der Abfahrt in der vergangenen Saison top. Bei ihr ist das Ziel, dass sie sich mit dem Super-G auch in einer zweiten Disziplin etablieren kann.

Sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren ist es unser primäres Ziel, die wiedergenesenen Aktiven in die Weltspitze zurückzubringen und parallel dazu neue Talente für den Weltcup zu entwickeln.

Thomas Dreßen und Andreas Sander mussten wie auch Marina Wallner verletzungsbedingt eine Weltcup-Saison pausieren – in dieser Zeit hat sich der Spitzensport weiter entwickelt. Man sollte diese Athleten daher nicht unter Erwartungsdruck setzen. Für sie wird es eine Aufbausaison, um wieder Anschluss in der Weltspitze zu finden. Danach kommen drei wichtige Saisonen mit Weltmeisterschaften, den Olympischen Spielen und noch einmal Weltmeisterschaften.

Mit Fabian Himmelsbach und Anton Tremmel, die beim Weltcup-Finale in Soldeu erfolgreich aufgetreten sind, bieten sich Perspektiven für zukünftige Weltcupfahrer aus unserer Mannschaft. Dies ist umso wichtiger, da wir mit Felix Neureuther eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren haben.

Felix war aber nicht nur als Sportler, sondern vor allem auch als Mensch besonders wichtig für den alpinen Rennsport. Wir sind daher sehr dankbar, dass Felix in unserem Team war und über so viele Jahre auf diesem hohen Niveau gefahren ist. Darüber hinaus war er aufgrund seiner starken Persönlichkeit für das gesamte Umfeld ein Ankerpunkt. Umso schöner ist es jetzt, dass Felix dem Skirennsport weiterhin treu bleibt: Zum einen als TV-Experte, zum anderen wird er auch sein extrem erfolgreiches DSV-Felix-Neureuther-Race-Camp weiterführen.

Auch der Abschied von Mathias Berthold stellte uns vor neue Herausforderungen. Mit Christian Schwaiger, seinem Nachfolger, sind wir, wie sich bereits in der Vorbereitung gezeigt hat, sehr gut aufgestellt. Er war, genauso wie Andreas Evers, der neue Speed-Trainer des Herren-Teams, unser Wunschkandidat. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den beiden Trainerpersönlichkeiten für die Athleten die bestmöglichen Lösungen gefunden haben.“

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