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DSV-Damencheftrainer Thomas Stauffer im Skiweltcup.TV Interview: Mit Selbstvertrauen und guten Startnummern nach Sotschi

© Ch. Einecke (CEPIX) / Thomas Stauffer

© Ch. Einecke (CEPIX) / Thomas Stauffer

Eching – Nach Vicky Rebensburg und Lena Dürr stand uns in Eching im Rahmen des Einkleidungstages DSV-Damencheftrainer Thomas Stauffer Rede und Antwort. Der 44-jährige übernahm im April 2010 das Amt des Bundestrainers im alpinen Damenteam des DSV und folgte Mathias Berthold nach, der zum ÖSV wechselte. Auch im hohen Norden war der Eidgenosse aktiv, hier sammelte er wertvolle Erfahrung bei den Schweden. Aber auch beim weiblichen US-Team zeichnete er sich durch eine verantwortungsvolle Arbeit aus.

Im Gespräch mit skiweltcup.tv spricht der Schweizer über den Saisonauftakt am Rettenbachferner, das Training im Sommer in Chile, die Vorbereitung auf die nächsten Rennen, die Nachwuchshoffnung Ronja Mayr, die wiedergenesene Susanne Riesch und zum guten Schluss über die in knapp 100 Tagen stattfindenden Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi.

skiweltcup.tv: Herr Stauffer, wie zufrieden ist man als DSV-Damencheftrainer mit dem Saisonauftakt des deutschen Teams in Sölden?

Thomas Stauffer: Mit der Leistung von Viktoria sind wir zufrieden. Ein Podestplatz zum Saisonstart ist sehr gut. Als Minimalziel hatten wir einen Top-6-Platz ausgegeben, da wir auch wissen, wie eng es sein kann und oft Hundertstelsekunden zwischen dem Podium und Rang sechs liegen. Wir wissen, dass wir dabei sind. Erfreulich ist auch das Abschneiden von Veronique Hronek, die die Qualifikation für das Finale geschafft und am Ende ihr bisher zweitbestes Ergebnis im Riesenslalom erreicht hat. Schade ist es, dass Maria Höfl-Riesch ausgefallen ist. Sie hat aber gezeigt, dass sie den Speed hat und das sowohl in den ersten Rennsekunden als auch im Training. Ein Ausfall ist da natürlich ärgerlich, kann aber passieren. Barbara Wirth und Simona Hösl konnten sich mit hohen Startnummern leider nicht für das Finale qualifizieren.

skiweltcup.tv: Im Sommertraining wurden in diesem Jahr einige Änderungen vorgenommen. War das rückblickend eine gute Entscheidung?

T. S.: Ja, ich denke ja. In Argentinien hatten wir mit relativ schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. Hier brauchten wir aufgrund des flachen und oft diffusen Lichts einige Tage, um richtig in Fahrt zu kommen. Es war sicher gut, dass wir einmal einen Ortswechsel vorgenommen haben, und somit auch auf anderen Hängen trainieren konnten. Im Zusammenhang mit dem Speedtraining in Chile hatten wir so sehr viel weniger Reisestress. Insgesamt ziehen wir daher ein positives Fazit.

skiweltcup.tv: Der Saisonauftakt liegt hinter uns. Wie schaut das Vorbereitungsprogramm für die nächsten Rennen aus?

DSV Bundestrainer Thomas Stauffer

DSV Bundestrainer Thomas Stauffer

T. S.: Das Speedteam fliegt Mitte November nach Übersee. Wenn es die Wetter- und Schneeverhältnisse erlauben, versuchen wir vorher auch noch drei, vier Tage auf einem Gletscher in Europa zu trainieren. Im Moment ist es schwierig, geeignete Pisten zu finden. Die Slalomfahrerinnen fliegen nächste Woche nach Skandinavien und bereiten sich dort vor.

skiweltcup.tv: Was kann man, nach einer langen Sommervorbereitung und den ersten Rennen, über die Stimmung im Team sagen?

T. S.: Die Stimmung im Team ist gut. Ich denke, wir haben zwischen individuellem Training und Teamtraining eine gute Lösung gefunden. Eine individuelle Betreuung ist nicht zuletzt notwendig, da wir zwei fast reine Slalomfahrerinnen und zwei Athletinnen, die von Verletzungen zurückkommen, im Team haben. Die Eine oder Andere ist darüber hinaus noch nicht ganz fit, aber ich denke, wir bekommen das alles gut unter einen Hut.

skiweltcup.tv: Mit Maria Höfl-Riesch, Christina Geiger und Lena Dürr sind noch drei Fahrerinnen unter den besten 30. Ist in dieser Saison wieder eine größere Breite im Slalomteam zu erwarten?

T. S.: Natürlich darf man hier nicht vergessen, dass Susanne Riesch zwei Jahre verletzt war und keine Rennen fahren konnte. Auch Kathrin Hölzl war vor Ihrer Verletzung eine wichtige Stütze der Slalom-Mannschaft. Fanny Chmelar und Nina Perner haben ebenfalls ihre aktiven Karrieren beendet. Kathi Dürr möchte wieder an ihre besten Leistungen anknüpfen. Wir haben noch zwei, drei junge Damen im Team, aber die brauchen noch etwas Zeit. Eine Andrea Filser hat in Ofterschwang auch schon gezeigt, dass sie sich für den 2. Durchgang qualifizieren kann. Wir werden aber auch in dieser Saison ein gutes Slalomteam präsentieren.

skiweltcup.tv: Mit Ronja Mayr steht überraschenderweise eine 18-Jährige im Super-G in der FIS-Liste als viertbeste Deutsche auf Platz 63. Wie sind hier die Erwartungen? 

T. S.: Ronja Mayr hat in der letzten Saison in Garmisch-Partenkirchen zwei sehr gute Resultate bei FIS-Rennen eingefahren. Leider zog sie sich danach zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss zu. Was wir diese Saison von ihr erwarten können, ist derzeit schwer einzuschätzen. Sie ist noch in der Rekonvaleszenz, und von einem wirklich professionellen Training kann man noch nicht sprechen. Wir werden sie weiter aufbauen und an die Wettkämpfe heranführen 

skiweltcup.tv: Wie geht es Susanne Riesch, und ist ihr Comeback in Levi eingeplant?

T. S.: Susanne Riesch trainiert seit einigen Wochen mit der Mannschaft. Ihr geht es relativ gut, und sie hat im Sommer einen guten Schritt nach vorne gemacht. Sie hat immer noch ein paar kleine Probleme, was aber nach so einer Verletzung und der langen Pause ganz normal ist. Skitechnisch ist sie auf einem guten Niveau. Den Rennspeed hat sie noch nicht zu hundert Prozent – was aber auch mit der langen Pause erklärbar ist. Ihr Ziel ist ganz klar, in Levi am Start zu stehen.

skiweltcup.tv: Laut DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier ist Vicky Rebensburg nach einer „Kurskorrektur“ weiterhin fester Bestandteil des Teams…

© Ch. Einecke (CEPIX) / Thomas Stauffer & Ralph Eder

© Ch. Einecke (CEPIX) / Thomas Stauffer & Ralph Eder

T. S.: Definitiv ja. Viktoria war und ist ein fester Bestandteil unserer Mannschaft. Wir werden ihr wie allen anderen Athletinnen auch weiterhin individuelle Einheiten anbieten, wenn das zur Vorbereitung auf ein Rennen notwendig ist. Unser Trainerteam ist gut aufgestellt, und wir können auch zwei oder drei Disziplinen parallel trainieren. Wir sind ein Team, gehen aber intensiv und individuell auf die Bedürfnisse aller Athletinnen ein.

skiweltcup.tv: Spielt die Olympiade bereits jetzt, knapp 100 Tage vor Beginn, eine wichtige Rolle in Ihren Planungen?

T. S.: Ganz klar ist die Olympischen Spiele der Saisonhöhepunkt, da wollen wir gut fahren und Medaillen gewinnen!. Für mich sind aber schon die Rennen bis dahin sehr wichtig. Nur wenn wir hier gute Leistung bringen, können wir mit Selbstvertrauen und auch guten Startnummern nach Sotschi fahren. Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber sportlich werden wir bestens vorbereitet sein.

skiweltcup.tv: Nach dem Skifest bei der WM in Schladming folgen die Hochsicherheitsspiele in Sotschi. Welche Stimmung erwarten Sie vor Ort?

T. S.: Es ist schwierig zu sagen, was uns im Detail erwartet. Wir konzentrieren uns auf den Sport und schaffen hier die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Athletinnen.

skiweltcup.tv: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dem deutschen Damenteam eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Olympiasaison 2013/14!

 

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