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DSV Speedfahrer Andreas Sander: TOP 30 ist das Ziel

Andreas Sander - Sein Ziel ist der Sprung in die Top 30

Andreas Sander - Sein Ziel ist der Sprung in die Top 30

Andi, in wenigen Tagen geht die neue Saison los und der Wintersport rückt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Wie lief die Vorbereitung im Sommer?

A.S.: Die Vorbereitung lief richtig gut. Ich konnte wirklich viel probieren und unsere beiden Chile-Lehrgänge liefen nach Plan. Wir hatten wenige Tage, an denen wir nicht fahren konnten. Ich hatte auch keine Verletzungen und konnte somit das ganze Vorbereitungsprogramm mitfahren. Jetzt bin ich aber froh, dass die Vorbereitung vorbei ist und es zu den ersten Rennen geht.

Erstmals warst Du in Chile trainieren. Wie fällt da Dein Fazit aus?

A.S.: Im Ganzen sehr positiv. Beim ersten Lehrgang hatten wir zwar viel Neuschnee und somit eher weiche Schneebedingungen, konnten aber die ganzen Ski in den Schnee bringen und viel am Setup herumprobieren. Beim zweiten Mal in Chile hatten wir dann richtig gute Bedingungen mit sehr guten und harten Pisten. Da konnten wir richtig gut Super-G trainieren.

Es hat sich wirklich gelohnt zweimal nach Chile zu gehen und ich hoffe, dass sich das dann im Winter bezahlt macht.

Der letzte Winter war sicherlich ein ganz besonderer. Die ersten Weltcup-Punkte, das erste Podium im Europacup, die erste Streif und die Heim-WM. Wie würdest Du mit Abstand den letzten Winter für Dich beurteilen und wo lagen die Lehren, die Du mit in die nächsten Jahre nehmen möchtest.

A.S.: Vor der Saison hätte ich nie gedacht, dass ich in der Saison schon meine ersten Weltcuppunkte mache. Im Vordergrund sollte der Europacup stehen. Da es aber da richtig gut funktioniert hat, durfte ich auch meine ersten Weltcupabfahrten bestreiten. Und da ich dann meine ersten Weltcuppunkte eingefahren habe, durfte ich noch zur WM. Das war natürlich ein Riesenerlebnis. Leider ist die WM mit einem Sturz für mich ausgegangen. So konnte ich dann leider nicht meine Europacupergebnisse bestätigen und bin in den Disziplinwertungen etwas nach hinten gefallen. Ich möchte mich zukünftig weiter langsam an die TOP 30 im Weltcup herantasten und die Strecken kennenlernen.

Schaut man auf Deine FIS-Punkte, fällt auf, dass Du jetzt in den vergangenen Jahren in der Abfahrt immer einen Tick besser unterwegs warst als im Super G, wo Du ja immerhin Juniorenweltmeister warst. Gibt es hierfür eine Erklärung?

A.S.: Das Schwere im Super-G ist einfach, dass der erste Lauf sitzen muss. Das konnte ich im letzten Jahr leider nicht so oft umsetzen. In den meisten Super-G-Rennen habe ich noch zu viele Fehler gemacht und somit oft viel Zeit liegen lassen. In der Abfahrt ist es mir leichter gefallen das umzusetzen. Ich konnte mir in den Abfahrtstrainings die Strecke gut einprägen und habe oft gute Rennen gefahren. Vielleicht ist das für einen Rookie einfacher. Aber ich denke, dass ich das zukünftig auch im Super-G wieder schaffen werde.

Ein beherrschendes Thema im Wintersportsommerloch war die Skireform der FIS. Wie stehst Du dazu?

A.S.: Ich habe mich mit diesem Thema noch gar nicht so sehr beschäftigt. Ich werde erst diese Saison abwarten und dann schauen was entschieden wurde. In letzter Zeit gab es ja immer wieder Veränderungen der Skireform.

Außerdem ändert sich in den Speeddisziplinen gar nicht so viel. Deswegen glaube ich auch, dass von den neuen Reformen eher die Riesenslalomfahrer betroffen sind. Aber wir werden sehen, was dann am Ende entschieden wird.

Hattest Du schon einmal Gelegenheit, mit einem neuen Ski zu testen?

A.S.: Nein, das hatte ich noch nicht. Ich habe nur schon ein Video gesehen wo die Ski getestet wurden. Das sah wirklich sehr komisch aus und ganz anders wie sonst.

Beim Material blieb alles beim Alten. Du fährst weiterhin mit Atomic. Sind eigentlich die Unterschiede zwischen den Skiern verschiedener Hersteller wirklich entscheidend, merkt man das beim Fahren?

A.S.: Ja das merkt man eindeutig. Man kann nicht sagen, welcher Ski der Beste ist. Man kann nur für sich das beste Setup finden. Für jeden Fahrer ist ein anderer Ski gut. Ich komme mit Atomic wirklich gut zurecht und bin sehr froh über das Material.

Im Weltcup fährst Du als junger Athlet oft auf neuen Pisten. Dein Weltcup-Auftakt in Lake Louise bringt Dich aber zu einer Piste, die Du schon gefahren bist. Macht es das einfacher?

A.S.: Ja das macht es. Besonders weil es das erste richtige Rennen für diese Saison ist. Ich kenne die Strecke und kann somit gleich viel engagierter ins erste Training gehen. Ich werde die Strecke nicht erst kennenlernen müssen und das macht es erheblich einfacher.

Wo liegen Deine sportlichen Ziele für den Winter?

A.S.: Ich möchte viele Weltcuprennen mitnehmen und somit vielleicht am Saisonende alle Abfahrten schon mal gefahren sein. Das kann für die nächsten Jahre ein großer Vorteil sein. Wenn ich im Weltcup an den Start gehe, ist mein Ziel unter die TOP 30 zu fahren und somit um Weltcuppunkte mitzufahren. Ich werde aber auch immer wieder in den Europacup zurückkehren und möchte da um TOP-Platzierungen fahren.

Wie würdest Du die Abfahrt von Lake Louise beschreiben?

A.S.: Lake Louise ist sicherlich perfekt für das erste Weltcuprennen. Sie ist nicht ganz so steil wie Beaver Creek, Kitzbühel oder Bormio, aber der kalte Schnee macht es sehr schwer schnell zu sein. Man darf nicht zu hart den Ski aufkanten und muss somit ein Mittelweg zwischen Aggressivität und Gefühl finden. Es wird ein interessantes Rennen.

Auf welches Rennen freust Du Dich diesen Winter besonders?

A.S.: Die Klassiker sind natürlich immer die Highlights. Dazu gehören sicherlich Kitzbühel und Wengen. Aber besonders freue ich mich auf Gröden, weil ich dort letztes Jahr meine ersten Weltcuppunkte geholt habe, und auf Sotschi, weil dort eine neue Strecke eröffnet wird. Diese Strecke ist dieselbe wie sie 2014 bei Olympia gefahren wird.

Das Weltcup-Finale ist wie schon vor zwei Jahren eine Generalprobe für die WM 2013. Die Speedpisten in Schladming sind neu. Wäre es also im Hinblick auf die WM wichtig, sich fürs Weltcup-Finale zu qualifizieren und wie realistisch wäre das für Dich überhaupt?

A.S.: Sicher wäre es gut, wenn man vor der WM die Strecke gefahren ist. Aber vom Weltcupfinale kann man bei mir natürlich noch nicht reden. Das wird noch zu früh sein. Für das Weltcupfinale qualifizieren sich nur die besten 25 der Saison und das ist nicht mein Ziel. Es wäre natürlich schön, wenn es so wäre, aber ich denke, dass das nicht mein Ziel sein sollte.

Blicken wir weit voraus: 2014 finden die Spiele in Sotschi statt. Über die Strecke dort wird viel gesprochen. Es heisst, sie sei sehr Sprunglastig. Hat man so etwas eigentlich schon im Hinterkopf und richtet sich im Training ein wenig danach?

A.S.: Nein. Die Sprünge im Training ergeben sich vom Gelände und da die Trainingspisten oft nicht ganz so gut sind, wie die Rennpisten, hat man dort oft nicht so viele Sprünge. Man muss auch erstmal das Rennen abwarten und schauen wie viele Sprünge dann wirklich in der Strecke sind.

Zum Schluss kommen wir nicht umhin, über den BVB zu reden. Als Borussen-Fan hast Du ein Jahr im Rausch hinter Dir. Wie siehst Du den BVB dieses Jahr national und international?

A.S.: Das letzte Jahr wird wahrscheinlich nicht zu toppen sein. Dieses Jahr wäre ich mit der direkten Qualifikation zur Champions League sehr zufrieden. Ich denke, dass dieses Jahr der FC Bayern Deutscher Meister wird, auch wenn wir im direkten Duell die Bayern schlagen konnten.

International tut sich der BVB leider noch sehr schwer. Ich glaube, dass sie dieses Jahr leider in der Gruppenphase ausscheiden und dann aber noch in der Europa League vertreten sind. In Zukunft sehe ich sie aber auch international wieder sehr stark. Die sehr junge Mannschaft wird dazu lernen.

 

Weitere Informationen unter www.andreas-sander.com

 

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