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Eine wahre Liebesgeschichte: Lindsey Vonn und Cortina d’Ampezzo

Lindsey Vonn bei der Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo (Foto: cortinaclassic.com)

Lindsey Vonn bei der Pressekonferenz in Cortina d’Ampezzo (Foto: cortinaclassic.com)

Die Liebesbeziehung zwischen Lindesey Vonn und Cortina d’Ampezzo ist etwas ganz besonderes. Cortina hat bei ihrem Aufstieg zum sportlichen Ruhm eine entscheidende Rolle gespielt. Auf der Olympia delle Tofane holte Lindsey Kildow (ihr Mädchenname) am 18. Januar 2004 das erste Podium ihrer Karriere in der Abfahrt, als sie hinter der Französin Carole Montillet und der Österreicherin Renate Götschl Dritter wurde. Vier Jahre später konnte sie am 19.08.2008 ihren ersten Sieg in Cortina feiern. Bei ihrem elften Weltcupsieg in ihrer Karriere setzte sie sich gegen Anja Pärson und Emily Brydon durch.

2015 markierte einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere, als sie als erste Skirennläuferin ihren 63 Weltcupsiege feiern konnte. Es war das Jahr, in dem Tiger Woods, ihr damaliger Freund kam, um ihr beim Wettkampf auf der Tofane zuzusehen. Die Fotos des glücklichen Paares zierten die Titelseiten aller Zeitungen auf der ganzen Welt.

Im vergangenen Jahr kam es in Cortina d’Ampezzo zum Duell mit Sofia Goggia. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in PyeongChang standen in Cortina ebenfalls zwei Abfahrten auf dem Programm. Die Ersatzabfahrt von Val d’Isere gewann Sofia Goggia vor Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin. Einen Tag später schlug Vonn zurück und sicherte sich den Sieg vor Tina Weirather und ihrer Teamkollegin Jacqueline Wiles. Sofia Goggia schied aus.

Bis zum heutigen Tag hat Lindsey Vonn 82 Weltcupsiege auf ihrem Konto, von denen sie zwölf auf der „Olympia delle Tofane“ (6 in der Abfahrt und 6 im Super G) einfuhr. Den Rekord von Ingemar Stenmark (86 Weltcupsiege) hat sie fest im Visier.

Die 34-Jährige war im November des letzten Jahres beim Riesentorlauf Training zu Sturz gekommen und hat in diesem Winter noch kein Rennen bestritten. Vor ihrem persönlichen „Saison-Start“ ist die US-Amerikanerin nervös und kann, wie sie heute auf der Pressekonferenz erzählte, ihr Comeback kaum erwarten.      

O-Tone der Pressekonferenz mit Lindsey Vonn in Cortina d’Ampezzo

„Ich liebe Cortina, jeder weiß das, es ist so ein schöner Ort und die Rückkehr in den Skiweltcup in Cortina ist das Beste, was mir passieren konnte. Hier gewann ich mein erstes Podium und als ich meinen Vater anrief, um es ihm zu sagen, brach ich einfach in Tränen aus.“

„Ich stellte den Rekord von 63 Siegen auf und meine ganze Familie war dabei. Ich habe so viele besondere Erinnerungen an Cortina. Ich fühle mich hier in Cortina sicher.“

„Das ist meine letzte Saison, also will ich nicht ans Gewinnen denken. Ich möchte so gut wie möglich Ski fahren und sehen, was passiert.“

„Mein Körper sagt mir, dass es genug ist, es gibt keine Chance, dass ich nächstes Jahr wieder in Cortina antreten werde. Es liegt nicht daran, dass ich nicht will oder nicht motiviert bin, es ist rein physisch. Auch nach dem Skifahren gibt es ein Leben. Ich werde dieses Jahr nur an Speed-Rennen teilnehmen. Meine erste WM-Medaille bekam ich 2007 in Åre, so dass es nicht perfekter sein könnte, als bei dieser WM meine Abschied zu feiern.“

„Ich spreche ab und zu mit Sofia Goggia. Ich denke, sie ist jetzt in guter Verfassung und kämpft darum, so schnell wie möglich zurückzukommen, aber sie war noch nicht bereit für Cortina. Dieser Sport braucht Menschen wie sie, Menschen, die ein wenig „out of the box“ sind.“

„Ilka Stuhec ist in diesem Jahr nach ihrem Doppelsieg in Gröden die Favoritin, Tina Weirather ist auch wirklich stark. Es wird ein aufregendes Wochenende.“

„Ich möchte mein letztes Mal in Cortina wirklich genießen. Ich bin natürlich sehr aufgeregt, aber ich bin hier, um wie immer zu gewinnen.“

„Ich fahre in Lake Louise noch einmal die Abfahrt, werde mich aber bestimmt nicht den ganz Sommer darauf vorbereiten.“

„Ich denke, der schönste Moment in Cortina ist vor der Besichtigung, wenn die Sonne aufgeht und der Himmel und die Berge orange und dann rot werden. Ich denke, das Tal und die Tofane sind eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Welt.“

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