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Ester Ledecká, die Improvisations-Weltmeisterin

Ester Ledecká, die Improvisations-Weltmeisterin (Foto: © sport.aktualne.cz)

Ester Ledecká, die Improvisations-Weltmeisterin (Foto: © sport.aktualne.cz)

Prag – Auch Ester Ledeckás Winter wurde aufgrund der Corona-Pandemie verfrüht beendet. Nun bereitet sie sich daheim auf die bevorstehende Saison vor und hat Aktuálně.cz ein exklusives Interview gegeben. Die tschechische Snowboarderin und Skirennläuferin erzählte, dass sie sieben Jahre lang in der eigenen Wohnung wohnt, aber bislang nie viel Zeit dort verbrachte. Dabei musste sie lachen, weil sie sagte, dass sie sich eingelebt hätte. Normal ist sie viel unterwegs, darum ist ihre Wohnung auch nur sehr spartanisch eingerichtet. In den letzten Wochen hat sie einige Bilder aufgehängt und weiß nun auch welcher Lichtschalter für welche Lampe gedrückt werden muss.

Mit der Corona-Pandemie will sie sich nicht intensiv beschäftigen. Sie lebt eigentlich den ganzen Winter, aber auch schon in der Vorbereitung, sehr isoliert. Sie geht großen Menschenansammlungen aus dem Weg, damit sie sich keine Viren einfängt. Sie ist durch und durch eine Profisportlerin, darum verzichtet sie auf Kinobesuche, Schwimmbäder oder auch Shoppingtouren in Einkaufszentren. Sie ist sich bewusst, dass sie sie auch eine Verantwortung für ihr Team hat; darum muss sie auch darauf achten, dass sie gesund bleibt.

Wann und wo Ester Ledecká in das Sommertraining auf Schnee einsteigen kann, steht wie so vieles in der Zeit von Corona, noch in den Sternen. Die 25-Jährige lässt sich von der Situation jedoch nicht verschrecken, da sie bereits ihr ganzes Sportlerleben improvisieren musste. Sie und ihr Team sind auf alles vorbereitet und werden sich mit den Voraussetzungen und Möglichkeiten arrangieren.

Der Sport ist ein Teil ihres Lebens. So vermisste sie in diesem Jahr vor allem die Eishockey-Weltmeisterschaften und die großen Turniere, welche sie auch gerne vor Ort besucht hätte. Auch als Zuschauerin genießt sie die Spannung und spürt das ansteigende Adrenalin im Stadion oder vor dem TV-Gerät.

Aber nicht nur der Sport nimmt eine wichtige Rolle in ihrem Leben ein. Im letzten Jahr hat sie an der Universität ihr Grundstudium für Finanzen und Verwaltung abgeschlossen. Aber sie hat sich bereits weitere Ziele in Sachen Bildung gesetzt. Nicht nur im Sport, sondern auch in der Bildung heißt es, wer stehen bleibt, macht einen Schritt zurück.

In der letzten Saison musste die selbsternannte Weltmeisterin der Improvisation oft ihr Organisationstalent ausspielen. In Sachen Snowboard hat sie kleinere Probleme mit dem Material, darum widmete sie sich mehr dem alpinen Skirennsport. Und just, als sie wieder auf ein Brett wechseln wollte, fielen einige Rennen aus. Überdies endete die Saison vorzeitig. Außerdem betrachte sie ihre beiden Hauptsportarten keinesfalls nach dem Verdienst, sondern vielmehr nach der Liebe zu den einzelnen Disziplinen.

Ledecká konzentriert sich derzeitig auf das, was ihr Spaß macht. Folglich wird es der Tschechin nie langweilig, auch wenn sie möglicherweise lieber trainieren möchte und auf den Skiern oder dem Snowboard unterwegs sein würde.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sport.aktualne.cz (Auszug)

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