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Federica Brignone ist die erste „Princess of Kronplatz“

© Kraft Foods / Federica  Brignone  ist  die  erste  „Princess  of Kronplatz“

© Kraft Foods / Federica Brignone ist die erste „Princess of Kronplatz“

Die  Italienerin  Federica  Brignone  ist  die  erste  „Princess  of Kronplatz“  der  Geschichte  nach  ihrem  Sieg  beim  Weltcup-Riesentorlauf in St. Vigil in Enneberg.

Geschätzte  5.000  Zuschauer  haben  dem  Spektakel  auf  der  Erta-Piste beigewohnt  und  der  Weltcup-Premiere  eine  gebührende  Atmosphäre verliehen.  Tessa  Worley  und  Marta  Bassino  bestätigen  ihren  tollen ersten  Lauf  und  belegen  die  Ehrenplätze.  Lokalmatadorin  Manuela Mölgg  bleibt  als  14.  etwas  unter  den  Erwartungen.  OK-Chef  Willi Kastlunger:  „Man  braucht  sich  nur  diese  Kulisse  anzusehen,  dann wissen wir, wofür wir Jahre lang geschuftet haben“.

Bei der Weltcuppremiere am Kronplatz haben alle Vorzeichen  gestimmt, um das Event in  die  Wintersportgeschichte  Südtirols  einziehen  zu  lassen.  Kaiserwetter,  perfekte Piste,  spektakuläre  Kulisse  und  viele  italienische  Fans,  die  den  Azzurre  die  Daumen halten  wollten.  Dem  entscheidenden  zweiten  Lauf  haben  Schätzun gen  zufolge zwischen  5.000  und  6.000  Zuschauer  beigewohnt,  die  eine  Riesenstimmung  haben aufkommen  lassen.  Und  die  tolle  Ausgangsposition  der  Italienerinnen  Brignone  als Erste und Bassino als  Dritte  des  ersten  Durchgang  hat  für  weitere Spannung  gesorgt und noch mehr Publikum angelockt.

Die Azzurre geben am Kronplatz den Ton an

Marta  Bassino  (ITA)  hat  das  Rennen  mit  Startnummer  1  eröffnet  und  ist  mit  ihrer Laufzeit von  1:02.43 so  lange lange in  Führung  geblieben, bis Tessa Worley  (FRA) sie mit  Startnummer  4  abgelöst  hat.  Die  starke  Französin  hat  die  großen  Favoritinnen Lara  Gut  (SUI) und  Mikaela  Shiffrin  hinter  sich  gelassen,  bis Federica  Brignone  (ITA) mit Startnummer 14 und einem tollen ersten Lauf den Jubel der Massen ausgelöst und einer  Rennzeit von  1:02.17 die Führung übernommen hat.  Keine  weitere Athletin war mehr  imstande,  Brignone  den  ersten  Rang  streitig  zu  machen.  Manuela  Mölgg, Athletin  aus  dem  Austragungsort  St.  Vigil  in  Enneberg,  konnte  hingegen  nicht  einen eventuell  bestehenden  Heimvorteil  ausspielen  und  musste  sich  im  ersten  Lauf  bei einem  Rückstand  von  1.93  mit  Rang  17  begnügen.  Die  Enttäuschung  stand  ihr  ins Gesicht  geschrieben.  Etwas  abgeschlagen  auch  die  anderen  Italienerinnen  Irene Curtoni  (8.  Rang),  Sofia  Goggia  (11.  Rang),  Francesca  Marsaglia  (20.  Rang),  Elena Curtoni  (21. Rang).  Nicht  für den zweiten  Lauf qualifiziert  hat sich Anna  Veith (AUT), mit einer Zeit von 1:04:97.

Zwei azurblaue Podestplätze für’s perfekte Sportfest

Schon  zu  Beginn  des  zweiten  Laufes  um  12.30  h  merkte  man  die  enthusiastische Stimmung  bei  den  nunmehr  5.000  bis  6.000  Zuschauern,  die  auf  einen  italienischen Erfolg hofften.  Mit den  Plätzen 1  und 3 nach dem  ersten Lauf standen  die  Chancen ja mehr als gut.  Der zweite Durchgang fing aber  recht kontrovers an, konnten zu Beginn nur  die  wenigsten  Athletinnen  ihren  Rang  aus  dem  ersten  Lauf  bestätigen.  Viele wurden  von  der  schattigen  Piste  im  unteren  Bereich  etwas  überrascht  und  ließen deshalb  viel  Zeit  liegen.  Zudem  erwies  sich  der  zweite  Durchgang,  vom  Amerikaner Day  mit  47  Toren  gesteckt,  etwas  länger  und  somit  kräfteraubender  als  am  Morgen.

Große  Erwartungen  wurden  vom  Heimpublikum  auf  Manuela  Mölgg  gesetzt,  die  mit einer  besseren  Zeit  schlussen dlich  Rang  14  erreichte  und,  nach  anfänglicher Enttäuschung doch noch das Lächeln wiederfand. Die schnellste im zweiten Durchgang war  die  Schwedin  Sara  Hector,  die  sehr  lange  die  Führung  inne  hatte,  bis  sie  von Mikaela  Shiffrin  (USA)  und  Lara  Gut  (SUI)  abgelöst  wurde.  Und  dann  wurde  es  noch einmal spannender, als  die  letzten  drei am Start standen. Zweimal Italien  und einmal Frankreich mit Bassino, Brignone und Worley sollten  für den Höhepunkt sorgen. Marta Bassino  legt  einen  tollen  Lauf  hin,  meistert  den  Steilhang  bravourös  und  übernimmt die Führung bei tosendem Applaus des Publikums. Die Freude über  die Führung währt aber  nicht  lange,  denn  die  Französin  Tessa  Worley  lässt  ihrerseits  nichts  anbrennen und  legt  auf  die  Halbzeitführende  Federica  Brignone,  die  noch  oben  steht,  vor.

Brignone,  die  Tochter  der  früheren  Slalomspezialistin  der  „Valanga  Rosa“,  Mariarosa Quario,  behielt  die  Nerven  und  attackierte  auch  als  Führende  im  zweiten  Lauf.

Angespannt  verfolgten  die  Mama,  Skilegende  Alberto  Tomba  und  FISI-Chef  Flavio Roda  ihren Lauf vom Ziel aus und brachen, gemeinsam  mit dem großen  Publikum und den  Teamkolleginnen  der Squadra  Azzurra, in  überschwänglichem Jubel  aus.  Zweimal Italien  und  in  der  Mitte  Frankreich  auf  dem  Podest  ist  somit  das  Endergebnis  des ersten  Damen-Weltcuprennens  am  Kronplatz:  1.  Federica  Brignone  (ITA),  2.  Tessa Worley  (FRA),  3. Marta  Bassino (ITA).  Bei  der Siegerehrung wurde  Federica  Brignone die  vergoldete  Krone  der  „Queen  of  Kronplatz“  und  ein  Scheck  über  41.500  Euro übergeben.

Shiffrin und Worley festigen ihre Weltcup-Führung

Sowohl  im  Gesamtweltcup,  als  auch  im  GS-Weltcup  konnten  die  beiden  Führenden Mikaela  Shiffrin  (USA)  und  Tessa  Worley  (FRA)  ihre  Position  bestätigen,  wobei  die ersten drei im Gesamtweltcup auch  die ersten drei  im  GS-Weltcup sind, wenngleich in etwas  anderer  Reihenfolge.  Kronplatz-Siegerin  Federica  Brignone  konnte  sich  im Gesamtweltcup  von  Rang  16  auf  Rang  13  verbessern,  im  GS-Weltcup  stieg  sie  von Rang 19  auf Rang  6. Der GS  am Kronplatz ist  der letzte vor der WM  in St. Moritz und kann  als  Richtungsweiser  gewertet  werden,  was  für  die  Azzurre  durchaus  als  positiv zu werten ist.

Den Damen-Weltcup am Kronplatz wird es wieder geben

Nachdem  die Premiere sehr gut  über die  Bühne gelaufen  ist, denkt man am  Kronplatz bereits  über  die  Zukunft  nach. Während  für  2018 kein  Rennen vorgesehen  ist,  wurde die  Erta  bereits  in  den  FIS-Kalender  von  2019  eingetragen,  wobei  die  endgültige Bestätigung  erst  in  den  nächsten  FIS-Kongressen  erfolgen  wird.  Was  danach  kommt steht  noch  in  den  Sternen,  wobei  eine  alternierende  Austragung  bereits  in  Aussicht gestellt  wurde.  Die  OK-Macher  von  St.  Vigil  peilen  aber  eine  fixe  Zuteilung  für mehrere Jahre an.

Die Stimmen des Tages

Federica Brignone ITA (Siegerin): „Natürlich  bin  ich  überglücklich  über  den  Sieg,  den  ich  mir  wirklich  sehr  gewünscht habe. Das Rennen war  hart  und  etwas anderes  kann man  von dieser  Piste, die ich als wirklichen, tollen, echten Riesentorlauf definiere, nicht erwarten. Ich bin übrigens eine der  wenigen,  die  nicht  bereits  vor  dem  Rennen  auf  der  Erta  trainiert  hatten.  Es  war eine  Premiere  für  mich.  Der  Schnee  war  wirklich  toll  präpariert  und  das  liegt  mir einfach,  in  Kombination  mit  dem  hohen  Neigungswinkel.  Nun  habe  ich  die  Fahrkarte für  den  WM-Riesentorlauf  in  der  Tasche  und  in  Cortina  möchte  ich  am  kommenden Wochenende auch zwei weitere Tickets lösen“.

Tessa Worley FRA (2. Platz): „Ich  durfte  mit  den  Italienerinnen  und  Österreicherinnen  vor  einigen  Tagen  hier  auf der  Erta  trainieren  und  das  hat  mir  sehr  geholfen.  Ich  musste  mich  nicht  auf  eine Überraschung  einlassen und  konnte  mich  auf  das Rennen voll fokussieren.  Der  zweite Platz ist natürlich sehr gut, Hut ab vor Federica Brignone, und ich freue mich weiterhin auf  meine  Führung  im  GS-Weltcup,  die  ich  wenn  möglich  bis  zum  Ende  behalten möchte“.

Marta Bassino ITA (3. Rang): „Nach  dem  Podestplatz  in  Sölden  ist  es  mir  nicht  mehr  so  aufgegangen,  sodass  ich unbedingt wieder ein tolles Ergebnis einfahren  wollte,  auch im Hinblick auf St. Moritz. Heute  ist  es  gut  gelaufen  und  mit  diesem  dritten  Rang  bin  ich  sicher  bei  der  WM dabei, wo alles möglich ist“.

Manuela Mölgg ITA (14. Rang): „Tja,  ein  Heimrennen  ist  keine  einfache  Sache,  aber  ich  habe  versucht,  den  großen Erwartungsdruck  auszublenden,  die  Ski  sind  aber  einfach  nicht  so  gelaufen,  wie  ich gewollt  hätte.  Ich  bin  recht  sauber gefahren,  jedoch  nicht schnell  genug. Mein Bruder Manfred  hat  mich  aus  Schladming  angerufen  und  noch  einmal  motiviert  und  es  ist schlussendlich  der  14.  Rang  rausgekommen.  Zufrieden  bin  ich  nicht,  aber  glücklich darüber,  wie  dieses  Großereignis  in  meinem  Heimatort  bei  seiner  Premiere  gelaufen ist“.

Willi Kastlunger (OK-Chef Al Plan Events): „Eigentlich  ist  es  schon  berührend  heute  hier  zu  stehen  und  zu  erleben,  dass  ein Traum  in  Erfüllung  geht. Mit  meinem  langjährigen  Team  haben  wir gezielt  darauf  hin gearbeitet  und  wir  brauchen  uns  heute  nur  umzusehen  und  wir  realisieren,  dass  wir etwas  geschafft  haben,  was  die  Menschen  begeistert  und  dem  Skisport  einen Mehrwert bringt“.

Einige Zahlen und Fakten zum Rennen
Wetter: strahlender Sonnenschein, klarer Himmel
Temperaturen: am Morgen bei -15°, beim zweiten Lauf um die -5°
Freiwillige Helfer vor Ort: rund 500
Publikum: geschätzte 5.000 bis 6.000

Skiworldcup Kronplatz

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