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Federica Brignone und der Ärger über eine Hundertstelsekunde

Federica Brignone und der Ärger über eine Hundertstelsekunde (Foto: © Archivio FISI Alessandro Trovati - Pentaphoto)

Federica Brignone und der Ärger über eine Hundertstelsekunde (Foto: © Archivio FISI Alessandro Trovati – Pentaphoto)

Sicher können Sie sich noch an den Super-G der Damen in La Thuile erinnern. Federica Brignone zeigte mit Startnummer 7 einen starken Lauf, und reihte sich im Ziel eine Hundertstelsekunde hinter der der Vorarlbergerin Nina Ortlieb, und sechs Hundertstelsekunden vor der Schweizerin Corinne Suter, auf dem zweiten Platz ein.

Damit hatte die Italienerin achtzig wichtige Weltcuppunkte für den Gesamtweltcup eingefahren. Trotzdem war der Ärger über den verpassten Sieg groß. Warum, zeigt sich nun nach der Absage des Ski Weltcup Finale in Cortina d’Ampezzo.

Wäre Brignone nur um eine Hundertstelsekunde schneller gewesen, hätte sie sich zeitgleich mit Nina Ortlieb den Sieg geteilt und, statt 80 Punkten, 100 Zähler ihrem Konto gutschreiben können. Eine Hundertstelsekunde schneller und sie wäre seit gestern Super-G-Weltcupsiegerin 2019/20.

Diese eine Hundertstelsekunde hat den Zweikampf zwischen Corinne Suter und Federica Brignone entschieden. Die kleine Super-G Kristallkugel geht in die Schweiz. Nach sechs Super-G Rennen in der Ski Weltcup Saison 2019/20 hat am Ende Corinne Suter 19 Weltcuppunkte mehr auf dem Konto als die Italienerin.

Im Riesenslalom Weltcup führt, nach sechs von sieben Rennen, weiterhin Federica Brignone mit 407 Punkten. Petra Vlhova (333) konnte den Rückstand etwas verringern und ist an Mikaela Shiffrin (314) vorbeigezogen.

Federica Brignone, die sich zurzeit in Schweden auf die letzten Rennen der Saison 2019/20 vorbereitet, ist nun die Top-Favoritin für den Gesamtweltcup: „Im Nachhinein tut die Hundertstelsekunde doch etwas weh. Noch mehr schmerzt aber die Absage des Ski Weltcup Finale. Im Gesamtweltcup ist noch nichts entschieden, die letzten drei Rennen werden die Entscheidung bring. Ich hätte diese tolle Saison, egal wie sie endet, sehr gerne vor unseren Fans in Cortina abgeschlossen. Es wären Feiertage für das ganze Team gewesen.“

Wenn man die Absage realistisch sieht, spielt diese der 29-Jährigen in die Karten. Sie kann als erste Italienerin spätestens am kommenden Samstag beim Slalom von Are den Gesamtweltcupsieg klarmachen. Hier hat Federica Brignone (1378 Weltcuppunkte) die besten Karten. Mikaela Shiffrin (1225), die wahrscheinlich in Are in den Ski Weltcup zurückkehrt, hat bei drei ausstehenden Rennen einen Rückstand von 153 Punkten. Die Slowakin Petra Vlhova (1189) hat nur noch Außenseiter Chancen.

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