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Felix Neureuther, der Deutsche, den auch die Österreicher lieben

Felix Neureuther, der Deutsche den auch die Österreicher lieben (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Felix Neureuther, der Deutsche den auch die Österreicher lieben (Foto: Walter Schmid / Skiweltcup.TV)

Mainz/Garmisch-Partenkirchen – Der deutsche Skirennläufer Felix Neureuther trat vor kurzer Zeit vom alpinen Skirennsport zurück. Er konnte nach eigenen Informationen gar nicht so richtig abschließen. Erst in der warmen Jahreszeit, wenn er aufsteht und denkt, dass er trainieren müsse, wird es ihm bewusst werden.

Der seit gestern 35-Jährige, der vor 14 Jahren bei der Ski-Weltmeisterschaft die Goldmedaille im Mannschaftsbewerb gewonnen hat, ist glücklich dass er seinen Kindheitstraum verwirklichen und lange ausleben dufte. Auf seinen langjährigen Gefährten und Rivalen Marcel Hirscher hat er keinen Groll. Im Gegenteil war es ihm eine Ehre mit dem achtfachen Gesamtweltcupsieger seine Zeit im Skiweltcup verbringen zu dürfen, auch wenn dieser hin und wieder etwas dagegen hatte, dass er selbst auf die oberste Podeststufe steigen durfte.

Neureuther wäre nicht Neureuther, wenn er nicht zum Dopingskandal Stellung beziehen würde. Im ZDF-Sportstudio berichtete der Deutsche, dass ihm die Worte fehlen würde. Die Methode des Blutdopings graut ihm. Ferner hat er Zweifel, dass illegale Mittel für eine schnellere Regeneration von Nutzen sein würden.

Auch wenn der Name Neureuther schon vor seinem Karrierestart im Skiweltcup bekannt war, vor allem wenn dann die Mutter noch Rosi Mittermaier heißt, war der Druck der auf ihn lastete schon groß: „Ich hatte ja keine Ahnung was mich erwartet, ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Wenn du da nicht sofort ablieferst und die Erfolge hast, dann kommt der Druck.“

Im Kreise seiner Familie konnte Felix abschalten, hier ging es nicht um gute Platzierungen, sondern um den Spaß am Skifahren. Aber wer erfolgreich sein möchte, muss auch hart arbeiten, das ist ihm in Laufe seiner Karriere mehr als bewusst geworden.

Und wenn man ein Fazit am Ende seiner aktiven Laufbahn als Rennsportler ziehen möchte, sieht man einen mit sich zufriedenen Mann, der diese Zufriedenheit auch nach außen ausstrahlt. Er ist nicht mehr nur der Sohn von Christian und Rosi, ganz im Gegenteil ist er einer der beliebtesten und authentischsten Sportler in Deutschland, der auch im benachbarten Ausland für seine Art geliebt und geachtet wird. Nicht ohne Grund hat man Felix Neureuther in der österreichischen Presse das Prädikat „Lieblingsdeutscher“ verliehen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.laola1.at

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