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Felix Neureuther: Im Februar 2013 kommt es zur Revanche von Cordoba

Felix Neureuther freut sich auf die SKI WM in Schladming

Felix Neureuther freut sich auf die SKI WM in Schladming

Planegg – Nach Lena Dürr bereitet sich der Torlaufspezialist Felix Neureuther auf eine weitere Disziplin langsam, aber sicher vor. Und bei ihm ist das der Riesentorlauf. Der Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther möchte auch hier erfolgreich sein. Die neuen Skier kommen ihm hierbei sehr entgegen. Außerdem verriet der 28-Jährige, wieso bei der Weltmeisterschaft in Schladming die österreichischen Ski- (und vielleicht auch Fußball-)fans warm anziehen müssen.

Felix, die neue Saison steht vor der Tür. Ist es für ein dich Ziel, im Riesentorlauf sukzessive nach vorne zu kommen?

Auf alle Fälle. Es ist vor allem eine Riesenchance in diesem Jahr, vom Material und von den Veränderungen im Ski-Weltcup her. Es hat jeder die Möglichkeit, besser als die anderen und dennoch vorne zu sein. Ich habe sehr intensiv Riesentorlauf trainiert und freue mich auf Sölden. Ich bin gespannt, wie es den anderen Jungs und mir geht. Man trainiert zwar mit den anderen, aber so richtig sieht man den Leistungsstand erst bei den Rennen.

Glaubst du an einen Neustart, speziell im Riesentorlauf?

Was heißt Neustart? Ich glaube, dass die Jungs, die bis jetzt schnell waren, weiterhin schnell sein werden. Diejenigen, die es bis jetzt nicht nach ganz vorne geschafft haben, wollen natürlich bereit sein, um die Lücke nach vorne zu schließen. Dazu zähle ich mich auch, und bis jetzt ist es mir bei der Vorbereitung recht gut ergangen. Von daher bin ich gespannt.

Was ist jetzt anders mit den neuen Skiern? Muss man anders fahren oder was muss man anders machen?

Das Entscheidende bei den neuen Skiern ist es, dass man den Schwungansatz ganz exakt trifft. Man muss noch aggressiver und einen noch brutaleren Kniewinkel fahren, damit man die Skier um die Ecke bekommt. Das macht das Ganze umso schwieriger. Ob es auch sicherer, was Verletzungen betrifft, ist, lassen wir mal dahingestellt.

Es ist ein etwas anderes Skifahren. Wenn die Verhältnisse hart sind, wird man daheim vor dem Fernseher keine großen Unterschiede feststellen. Ist es hingegen weich, kann man mehr erkennen.

Felix, ist es – deinen Erzählungen zufolge – eine Fahrweise, die dir liegt?

Ich hatte anfänglich einige Bedenken, als ich endlich mit den Skiern gefahren bin. Doch habe ich mich gut auf das neue Material eingestellt und denke schon, dass die Lücke nach vorne kleiner geworden ist. Man wird dann sehen, wie das bei den Rennen aussieht.

Ist das ein Balanceakt, wenn man so intensiv Riesentorlauf trainiert und den Slalom so quasi mitzieht?

Ich habe – wie gesagt – viel Riesentorlauf trainiert, viel mehr als Slalom. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein und kann man für den Slalom mitnehmen. Im Torlauf hatte ich immer das Problem, nicht genug stabil zu sein, und so glaube ich, dass die neuen Riesentorlauf-Skier mir entgegenkommen werden. Man wird stabiler und kompakter.

Wenn man die Trainer hört, hat man bei den Damen Bedenken und ist bei den Herren entspannt, wenn es um den Nachwuchs geht. Viele junge Athleten kommen nach…

Das ist interessant mit anzusehen. So eine Situation habe ich mir immer schon gewünscht. Jetzt ist es endlich so weit. Mit Stefan Luitz haben wir einen ganz jungen Burschen dabei, der sehr, sehr schnell fahren kann. Der Fritz (Dopfer, Anm. d. Red.) hat ja bekanntlich den Sprung geschafft, und wir hoffen, dass noch weitere junge Athleten nachkommen. Derzeit sind wir zu fünft, und jetzt können wir auch einmal nachmittags Fußball spielen. Früher hat man immer alleine mit dem Ball jonglieren müssen.

Wie schaut das bei den anderen Nationen aus, wenn man nun als Team anreist und nicht alleine Ansprechpartner ist?

Ja, das ist schön. Wir haben früher oft mit den US-Amerikanern und den Österreichern trainiert. Jetzt haben wir selbst eine kleine, gute Truppe vorzuweisen, und wenn wir jetzt mit den anderen trainieren würden, könnte es zu viel werden.

Und, Felix, was sind deine besonderen Ziele für die bevorstehende WM-Saison 2012/2013?

Also ich glaube, dass wird eine Riesen-Weltmeisterschaft in Schladming geben. Das ist das absolute Highlight der Saison, schon von der Stimmung und von der Atmosphäre her. Ich persönlich freue mich sehr. Bis dahin möchte ich gut, konstant und schnell fahren. Ich weiß, dass die Österreicher in Schladming vor heimischer Kulisse enorm unter Druck stehen werden. Darüber hinaus hoffe ich, dass ich als „Piefke“ das „Debakel von Cordoba“ dort vergessen machen kann.

Bericht für Skiweltcup.tv vom DSV-Medientag 2012: Andreas Raffeiner

 
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