19 Oktober 2019

Felix Neureuther kann in punkto Klimawandel Peter Schröcksnadel nicht verstehen

Felix Neureuther kann in punkto Klimawandel Peter Schröcksnadel nicht verstehen
Felix Neureuther kann in punkto Klimawandel Peter Schröcksnadel nicht verstehen

Sölden – Am kommenden Wochenende steht in Sölden der Beginn der Ski Weltcup Saison 2019/20 auf dem Programm. Richtig viel Schnee liegt in den Bergen nicht. ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel erzählt, dass rund um das derzeit heiße Thema Klimakrise viel Panik gemacht und dass der Skirennsport keinerlei Probleme bekommen werde.

DSV-Alpinchef Wolfgang Maier ist anderer Meinung. Er berichtet im Gegensatz zum ranghohen rot-weiß-roten Sportfunktionär, dass die Athleten und alle Trainer das spüren. Ralf Roth, Leiter des Instituts für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule in Köln geht sogar weiter und betont, dass sich der Wintersport durch den Klimawandel grundsätzlich verändern müsse.

Auch wenn im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember viele Fans kommen, sollte man in den schneegefährdeten Gebieten weniger Rennen austragen. Da gibt es einige Skinationen, die mit Geldern jonglieren. Der italienische Skiverband hat über eine Million Euro ausgegeben, damit nahezu 100 Athletinnen und Athleten in Südamerika trainieren können. Das Budget des DSV hingegen reicht angesichts dieser horrenden Summe nicht einmal für die ganze Saison.

Wenn in den alpinen Skigebieten kein Schnee mehr fällt, gibt es auch keine Talente in diesem Sport. Forscher prognostizieren dass das Jahresmittel im Alpenraum und in den kleinen Gebirgsketten bis 2100 um weitere zwei Grad steigen wird. Die LMU hat herausgefunden, dass die Zugspitze in gut drei Jahrzehnten das einzige deutsche Skigebiet ist. In Norwegen werden Schneekanonen aufgestellt, um einer kalten Jahreszeit ohne Frau Holles ausgeschüttelte Betten entgegenzuwirken.

Der einstige Skirennläufer Felix Neureuther, der nun für die ARD als Experte auftritt, erkennt die dramatische Lage in den Gletschern. Es wäre falsch zu behaupten, dass es den Klimawandel nicht gibt. Daher kann der frühere DSV-Edeltechniker den Aussagen des US-amerikanischen Staatspräsidenten Donald Trump und des ÖSV-Präsidenten Schröcksnadel nichts abgewinnen. Fakt ist eins: Man muss sich dem Wandel anpassen. Das ist beinahe schon eine Grundprämisse. Doch über das Wie muss man sich nun den Kopf zerbrechen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sportschau.de

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