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FIS-Interview mit Stephanie Brunner: „Mich wirft nichts so schnell aus der Bahn.“

FIS-Interview mit Stephanie Brunner: „Mich wirft nichts so schnell aus der Bahn.“ (Foto: Tux.at)

FIS-Interview mit Stephanie Brunner: „Mich wirft nichts so schnell aus der Bahn.“ (Foto: Tux.at)

Tux – Die Österreicherin Stephanie Brunner ist eine Kämpferin. Nach ihrer Verletzung stand sie bereits auf den Skiern und möchte noch stärker im Weltcup fahren. Die Tirolerin, die im Riesentorlauf ihre besten Rennen fährt, stand der FIS in einem kleinen Interview Rede und Antwort.

Du hattest eine der besten Saisonen in deiner Karriere, vor allem, weil du von schweren Knieverletzungen zurückgekommen bist. Du bist mit einem dritten Platz im Riesenslalom von Killington auf dein erstes Weltcup-Podium gefahren und hattest drei Ergebnisse unter den besten Sechs erzielt. Apropos gute Erinnerungen: Wie hast du dich gefühlt, als du als Dritte ins Ziel gekommen zu sein, nur zwei Rennen nach deiner letzten Verletzung?

Ich konnte es eigentlich nicht realisieren. Die ganze harte Arbeit im Sommer hat sich endlich ausgezahlt, auch wenn ich nur wenige Skitage vor Saisonbeginn hatte. Aber ich habe immer an mich selbst und meine Fähigkeiten geglaubt.

Wie hart war der Weg nach dem ersten Kreuzbandriss zurück und wie hart war es nun nach der gleichen Verletzung, dich wieder zu motivieren?  

Natürlich war es sehr bitter, aber ich wusste, dass ich stärker zurückkommen und es schaffen konnte, mit all seinen Höhen und Tiefen. Die zweite Verletzung war für mich noch enttäuschender, da ich neben den Ski Weltcup Rennen auch die Ski-WM in Are verpasst habe. Trotzdem ließ ich mich nicht unterkriegen und investierte all meine Energie in meine Reha. Bisher habe ich immer gezeigt, dass ich nach Verletzungen noch stärker zurückkehren kann.

Was war dein erster Gedanke, als du herausgefunden hast, dass du dir dein linkes Knie verletzt hast?

Ich kann diese Gedanken nicht wirklich in Worte fassen. In zehn Monaten erlitt ich zwei Kreuzbandrisse und Meniskusverletzungen. Natürlich war ich am Anfang schockiert, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass mich nichts so schnell aus der Bahn werfen kann.

Wie war deine Reha, und seit wann bist Du wieder auf Schnee unterwegs?  

Ich habe meine Reha im Olympiastützpunkt Innsbruck gemacht und es lief sehr gut. Ich kann in meinem körperlichen Training schon wieder alles machen und ich bin sehr froh, dass ich in der Gruppe wieder trainieren kann. Da alles in die richtige Richtung ging, konnte ich diesen Monat wieder auf Schnee arbeiten.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht, seitdem du gezwungen wurdest, eine Pause vom Skifahren einzulegen? Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

Ich habe nicht wirklich viel Freizeit. (lacht) Mein Trainingsplan ist ziemlich voll. Aber wenn ich frei habe, bin ich gerne in den Bergen oder mache am liebsten etwas mit Freunden.

Du bist im Ski Weltcup für das große Tattoo auf deinem Arm ziemlich berühmt. Was bedeutet es für dich? Hast du noch andere?

Es ist ein Löwentattoo. Der Geist des Kampfes hat in meinem Leben eine große Bedeutung. Manchmal funktioniert es nicht so, wie du es willst, aber aufgeben ist für mich nie eine Option. Das ist es, was ich mit diesem Tattoo verbinde – und ja, ich habe noch drei andere Tattoos.

Du bist ein sehr zurückhaltender Mensch und von deinen sozialen Medien können wir nicht viel sehen, was natürlich in Ordnung ist. Wie würdest du dich selbst beschreiben? Was sind deine Geheimnisse?

Das ist wahr. Ich poste nicht viele persönliche Dinge über Social Media. Das bedeutet nicht wirklich, dass ich eine ruhige und zurückhaltende Person bin. (lacht) Ich bin eine Person, mit der man jederzeit Spaß haben kann. Ich bin jedoch ein sehr starker und ehrlicher Mensch, und ich sage immer meine eigene Meinung.

Quelle: www.fis-ski.com

Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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