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FIS-Renndirektor Markus Waldner über die Neuigkeiten der kommenden Saison

FIS-Renndirektor Markus Waldner über die Neuigkeiten der kommenden Saison

FIS-Renndirektor Markus Waldner über die Neuigkeiten der kommenden Saison

Sölden – In Sölden beginnt mit dem traditionellen Riesenslalom Ende Oktober die neue Ski Weltcup Saison 2019/20. Der Südtiroler Markus Waldner erzählte die Neuheiten, die im neuen Winter anstehen. Auf den hohen Sportfunktionär warten viele Arbeiten. Zuerst musste er den Kalender fixieren und die Inspektionen in den verschiedenen Weltcuporten durchführen. Es schien so als die Kombibewerbe keine Zukunft haben, doch auf dem FIS-Kongress im kroatischen Dubrovnik schienen sie wieder auf. Der Weltcupzirkus debütiert in China und auch in Japan finden Rennen statt. Selbst wenn sich die Athleten weniger Rennen und weniger Transfers wünschen, wurden im bevorstehenden Winter 46 Herren-Rennen angesetzt.

Die FIS entschied sich ferner, den Slalomklassiker in Madonna di Campiglio erst nach Neujahr anzusetzen. Früher fand er immer kurz vor Weihnachten unmittelbar nach dem Südtirolwochenende statt. Waldner tut es leid, dass in Wengen und in Hinterstoder keine Super-G’s ausgetragen werden.

Es wird eine neue Rangliste für Parallel-Rennen eingeführt. Die Parallel World Seeding List (PWSL). Alle parallelen Wettbewerbe werden mit einem Qualifikationsrennen durchgeführt, bei dem 32 Athleten an den Start gehen. Die 16 besten Athleten qualifizieren sich für das Finale und sammeln Weltcup-Punkte sowie die Athleten, die im Qualifikationsrennen auf den Plätzen 17 bis 30 landeten. 2 TeilnehmerInnen bleiben demnach ohne Weltcuppunkte. Das Parallelrennen wird im KO-System mit 2 Läufen in jeder Runde durchgeführt, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Die Laufzeiten werden länger Zeit und man glaubt, die Probleme für das Fernsehen mit zu langen Pausen zu lösen. Man will vielleicht ein Loch mit der Platzierungsrunde, wenn es für die Athleten um die Positionen fünf bis acht geht, abdecken.

In Bezug auf die Rennen in China berichtet Waldner, dass er bereits zweimal dort war. Im September wird er wieder ins Reich der Mitte reisen. Anfang November versicherten die Chinesen, dass ein großer Teil der Arbeiten abgeschlossen sein wird. Probleme stehen auch an. So ist der Berg Yanqing immer dem Wind ausgesetzt und es schneit praktisch nie. Die Organisatoren kennen die Prozedur und werden mit Kunstschnee arbeiten. Organisiert haben die Leute im bevölkerungsreichsten Staat der Erde noch nie ein Weltcuprennen. Nur ein paar Slaloms und Riesentorläufe im Asien-Pokal und die kann man mit einem Rennen auf hohem Niveau nicht vergleichen. In buchstäblich letzter Minute wird eine FIS-Delegation mit dem Südtiroler vor Ort sein und zuversichtlich bleiben.

Auf den Saisonkehraus in Cortina d’Ampezzo angesprochen, ist Waldner entspannter. Er sieht keine Probleme im WM-Ort von 2021. Es gibt ein paar Veränderungen in der Streckenführung, aber es geht hauptsächlich darum, einen Zielort zu schaffen, der logistisch gesehen für jede Disziplin geeignet ist. Die Veranstalter machen eine gute Arbeit und möchten alles tun, damit der Riesentorlauf schön und hart wird. Auch wird eine neue Seilbahn am Col Drusciè die Fans zum Zielstadion bringen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: raceskimagazine.it

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