13 Dezember 2019

Für Clement Noel ist das Rennen in Val d’Isère etwas ganz Spezielles

Für Clement Noel ist das Rennen in Val d’Isère etwas ganz Spezielles
Für Clement Noel ist das Rennen in Val d’Isère etwas ganz Spezielles

Val d’Isère – Wenn der 22-jährige französische Slalomspezialist Clement Noel in Val d’Isère an den Start geht, kommen in ihm Emotionen hoch. Er kehrt in seine einstige Wahlheimat zurück. Der Shootingstar des vergangenen Winters lebte drei Winter lang bei Odile und Patrick Chevallot, einer Gastfamilie. Noel verließ früh seine eigentliche Familie, denn er besuchte auch das Skigymnasium im Olympiaort Albertville.

In kurzer Zeit avancierte das Talent aus Frankreich zu einem der besten Torläufer überhaupt. In der letzten Saison feierte er Ski Weltcup Siege in Wengen, Kitzbühel und Soldeu. Trotz aller Errungenschaften ist der junge Franzose bescheiden und bodenständig geblieben. Diese Charaktere zeichnen ihn aus. Er weiß, dass nach dem Karriereende von Marcel Hirscher die Anzahl der Konkurrenten groß ist. Henrik Kristoffersen ist da ein Name, aber auch die Schweizer Daniel Yule und Ramon Zenhäusern sind schnelle Athleten. Und den Teamkollegen Alexis Pinturault muss man immer auf dem Zettel haben.

Noel ist außerdem ein ruhiger Charakter. Er ist abgeklärt und denkt weit voraus. Er ist intelligent und wirkt gar nicht abgehoben. Die Besonnenheit und stoische Ruhe ist fast schon symptomatisch für den sympathischen Mann aus dem Kreise der Equipe Tricolore. So fokussiert er sich auf den Renntag und vergisst alles, was ihm nicht wichtig erscheint. Hochkonzentriert geht er an den Start.

Die Rückenprobleme in Argentinien zwangen ihn zu einer vorzeitigen Heimkehr aus dem Sommertrainingslager. Doch Noel gab nicht auf. Er spulte viele Physiotherapiestunden ab. Diese waren sehr erfolgreich; der zweite Platz zum Saisonauftakt in Levi spricht eine deutliche Sprache. Da die Rückenschmerzen ein bisschen anhalten, will er vorerst nur im Torlauf punkten. Vielleicht geht sich im Laufe der aktuellen Saison ein Start bei einem Parallelbewerb oder einem Riesenslalom aus. Die zuletzt angeführte Disziplin ist ein langfristiges Ziel.

Da am Sonntag nur ein kleines Training ansteht und der Slalom auf den Samstag vorgelegt hat, weiß Noel, was er tut. Ein Besuch bei seinen „Zieheltern“ Odile und Patrick Chevallot darf nicht fehlen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.vaterland.li

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