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Für FISI-Präsident Flavio Roda ist die Verschiebung der SKI-WM unabdingbar.

Für FISI-Präsident Flavio Roda ist die Verschiebung der SKI-WM unabdingbar. (Foto: © Archivio FISI)

Für FISI-Präsident Flavio Roda ist die Verschiebung der SKI-WM unabdingbar. (Foto: © Archivio FISI)

Mailand – In den letzten Tagen bat der italienische Wintersportverband FISI die FIS, die Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo auf März 2022 zu verlegen. Alle haben große Arbeit geleistet. Das betrifft nicht nur die neuen Strecken, sondern auch die Logistik. Bereits in der letzten Saison musste man wegen der Corona-Krise das Ski Weltcup Finale 2019/20 absagen, was einen schweren wirtschaftlichen Schaden mit sich brachte. Eine weitere Absage, bei der Ski-WM 2021, könnte sich weder die FISI noch der Veranstalter finanziell leisten.

Die italienischen Skifunktionäre haben über viele Szenarien nachgedacht. Die Kosten im Falle einer Stornierung könnte eine Tragödie mit sich bringen. Bei einer Absage würde man auf den Kosten von bis zu 30 Millionen Euro sitzen bleiben. Ein nicht wieder gutzumachendes Desaster für den Veranstalter, der mit haftenden FISI und auch für die Winter-Destination Cortina d’Ampezzo. Daher haben Roda und Co. die FIS gebeten, die Ski-WM auf 2022 zu verschieben.

Österreich und Deutschland sollen den Vorschlag oder vielmehr die Hilfestellung unterstützt haben. Auch wenn mit der Ski-Weltmeisterschaft und den Olympischen Winterspielen zwei Großereignisse aufeinanderfolgen, und dies sicher nicht im Sinne des Sports ist, sieht Roda keine andere Möglichkeit.

FIS-Präsident Gian Franco Kasper kennt die neue Terminplanung seit Tagen. Bei einer Verschiebung müssen viele Aspekte beachtet werden. Natürlich spielt auch der mögliche finanzielle Verlust, bei der Vergabe der Fernsehrechte eine wichtige Rolle. Auch der FIS-Kalender für diese Ski Weltcup Saison, aber auch für das Folgejahr, müsste noch einmal überarbeitet werden. Sollte die WM um ein Jahr nach hinten geschoben werden, könnte man in Cortina beispielsweise einen Testbewerb für die Weltmeisterschaft abhalten.

Hier gibt es jedoch bereits die ersten Einwände. Wie kann es sein, dass ein Testbewerb ausgetragen werden kann, aber es für die Ski-WM 2021 keine andere Möglichkeit als die Verschiebung gibt. Bis zur endgültigen Entscheidung am 1. Juli 2020 werden sicher noch einige Gespräche zwischen dem italienischen Skiverband und der FIS stattfinden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: neveitalia.it, fantaski.it

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