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Für Hannes Reichelt kommt das neue RTL-Radius-Regelwerk zu spät

© Kraft Foods / Hannes Reichelt

© Kraft Foods / Hannes Reichelt

Radstadt – Die Skirennläufer werden ab dem Ski-Winter 2017/18 zu einem kürzen Radius bei den RTL-Skiern zurückkehren. Vor vier Jahren wurde er erweitert. Der Österreicher Hannes Reichelt, seines Zeichens amtierender Super-G-Weltmeister, betonte, dass 35 Meter einfach zu viel waren. Überdies meinte der Skirennläufer aus dem Salzburger Land, dass man nicht den Fehler machen dürfe, den Torabstand aus diesem Grund zu verkleinern.

2012 wollte die FIS mit der Radiusverlängerung das Verletzungsrisiko verringern. Gar einige sprachen bei diesem Schritt von dem Ende des Carving-Zeitalters. Einige kräftige Nachwuchsathleten litten, durch die Radiusverkürzung unter gesundheitlichen Problemen. Auch der Rücken wurde oft in Mitleidenschaft gezogen. So gesehen ist Reichelt mit dem Entschluss beim letzten FIS-Kongress im mexikanischen Cancún mehr als nur zufrieden. Was gesundheitliche Probleme betrifft, ist der Routinier kein unbeschriebenes Blatt. Wegen einer Bandscheiben-OP musste er unter Tränen die Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi 2014 absagen, nachdem er nach dem Sieg in Kitzbühel berechtigte Chancen auf Edelmetall im Zeichen der fünf Ringe hatte.

Am morgigen Dienstag wird Reichelt, der bei der FIS als Athletensprecher für die Anliegen der Ski-Stars ein offenes Ohr finden möchte, 36 Jahre alt. Für ihn kommen die gesetzten Maßnahmen zu spät. Nichtsdestotrotz will er bis zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea fahren. Daher hat er bei Salomon einen Vertrag bis zu jenem Zeitpunkt unter Dach und Fach gebracht.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: www.tt.com, www.laola1.at, www.krone.at

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