7 Juni 2019

Für Manuel Feller ist der „neue“ Parallel-Bewerb-Modus noch nicht ausgereift

Für Manuel Feller ist der „neue“ Parallel-Bewerb-Modus noch nicht ausgereift (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)
Für Manuel Feller ist der „neue“ Parallel-Bewerb-Modus noch nicht ausgereift (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)

Kitzbühel – Der österreichische Skirennläufer Manuel Feller kritisiert den Weltskiverband FIS. Der 26-Jährige beschreibt die Verlängerung des schon dichten Rennkalenders als zu gefährlich. Selbst den Umgang mit den Parallelrennen findet der Tiroler als inakzeptabel.

Mehr noch: Feller betont, dass ein Boxer beispielsweise zwei Saisonkämpfe bestreitet und Fußballer drei Spiele pro Woche abspulen. Nur die Skirennläufer werden dazu aufgefordert, in einer Woche an vier unterschiedlichen Orten Rennen auszutragen. Das ist in den Augen des Slalom- und Riesentorlaufspezialisten alles andere als gut.

Feller weiter: „Die ökonomische Denkweise der FIS ist verständlich, aber man hat eine rote Linie überschritten. Die Entscheidungen werden von Leuten herbeigeführt, die von Skirennsport keine Ahnung haben.“ Wenn man in der abgelaufenen Saison das dichte Programm nach den Welttitelkämpfen in Åre ansieht und dann gleich nach Bulgarien fährt, versteht man die Argumentation des Österreichers.

Die Rennen in Japan bereiten Feller kein Kopfzerbrechen. Man hat auch hier eine Woche Vorbereitungszeit. Jedoch kurz aufeinanderfolgende Rennen auf mehrere Länder verteilt sind zu viel des Guten. Da der Tiroler keine FIS-Punkte in der Abfahrt hat, kann er nicht an einer alpinen Kombination starten. Des Weiteren sieht der Skirennläufer das Parallelrennen als unfertige Disziplin.

In der Vergangenheit wurden viele Sachen angesprochen. Eine richtige Änderung fand jedoch nicht statt. Das ist die Aussage von Fellers Teamkollege Marco Schwarz. Der Kärntner beklagt sich, dass die Athleten kaum Gehör finden. In der Summe sind sie nur Spieler auf dem Feld und nicht jene, die das Match leiten.

Zurück zu Feller: Es ist sicher eine gute Veranstaltung, die inmitten der Zentren den Fans Spaß macht und für eine coole Atmosphäre sorgt, aber man muss das Ganze zu Ende denken. Wenn der Stress im Vordergrund steht, ist das Ganze keinesfalls sinnvoll. Momentan spult Feller einen Konditionskurs in der Kitzbüheler Gegend ab. Ende Oktober beginnt in Sölden der Winter 2019/20 mit einem Riesentorlauf. Der Lokalmatador will mit einem guten Ergebnis in die neue Saison starten.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: www.spox.com, www.laola1.at

Verwandte Artikel:

Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika
Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika

Innsbruck – Am gestrigenDienstag wurden die Container für das chilenische ÖSV-Trainingslager verladen. Die Herren nehmen zehn Tonnen Material mit; für gut 60 Athleten werden 1000 Paar Skier nach Südamerika geflogen. Neben Torstangen, Zeitmessungsanlagen wird auch das Material für die optimale Präparierung der Latten auf die weite Reise geschickt. Alpinchef Herbert Mandl spricht davon, dass die… Herbert Mandl und der ÖSV betreiben großen Aufwand und senden viel Material nach Südamerika weiterlesen

In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino
In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino

Cuneo/Ushuaia – Nach den mitunter katastrophalen Bedingungen auf den europäischen Gletschern sehen sich die Ski Weltcup Gruppen der italienischen Ski-Nationalmannschaften gezwungen, nach Südamerika zu reisen. In Ushuaia erleben sie winterliche Verhältnisse; ein mehr als zufriedenstellendes Training, auch wenn sie beinahe unzählige Flugkilometer abspulen müssen, ist hier möglich. Marta Bassino und Federica Brignone werden die ersten… In Kürze beginnt die Ushuaia-Mission für Marta Bassino weiterlesen

ÖSV Talent Lukas Feuerstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison
ÖSV Talent Lukas Feuerstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison

Saas-Fee – Wenn man in der vergangenen Saison im Team Austria von einem Aufsteiger sprechen kann, trifft diese Aussage wohl auf den 21-jährigen Vorarlberger Lukas Feurstein zu. Der Skirennläufer, der mit Head-Skiern unterwegs ist, spulte in erfolgreicher Manier die ersten Schneetage auf dem Gletscher von Saas-Fee ab. Gemeinsam mit seinem Cousin Patrick teilt er das… ÖSV Talent Lukas Feurstein geht mit viel Optimismus in die kommende Ski Weltcup Saison weiterlesen

Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form
Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form

Saas-Fee – Die französischen Techniker um Slalom-Olympiasieger Clément Noël schlagen ihre Trainingszelte im schweizerischen Saas-Fee auf. Ursprünglich wollte das Kollektiv nach Zermatt reisen, doch dieser Gletscher mit dem Blick auf das stolz-erhabene Matterhorn wurde vorzeitig geschlossen. So müssen die Angehörigen der Equipe Tricolore in Saas-Fee ihre Spuren in den Schnee zaubern. Die US-Lady Mikaela Shiffrin… Clément Noël arbeitet in Saas-Fee an seiner Form weiterlesen

Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport
Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport

London – Wir erinnern uns alle noch an den Sieg des Ski Weltcup Rennläufers Dave Ryding, der mit seinem sensationellen Erfolg auf dem Kitzbüheler  Ganslernhang britische Skigeschichte geschrieben hat. Nun muss der Slalomspezialist eine bittere Pille schlucken. Im bevorstehenden Winter muss der britische Verband finanzielle Einschränkungen vornehmen; die Sportorganisation UK Sport kündigte an, die finanziellen… Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. leiden unter der Finanzschwäche von UK Sport weiterlesen