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Für Mina Fürst Holtmann ist der heutige zweite Rang (fast) wie ein Sieg

Für Mina Fürst Holtmann ist der heutige zweite Rang (fast) wie ein Sieg

Für Mina Fürst Holtmann ist der heutige zweite Rang (fast) wie ein Sieg

Courchevel – Bereits in den letzten Ski Weltcup Rennen konnte die 25-jährige Norwegerin Mina Fürst Holtmann ihre fahrerische Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit ihrem heutigen zweiten Platz beim Riesentorlauf in Courchevel verpasste sie knapp ihren ersten Sieg.

 

Mina Fürst Holtmann: „Ich bin unheimlich glücklich mit meinem zweiten Platz. Ich war nicht besonders aufgeregt. Natürlich macht man sich aufgrund des Ergebnisses etwas Druck, weil man sich gut platzieren möchte. Aber man sollte bei jedem Start etwas nervös und angespannt sein. Aber ich hatte im Starthaus alles im Griff. Wir haben wirklich ein starkes norwegisches Team, obwohl Ragnhild Mowinckel nicht dabei ist. Aber der Unterbau stimmt, und es kommen sehr viele gute Athletinnen nach. Scheinbar habe ich jetzt die Bürde der Teamleaderin.“

 

Doch wer ist Mina Fürst Holtmann? Die Wikingerin bestritt im November 2010 ihre ersten FIS-Rennen in ihrer Heimat. Beim Europäischen Olympischen Winter- und Jugendfestival in Liberec, das im Jahr 2011 über die Bühne ging, schied sie im Slalom und im Riesentorlauf aus.

Trotzdem gab sich die Nordeuropäerin nicht so schnell geschlagen. Im Dezember vor acht Jahren debütierte sie im Europacup. Im Slalom von Zinal verpasste sie jedoch den Einzug in das Finale der besten 30. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen im Innsbruck, die 2012 ausgetragen wurden, gewann sie mit ihren Mannschaftskolleginnen und -kollegen die Silbermedaille im Teambewerb.

Bei den Juniorenmeisterschaften in ihrem Land konnte sie mehrfach ihr Talent zeigen und siegen. Ende Januar 2015 debütierte sie im Weltcup. Bei der Abfahrt in St. Moritz schied sie aus; beim Super-G, der am Folgetag stattfand, holte sie als 29. zwei kleine Punkte. Mitte Februar 2015 tagte der Europacupzirkus in Davos. Hier freute sie sich über den dritten Platz. Bei den Junioren-Welttitelkämpfen in Hafjell gewann die Norwegerin vor heimischer Kulisse gleich drei Medaillen. In der Abfahrt gab es die Gold-, im Super-G die Silber- und in der Kombination die Bronzemedaille.

Unmittelbar vor dem Beginn der Ski Weltcup Saison 2015/16 zog sich die Wikingerin einen Beinbruch zu. Der Winter war somit schon allzu früh zu Ende. Doch Mina Fürst Holtmann gab zu keiner Zeit auf. Rückenprobleme verhinderten einen Start in der Folgesaison. Vor gut 26 Monaten feierte sie in Sölden ihr Comeback. Seitdem ging es langsam, aber stetig aufwärts. Im Dezember 2018 wusste sie im Slalom von Semmering mit Rang neun zu überzeugen. Das war gleichzeitig ihr erster Top-10-Platz.

Mit dem heutigen Podestplatz hat Holtmann ein weiteres Kapitel ihres Karrierebuchs aufgeschlagen. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Errungenschaften, Kapitel und auch einige Siege folgen werden. Den ersten Schritt dazu hat sie in Courchevel gesetzt.

 

Daten und Fakten zum
3. Riesenslalom der Damen 2019/20 in Courchevel

FIS-Startliste 1. Durchgang – Start 10.30 Uhr
FIS-Liveticker der Damen 1. Durchgang
Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
FIS-Starliste 2. Durchgang – Start 13.30 Uhr
FIS-Liveticker der Damen 2. Durchgang
FIS-Endstand Riesenslalom Damen in Courchevel

** Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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