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Geografischer und skigeschichtlicher Exkurs über Sölden

© Ch. Einecke (CEPIX) / Geografischer und skigeschichtlicher Exkurs über Sölden

© Ch. Einecke (CEPIX) / Geografischer und skigeschichtlicher Exkurs über Sölden

Sölden – In wenigen Tagen beginnt der alpine Ski-WM-Winter 2016/17. Außerdem ist es die 50. Weltcupsaison, die am Rettenbachferner eröffnet wird. Doch wissen Sie genau, wo der Rettenbachferner liegt?

Er liegt hoch über Sölden; und Sölden liegt mit annähernd 3.300 Seelen im südlichen Teil des Tiroler Ötztals auf fast 1.400 Metern Seehöhe. Flächenmäßig ist das Dort die größte Gemeinde Österreichs. Der Fremdenverkehr ist die größte Erwerbsquelle schlechthin. Das ist nichts Neues. 15.000 Gästebetten sorgen für gut zwei Millionen Nächtigungen pro Jahr. Man muss aber auch wissen, dass der Tourismus seine Schattenseiten hat. Sölden mit seinen schier unzähligen Hotels und Schlafstellen hat seine Wesenheit eines Bergdorfes zuungunsten eines alpin-touristischen Baustils verloren.

Das Gemeindegebiet von Sölden umfasst die kleineren Ortschaften Gurgl, Heilkreuz, Vent und Zwieselstein; überdies grenzt der Ort an die Gemeinden Kaunertal, St. Leonhard im Pitztal, Längenfeld, Neustift im Stubaital, Ratschings, Moos in Passeier, Schnals, Mals und Graun im Vinschgau. Letztere fünf Gemeinden liegen in Südtirol.

Auf dem westlich von Sölden gelegenen Rettenbachferner werden die Riesentorlauf-Entscheidungen ausgetragen. Vor 23 Jahren wurden erstmals Weltcuprennen ausgetragen. Seit dem Winter 2000/01 findet der Saison Opening jährlich im Ötztal statt. Die Ausnahme bildet das Jahr 2006, damals wurden die Rennen wegen anhaltend warmer Witterung abgesagt. Vor fünf Jahren wurde die Herrenentscheidung wegen dichten Nebels vor dem zweiten Lauf abgebrochen.

Zum Streckenprofil. Der Start liegt auf fast 3.050 Metern Seehöhe, das Ziel liegt knapp 370 Meter darunter. Die Strecke weist eine Länge von nahezu 1.200 Metern auf. Im Jahr 2002 gab es mit der Österreicherin Niki Hosp, der Slowenin Tina Maze und der Norwegerin Andrine Flemmen einen

Im letzten Jahr gewann Ted Ligety aus den USA zum vierten Mal in Sölden. Der alleinige Rekordsieger kam vor dem Franzosen Thomas Fanara und dem Österreicher Marcel Hirscher ins Ziel. Bei den Frauen feierte die Italienerin Federica Brignone ihren ersten Sieg überhaupt. Zweite wurde die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, Dritte die Liechtensteinerin Tina Weirather.

Anna Veith verletzte sich einige Tage vor dem ersten Rennen schwer am Knie und konnte im Laufe der ganzen Saison nie ins Renngeschehen eingreifen. Die Slowenin Tina Maze, die auch einige Erfolge am Rettenbachferner erzielte, setzte ein Jahr aus. Ihre Zukunft liegt noch in den Sternen; in diesem Jahr werden einige große Namen nicht im Ötztal antreten. Als Beispiele können eben Maze und (noch) Veith, aber auch Lindsey Vonn, Viktoria Rebensburg, Taïna Barioz, Aksel Lund Svindal, Bode Miller und andere angeführt werden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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