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Geografischer und sporthistorischer Exkurs: Wo liegt Aspen?

FIS Alpine Weltcup Tour / Geografischer und sporthistorischer Exkurs: Wo liegt Aspen?

FIS Alpine Weltcup Tour / Geografischer und sporthistorischer Exkurs: Wo liegt Aspen?

Aspen – Aspen, im US-Bundesstaat Colorado gelegen, hat nicht einmal 7.000 Einwohner. Die Kleinstadt liegt rund 200 km südwestlich von Denver am Roaring Fork River. Aspen, einer der berühmtesten Wintersportorte der USA wurde im 19. Jahrhundert durch den Silberbergbau bekannt. Der österreichische Friedl Pfeifer sorgte mit seinem Skipioniergeist dafür, dass der Ort sich mit der Zeit zu einem Wintersportzentrum entwickelte. Aspen verbindet seit Jahren eine Städtepartnerschaft mit den drei Wintersportorten Chamonix (Frankreich), Davos (Schweiz) und Garmisch-Partenkirchen (Deutschland).

Im fernen Jahr 1950 wurden in Aspen die Ski-Welttitelkämpfe ausgetragen. Bei den Damen siegten die Österreicherinnen Trude Jochum-Beiser (Abfahrt) und Dagmar Rom (Slalom und Riesentorlauf). Der Super-G-Bewerb wurde erst viel später in das Programm aufgenommen. Bei den Herren gewann der Italiener Zeno Coló im Riesentorlauf und in der Abfahrt. Im Slalom hatte der Eidgenosse Georges Schneider knapp die Nase vorne.

Ende November blickt die Skiwelt traditionsgemäß nach Aspen. 2015 feierte die Tirolerin Eva-Maria Brem im Riesenslalom ihren ersten und bisher einzigen Weltcupsieg. Zweite wurde ihre – mittlerweile zurückgetretene – Teamkollegin Kathrin Zettel. Die Italienerin Federica Brignone, dank des Sölden-Erfolgs gegenwärtige Inhaberin des roten Leibchens in der Disziplinenwertung, wurde im Vorjahr Dritte.

Im Torlauf beendete Brems Landsfrau Niki Hosp eine lange Durststrecke. Sie feierte nach einer gefühlten Ewigkeit oder umgerechnet nach fast sieben Jahren wieder einen Sieg. Hinter der Außerfernerin klassierten sich die Schwedin Frida Hansdotter und Kathrin Zettel auf den Positionen zwei und drei. Überhaupt war Aspen ein gutes Pflaster für die Niederösterreicherin. Neben einem Ausfall, einem 15., 27. (alle 2004) und einem 21. Rang (2011) fuhr Zettel immer unter die besten Fünf.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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