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Hahnenkamm News: Der „Ganslernhang“ ein Klassiker

© hahnenkamm.com / Der "Ganslernhang" ein Klassiker

© hahnenkamm.com / Der „Ganslernhang“ ein Klassiker

Der Ganslernhang ist ein Klassiker. Es kann gesagt werden, eine Kultstätte des Slaloms. Bei Gründung der Hahnenkamm-Rennen wurde der Slalom am Hahnenkamm und auf der Ehrenbachhöhe ausgeflaggt. Ab 1937 kam der Ganslernhang erstmals in den Fokus und seither gibt es das Rennen auf diesem traditionellen Hang. Die offizielle FIS Startliste und den FIS Liveticker finden Sie im Menü oben!

Als heimtückisch bezeichnen die Rennläufer den Ganslernhang, schaut er doch zuerst gar nicht so steil aus. Dazu ist jeder Durchgang unterschiedlich, der Ganslernhang beinhaltet alle Geländevarianten. Kein Schwung gleicht dem anderen. Gleich vom Start weg muss der Rhythmus gefunden werden, nach dem Start gibt es einige Tore im Steilen, gefolgt von einem markanten Wegübergang, dem Goasweg, von dort sticht man über Hinterganslern, langgezogen nach rechts hinunter, dann fällt der Hang abrupt weg. Der Steilhang überrascht, mit seinen 70 Prozent , drehend nach links hängend, beißend, kann man sich nichts erlauben. Höchste Konzentration braucht man und dynamisch muss man hier fahren, um anschließend die große Welle beim Höhenweg und das stark kupierte Terrain zu erwischen. Gleich im Mittelteil, der Doppelwelle, ein extrem kurzer Geländewechsel in der Falllinie, zwei große Übergange, Wellen, die zweitsteilste Stelle mit 48 Prozent.

Die schwierigste Passage ist die Querfahrt, das kann man nicht trainieren. Thomas Sykora: „Das Publikum ist so nah an der Rennstrecke, 1996 wurde ich von einem Blitzlicht geblendet, dass ich kurze Zeit sogar blind war.“ Der Hang fällt extrem nach links weg, das Publikum zum Greifen nahe an der Strecke, rein in die Kompression, dort lebt der Rennläufer vom Tempo aus der Schrägfahrt und plötzlich macht es einen „Turn“ um 90 Grad nach links (Stadl-Kurve). Einerseits muss man die Geschwindigkeit dosieren, anderseits darf man nichts verlieren. Von dort geht es runter ins „Talei“, Richtung Ziel, eine kurze Kuppe, rein in das Flachstück, nun macht sich bemerkbar, ob das Tempo beim Turn richtig dosiert wurde oder nicht. Die Skirennläufer bekommen hier die Fans vielfach zu spüren. Von den Naturtribünen links und rechts kommen die Zurufe, sie trommeln, singen, schreien aufmunternde Worte und applaudieren, eine Lautstärke wie beim Start eines Düsenjets schwingt auf die Rennstrecke.  Hier, im Flachteil vor dem Ziel, haben sich schon Tragödien über Sieg oder Niederlage abgespielt, hier weiß man, ob man alles richtig gemacht hat oder nicht. Schließlich ist man im Ziel.

Ingemar Stenmark: Der König vom Ganslernhang

Mit fünf Slalomsiegen in Kitzbühel ist Ingemar Stenmark bis heute ungeschlagen und nahezu unerreichbar. Der Schwede gewann seinen ersten Slalom am Ganslernhang 1976, seine weiteren Kitz-Triumphe folgten 1977, 1981, 1982 und wurden mit dem fünften Sieg im Jahr 1983 gekrönt. Dann übernahm Marc Giradelli  (LUX) das Zepter am Ganslernhang: Er  gewann als einer der wenigen Athleten in der Geschichte der Hahnenkamm-Rennen drei Kitzbühel-Slaloms (1984, 1985 und 1991). Seither hat keiner mehr als zwei Siege im Hahnenkamm-Slalom geschafft. Der Finne Kalle Palander siegte 2003 und 2004, der Schwede Jens Byggmark gewann die beiden Slaloms von 2007, Jean-Baptiste Grange stand 2008 und 2011 auf dem obersten Siegestreppchen und der Deutsche Felix Neureuther 2010 sowie 2014.

Die weiteren Dreifach-Slalom-Sieger von Kitzbühel sind im Übrigen Anderl Molterer (1953, 1958, 1959), Jean-Claude Killy (1965, 1966, 1967) sowie Jean-Noel Augert (1971, 1972, 1973).

Quelle:  www.Hahnenkamm.com 

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