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Halbzeitführung für Mikaela Shiffrin beim Torlauf in Levi

Mikaela Shiffrin übernimmt Führung nach dem 1. Durchgang beim Slalom von Levi

Mikaela Shiffrin übernimmt Führung nach dem 1. Durchgang beim Slalom von Levi

Levi – Nun beginnt auch für die Slalomspezialistinnen der Winter. Im lappländischen Levi, gelegen nördlich des Polarkreises, nimmt die Weltcupsaison 2016/17 richtig Fahrt auf. Bei Eiseskälte müssen die Frauen zu Tal rasen. Zur Halbzeit führt die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin in einer Zeit von 56,09 Sekunden. Wahrscheinlich freut sie sich schon auf das Preisgeld von 45.000 Euro, die Patenschaft für ein Rentier, die Gesamtführung im Weltcup und ihren 20. Sieg bei einem Slalom. Auch wenn noch die Entscheidung aussteht, wird bei ihrer Fahrweise jedem warm ums Herz. Auch in Levi. Die offizielle FIS Startliste und den Liveticker für den Finallauf finden sie in der Navigationsleiste oben.

Shiffrin sagt zu ihrem ersten Durchgang: „Ich war schon ein bisschen nervös, aber jetzt fühle ich mich besser. Jede ist heute etwas nervös, zeigt nicht das beste Skifahren. Ich hoffe, dass ich im zweiten Lauf befreiter fahren kann.“

Offizieller FIS Zwischenstand:  Slalom der Damen in Levi

Auf dem Kurs, der zu den flacheren im Weltcupkalender zählt, belegen Frida Hansdotter aus Schweden und Wendy Holdener aus der Schweiz (+ je 0,72) ex aequo den zweiten Rang. Die Slowakin Petra Vlhová (+0,89) liegt auf Platz vier und somit zwei Positionen vor ihrer Landsfrau Veronika Velez Zuzulová (+1,33). Dazwischen, und das ist wohl die Sensation des ersten Laufs, liegt die Eidgenossin Melanie Meillard, die mit einem Rückstand von 1,14 Sekunden auf Shiffrin den fünften Platz belegt – und das mit Startnummer 40! Wir können gespannt sein, was sie uns im Finale zeigen wird.

Šárka Strachová (+1,58) aus der Tschechischen Republik peilt als gegenwärtig Siebte ihren siebten Top-10-Platz in Levi an. Beste Österreicherin ist derzeit Carmen Thalmann (+1,61). Die Kärntnerin belegt den achten Zwischenrang und analysiert ihren ersten Durchgang wie folgt: „Ich bin ganz zufrieden mit meinem Platz. Gefühlt habe ich mich alles andere als gut. Ich habe gehört, dass ich unten viel verloren habe – ich hoffe, dass ich das besser mache.“

Die besten Zehn des ersten Laufs werden von der norwegischen Athletin Nina Løseth (+1,63) und der Schwedin Anna Swenn-Larsson (+1,71) komplettiert. Thalmanns Landsfrau Michaela Kirchgasser (12.; +1,75) kann mit einem beherzten und schnellen zweiten Durchgang sicher noch einen einstelligen Rang belegen.

Das gilt auch für die beste DSV-Starterin im Feld. Lena Dürr (+1,80) hat die 13. Position inne und hat einen Vorsprung von sieben Hundertstelsekunden auf die Eidgenossin Michelle Gisin. Auf Rang 15 finden wir Manuela Mölgg (+1,96) aus Südtirol. Denise Feierabend (+2,44), die zu den routinierteren Swiss-Ski-Damen gehört, befindet sich momentan auf Position 22. Die Deutschen Marina Wallner (+2,18),  Maren Wiesler (+2,52) und die zeitgleichen rot-weiß-roten Katharina Gallhuber und Katharina Truppe (+ je 2,54) kratzen an den besten 20 des Feldes. Letztgenannte hatte einen Steher zu verbuchen und hätte ohne diesen Schnitzer mit einem weitaus besseren Zwischenresultat in den zweiten Durchgang des ersten Slaloms dieses Winters gehen können.

Gallhuber berichtet im Fernsehgespräch: „Ich habe mir gedacht, dass es ein bisschen eisiger ist. Im Steilen habe ich leider die zwei Fehler gemacht, sonst wäre es noch besser gewesen. Ich habe nicht so angreifen können, wie ich das wollte – warum, weiß ich noch nicht. Im Slalom fehlen mir schon die Trainings-Kilometer, das merke ich schon. Es ist gut zum Mitfahren, aber, wenn ich fahre, dann will ich ganz vorne mitmischen – und dazu fehlt noch etwas.“

Und Truppe ist verärgert: „Es war besser, als gedacht. Bis zum Fehler war ich gut unterwegs. Mir geht es schon am ‚Zaga‘, dass ich diesen Fehler hatte.“

Pech hatte Bernadette Schild. Sie ist im Finale nicht dabei. Die ÖSV-Dame betont im ORF-Interview: „Ich habe mir schon beim Start leider meinen Ski kaputt gemacht. Ich habe gleich gemerkt, dass ich keinen Grip habe – auch im Flachen nicht. Im Ziel habe ich gleichgesehen, dass die Kante hin ist – das kann leider passieren. Ich war eigentlich sehr gut eingestellt auf dieses Rennen. Was passiert ist, ist passiert.“

Offizieller FIS Zwischenstand:  Slalom der Damen in Levi

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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