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Hanna Schnarf: „Es tut schon weh, die WM nur im Fernsehen anschauen zu können“

© Gerwig Löffelholz / Hanna Schnarf

© Gerwig Löffelholz / Hanna Schnarf

Hanna Schnarf war Südtirols Medaillenhoffnung bei der WM in Schladming in den schnellen Disziplinen. Dann aber zog sie sich Ende September im Training schwere Verletzungen im rechten Knie zu, die das vorzeitige Saisonende bedeuteten. Im ausführlichen SportNews-Interview spricht die 28-jährige Olangerin über Comeback-Pläne, offene Olympia-Rechnungen und tröstende Worte für Verena Stuffer.

Hanna, wie sehr schmerzt es, die WM im Fernsehen verfolgen zu müssen?

Natürlich tut es weh, die WM nur im Fernsehen anschauen zu können. Vor allem, weil mir die Piste in Schladming liegt und ich wahnsinnige Lust hätte zu fahren. Im vergangenen Jahr bin ich Fünfte bei der Abfahrt geworden, nur 0,04 Sekunden hinter Platz drei. Also ist schon ein wenig Wehmut dabei. Es wäre aber wohl kaum normal, wenn mich das kalt lassen würde. Allerdings bin ich nicht am Boden zerstört, weil ich die WM verpasse.

Wo fiebern Sie denn mit?

Ich bin gerade am Meer, in Cesenatico, wo ich mich in der Akrobatik-Halle eines Freundes auf mein Comeback vorbereite. Die WM schaue ich mir deshalb im Fernsehen an und drücke unserer Mannschaft natürlich fest die Daumen.

Am Freitag, fand „Ihr“ Rennen, nämlich die Super-Kombi statt. War da beim Schauen besonders viel Wehmut dabei?

Mit der Super-Kombi habe ich im Weltcup den Durchbruch geschafft. Das war „meine“ Disziplin. Aber in den vergangenen Jahren bin ich auch in den anderen schnellen Disziplinen sehr stark geworden, deshalb ist es nicht ein besonderes Rennen für mich. Mir taugt es aber voll die Super-Kombi zu fahren.

Es scheint die WM von Tina Maze zu werden. Was sagen Sie zu den Leistungen der Slowenin?

Top. Sie hat eine gewaltige Saison, von so etwas träumt wohl jeder Skirennläufer. Sie kann in jeder Disziplin gewinnen. Und Gold hat sie in Schladming schon, deshalb kann sie die WM lockerer angehen lassen.

Für eine „Azzurra“, die junge Sofia Goggia, hätte im Super-G beinahe Bronze herausgeschaut.

Ja Wahnsinn. Sie ist im Europacup zuletzt sehr gut gefahren, die Form stimmte. Sie ist locker und unbekümmert und genau das ist wohl ihr Erfolgsrezept. Sie hat keinen Druck, kann ganz frei fahren und das macht sie auch. Sie ist zum richtigen Zeitpunkt in Form, nämlich bei der WM. Und das tut auch der ganzen Mannschaft gut. Vielleicht können unsere Mädels ja in der Spezialabfahrt etwas reißen. Denn außer Goggia sind auch Merighetti und Elena Fanchini super drauf, wie sie in der Super-Kombi-Abfahrt unter Beweis gestellt haben.

Ihre Zimmerkollegin, die Grödnerin Verena Stuffer, ist nicht bei der WM dabei. Wie haben Sie Verena getröstet?

Es ist schon blöd, dass sie nicht dabei ist. Sie war heuer zwei Mal 17. und konnte sich knapp nicht qualifizieren. Leider hat sie es nicht geschafft, ihre Trainingsleistungen im Rennen umsetzen. Aber das muss sie so hinnehmen. Sie darf jetzt in kein Loch fallen und sich auch nicht hinunterziehen lassen. Nach der WM geht die Saison noch weiter, deshalb kann sie schon noch gute Rennen fahren. Aber es ist natürlich schwer jemanden in so einem Augenblick aufzumuntern.

Wie geht es eigentlich Ihnen?

Es geht mir recht gut. Ich kann beim Training alles tun, mache verschiedene Übungen wie laufen oder Sprünge am Strand. Es tut gut, dass ich mich ohne Einschränkungen bewegen kann. Derzeit liegt das Hauptaugenmerk darauf, Muskeln aufzubauen. Demnächst werde ich auf die Skier zurückkehren und locker fahren. Ich mache mir keinen Stress. Wenn ich bereit bin, dann bin ich bereit. Wann das ist, weiß ich noch nicht genau. Die OP ist vier Monate her. Und im Vergleich zu meinem ersten Kreuzbandriss ist dieses Mal alles besser verlaufen.

Also werden Sie erst mit der Saison 2013/14 ins Renngeschehen eingreifen?

Ich glaube schon. Wenn es ganz gut läuft, dann kann ich vielleicht heuer noch ein paar Rennen bestreiten, aber ich muss erst schauen, ob das einen Sinn macht. Ich will das nicht planen, sondern lasse es auf mich zukommen. Mein Ziel ist, dass ich zu 100 Prozent fit in die nächste Saison starten kann. Wenn ich in dieser Saison noch Rennen fahre, dann zum Training. Aber Weltcup ganz sicher nicht mehr.

Schwere Verletzungen sind auch psychisch eine Belastung. Was hat Sie in dieser schwierigen Zeit angetrieben?

Ich hatte, durch den Materialwechsel von Völkl zu Fischer, ein super Gefühl und war voll motiviert für diese Saison. Dieses gute Gefühl möchte ich so schnell als möglich wieder zurückbekommen. Ich will mich verbessern, denn ich habe noch nicht das erreicht, was ich erreichen will. Mir hat sicher auch geholfen, dass ich ein sehr positiver Mensch bin. Ich habe diese Verletzung als Chance gesehen Dinge zu verbessern, für die ich sonst keine Zeit hatte. Ich konnte und kann genauer und konzentrierter trainieren, vielseitiger arbeiten, zum Beispiel auch im akrobatischen Bereich.

Was sind denn Ihre Ziele?

Auf alle Fälle Medaillen. Im Weltcup, bei Weltmeisterschaften, bei Olympia. Ich habe gesehen, dass nicht viel auf die absolute Weltspitze fehlt. Dieses letzte bisschen möchte ich besser werden, um regelmäßiger, konstanter auf die vordersten Plätze zu fahren. Mein ganz großes Ziel ist Sotschi 2014. Mit Olympia habe ich noch eine Rechnung offen, wenn ich das so sagen darf. Aber wie gesagt, auch im Weltcup möchte ich regelmäßig um das Podium mitfahren.

Um Podiums mitfahren möchte auch die heimischen Athleten bei der WM in Schladming. Deshalb zum Abschluss: Wem trauen Sie den großen Wurf zu?

Dominik Paris ist sicher unser heißestes Eisen. Nach zwei Siegen kommt er mit sehr viel Selbstvertrauen zur WM. Ich glaube auch, dass er locker und cool genug ist, um nicht nervös zu werden, bzw. sich Druck auferlegen zu lassen. Und auch Christof Innerhofer traue ich in der Abfahrt sehr viel zu. Der hat im vergangenen Jahr in Schladming gewonnen. Den Mädchen wünsche ich auch eine Medaille. Aber ich möchte hierzu keinen Tipp abgeben.

Von: Hannes Kröss
Quelle: www,SportNews.bz  

 

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