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Hannes Reichelt ist ganz und gar nicht zufrieden

© Gerwig Löffelholz / Hannes Reichelt (AUT)

© Gerwig Löffelholz / Hannes Reichelt (AUT)

Mölltal – Hannes Reichelt versteht die Welt nicht mehr. Der 35-jährige ÖSV-Skirennläufer übt Kritik am Weltcup-Skikalender. Ob er damit alleine ist? Skiweltcup.tv versucht herauszukriegen, was den Salzburger auf die Palme bringt. Doch der Reihe nach, zumal es sein kann, dass seine Stimme als FIS-Athletenkommissionsmitglied vielleicht Gehör finden kann.

Reichelt erzählt, dass ihm die Verhältnismäßigkeit zwischen Technik und Speed-Disziplinen abhanden gekommen ist. So meint er, dass wenn man zwei Speed-Kugeln holen würde und nicht zusätzlich im Riesenslalom Erfolge verbuchen kann, keinerlei Chancen auf die große Kristallkugel habe. Wer hingegen bei den kleinen Kugeln in den technischen Disziplinen sehr gut bis ausgezeichnet unterwegs ist, ist klarer Anwärter auf den Gesamtweltcupsieg. Der Grundtenor zwischen den Zeilen ist klar. So muss laut Reichelt ein Speed-Rennläufer als potentieller Gesamtweltcupsieger zu mindestens in drei Bewerben um den Sieg mitfahren können.

Nicht nur Reichelt sitzt im Boot der Athletenkommission. Auch der Kanadier Michael Janyk, die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby und die routinierte Italienerin Daniela Merighetti sind dabei. Die Aussagen des Athleten aus dem Salzburger Land beim FIS-Frühlingsmeeting schallten fast ungehört zurück. Jetzt möchte man auch ein Stimmrecht bekommen, um etwas Mitspracherecht zu erhalten.

Ein Beispiel für den Weltcupkalender, der Reichelt nicht passt, gefällig? Gerne! Wenn man Mitte Dezember den Kalender ansieht, erkennt man die Klassiker in Gröden, Alta Badia/Hochabtei und Madonna di Campiglio. Der 35-jährige Super-G-Weltmeister kann nur den Kopf schütteln, da man als Allrounder in dieser Zeit kurz vor dem Burnout stehe und den Sport vor Weihnachten totfahren würde.

Auch die City-Events sind ein Dorn im Auge von Reichelt. Er findet sie primär toll, haben aber nichts im Weltcup zu suchen. Die Planungen laufen für den Routinier im Team Austria aus den Fugen. Man forciert die technischen Disziplinen, obwohl man mit den Abfahrtsklassikern wie beispielsweise in Kitzbühel oder am Lauberhorn in Wengen mehr machen könne. Und es könne durchaus sein, dass das Interesse durch die Vielzahl der Bewerbe verloren gehe, artikuliert der Skirennläufer.

ÖSV-Damencheftrainer Jürgen Kriechbaum ist auch nicht gerade glücklich. Die Ansetzung der Rennen in Cortina d’Ampezzo in der Kitzbühel-Woche ist alles andere als günstig. Auch der Coach der rot-weiß-roten Frauen muss den Kopf schütteln und erkennt, dass die Rennen auf der Olimpia delle Tofane dadurch uninteressante Rennen geworden sind.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.tt.com

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