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Hannes Reichelt mag den trockenen und kalten Schnee nicht

Hannes Reichelt mag den trockenen und kalten Schnee nicht

Hannes Reichelt mag den trockenen und kalten Schnee nicht

Radstadt – Wenn man den routinierten österreichischen Skirennläufer Hannes Reichelt nach seinem Feindbild fragt, bekommt man zur Antwort, dass es kalter, trockener Schnee ist. Deshalb will der Salzburger im Hinblick auf die bevorstehende Olympiasaison weiterhin an seinem Setup arbeiten.

Nordamerikanische und norwegische Ski-Asse fühlen sich bei diesen Bedingungen wohl, Reichelt hingegen nicht. Besonders augenscheinlich wurde dieses Problem in Kvitfjell. In der Abfahrt wurde Reichelt als Neunter weit unter Wert geschlagen. In der Nacht schüttelte Frau Holle ihre Betten etwas aus. Dadurch war die weiße Grundlage im Super-G nasser, und es war wärmer. Und schon landete der 36-Jährige als Zweiter auf dem Podest.

Reichelt weiß, dass er seinen Fahrstil auch auf die anderen, ihm nicht so wohlgesonnenen Kriterien anpassen muss. Aber der Super-G-Weltmeister von 2015 ist sich sicher, dass es auch andere im Weltcupzirkus gibt, die mit diesen speziellen Bedingungen ihre Probleme haben. Wenn im nächsten Jahr olympisches Edelmetall vergeben wird, kann man sich in Pyeongchang auf aggressive Schneeverhältnisse einstellen. Man will nach dem Weltcupfinale in Aspen in Südkorea trainieren, heißt es seitens des ÖSV. Als Alternative stehen Testeinheiten im schwedischen Åre auf dem Programm.

Apropos Aspen: Beim Saisonkehraus sind im Super-G Reichelt, Mayer, Franz und Kriechmayr mit von der Partie. Baumann wird nur in der Abfahrt dabei sein. Der im Gesamtweltcup überlegen führende Marcel Hirscher kann in allen Disziplinen von seinem Startrecht Gebrauch machen. Die rot-weiß-roten Herren Franz, Kriechmayr und Baumann wollen bei den Speedrennen ihre Saison gut beenden.

Eng wird es im Kampf um die Abfahrtskugel. Die ÖSV-Asse können zwar keine mehr gewinnen, aber zum Zünglein an der Waage werden. Vorausgesetzt Peter Fill gewänne und ein ÖSV-Athlet schiebt sich zwischen den Südtiroler und dem noch führenden Kjetil Jansrud, holt der Kastelruther zum zweiten Mal in Folge die begehrte Trophäe.

Gelingt dieses Szenario nicht, wird Jansrud nach dem Sieg in der Super-G-Wertung die zweite kleine Kristallkugel in diesem Winter holen. Trotz alledem ist für alle Starter, egal welcher Nation sie angehören, das Rennen in Aspen komplettes Neuland.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.kurier.at

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