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Hans Knauß erkennt im ÖSV-Geldsegen ein Problem

Hans Knauß erkennt im ÖSV-Geldsegen ein Problem

Hans Knauß erkennt im ÖSV-Geldsegen ein Problem

Hinterstoder – Am Samstag gewann der Norweger Aleksander Aamodt Kilde den Super-G der Herren in Hinterstoder. Der Wikinger sorgte für den 18. Saisonsieg eines Norwegers. Die Österreicher müssen sich bei Marcel Hirscher bedanken. Er sorgte mit seinem Hunderter im US-amerikanischen Beaver Creek für den bisher einzigen Speedsieg. Überhaupt war der Salzburger der Einzige, der für das ÖSV-Herrenteam Rennen gewinnen konnte.

Hirscher wird höchstwahrscheinlich die fünfte große Kristallkugel in Folge gewinnen. In Oberösterreich raste er in drei Rennen dreimal auf das Podest. Doch was ist mit dem einst so erfolgreichen Speedteam los? Man kann nicht alles auf die Verletzten schieben, und Hannes Reichelt, mit 35 Jahren so etwas wie der Routinier, weiß, dass es immer noch ausreichend Athleten mit Siegpotential gibt.

Christoph Zöpfl ist Sportressortleiter bei den „Oberösterreichischen Nachrichten“. Der Redakteur lässt die Katze aus dem Sack und berichtet, dass es hinter Marcel Hirscher düster aussieht. Der Österreichische Skiverband verfüge über die besten Ressourcen in Personal- und Geldfragen, doch die magere sportliche Ausbeute stehe nicht in Relation zu Aufwand und Investition. Die Wikinger-Delegation rund um Kilde, Kristoffersen, Jansrud und Svindal muss mit einem Drittel des rot-weiß-roten Budgets auskommen.

Hans Knauß, einst erfolgreicher ÖSV-Skirennläufer und heutiger ORF-Analytiker, erkennt trotz des finanziellen Plus ein Problem. „Die Norweger“, so Knauß, „müssen wegen einem schmalen Etat mehr kämpfen und riskieren, wenn sie als Athleten überleben wollen. In Österreich erhalten die Jungen vom Verband ein Auto, Sponsoren und wachsen in einer Komfortzone auf. Das gibt es auch bei Platz 30. Daher gehen viele nicht ans Limit.“

Auch wenn Österreich im Nationencup klar vorne liegt und der 35. Sieg in Folge unter Dach und Fach steht, muss man sich einige Gedanken machen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.blick.ch

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