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Heimsieg für Clement Noel beim Slalom von Chamonix

Heimsieg für Clement Noel beim Slalom von Chamonix

Heimsieg für Clement Noel beim Slalom von Chamonix

Chamonix – Am heutigen Samstag bestritten die Slalomspezialisten ein Rennen im französischen Chamonix. Dabei konnten die Hausherren über den Sieg von Clement Noel jubeln. Er benötigte für seinen Erfolg eine Zeit von 1.41,47 Minuten. Auf den Positionen zwei und drei schwangen der Norweger Timon Haugan (+0,21) und der Österreicher Adrian Pertl (+0,31) ab.

 

Clement Noel: „Natürlich ist es ein besonderes Rennen vor dem Heimpublikum, da ist der Druck von außen unvermeidlich. Wenn man oben steht und die vielen Ausfälle sieht, wird man schon etwas nervös. Ich bin sehr glücklich, dass ich das Rennen, vor meinem Heimpublikum ins Ziel bringen konnte. Im zweiten Durchgang war es schon schwierig, aber die Pisten-Crew hat gute Arbeit geleistet.“

Adrian Pertl: „Die bessere Nummer, und dass ich jetzt nicht mehr ganz hinten ins Rennen gehen muss, hat sicher etwas ausgemacht. Aber ich habe auch zwei sehr gute Läufe gemacht. Ich bin sehr zufrieden, natürlich auch sehr überrascht und überglücklich. Ich habe probiert locker Gas zu geben. Der zweite Lauf war noch etwas schwieriger als der erste Durchgang. Der Trainer hat gut für uns gesetzt.“

 

Ski Weltcup Daten und Fakten zum 9. Slalom
der Herren 2019/20 in Chamonix

FIS-Startliste 1. Durchgang – Start 10.00 Uhr
FIS-Liveticker der Herren 1. Durchgang
FIS Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
FIS-Starliste 2. Durchgang – Start 13.00 Uhr
FIS-Liveticker der Herren 2. Durchgang
FIS-Endstand Slalom der Herren in Chamonix

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Auf Rang vier klassierte sich Michael Matt aus Tirol. Der Arlberger riss 65 Hundertstelsekunden auf Noel auf und katapultierte sich noch vom 17. Platz zur Halbzeit nach vorne. Bester Schweizer wurde Ramon Zenhäusern (+0,70) auf Rang fünf. Den sechsten Rang teilten sich der Russe Alexander Khoroshilov und der Norweger Sebastian Foss-Solevåg (+je 0,75).

 

Michael Matt: „In meinem Lauf hatte ich schon noch zwei, drei kleine Fehler gehabt, die ein bisschen Speed gekostet haben. Es ist heute, auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, schwierig zu fahren. Die Piste bricht teilweise ein bisschen. Die Stimmung im Team ist sehr gut. Wir geben unser Bestes, der Podestplatz von Adrian tut uns natürlich sehr gut.“

 

Der Kärntner Marco Schwarz (+1,02) reihte sich auf Position acht ein. Die besten Zehn wurden vom routinierten Schweden André Mhyrer (+1,13) und dem früheren Weltmeister Jean-Baptiste Grange (+1,30) von der Equipe Tricolore vervollständigt. Hinter dem Eidgenossen Loic Meillard (13.; +1,59) kam der Tiroler Fabio Gstrein (14.; +1,73) ins Ziel.

 

Marco Schwarz: „Der 2. Durchgang ist nicht nach Wunsch verlaufen. Ich habe nicht den richtigen Rhythmus gefunden. Aber 8. Platz, da darf man sich nicht zu viel aufregen. Das Teamergebnis ist voll cool, für Adi freut es mich total. Er fährt im Moment richtig gut.“

Fabio Gstrein: „Der Lauf hat mehr gedreht, was mir besser gefällt. Es war echt lässig zum Fahren, und ich bin mit meiner Leistung ganz zufrieden. Der Mittelteil war etwas zu fehlerhaft. Jetzt muss ich Weiterarbeiten, dann schauen wir aufs nächste Rennen.“

 

Weltcup Punkte gab es auch für den Swiss-Ski-Mann Reto Schmidiger (+1,79), den DSV-Athleten Anton Tremmel (+2,02) und den Südtiroler Riccardo Tonetti (+3,36). Das Trio kam auf die Plätze 15, 16 und 19. Marc Digruber (+5,23) vom Team Austria positionierte sich auf Rang 21, müsste sich aber schwer am Knie verletzt haben. In einem ausfallreichen Rennen mussten u. a. der Italiener Stefano Gross, der Deutsche Linus Straßer, der Österreicher Manuel Feller, der Franzose Alexis Pinturault und der zur Halbzeit führende Swiss-Ski-Mann Daniel Yule im zweiten Durchgang ihre Segel streichen.

 

Manuel Feller: „Die Kritik von außen hat mit dem Ausfall nichts zu tun. Ich habe die Zeiten vom 2. Durchgang noch nicht gesehen, aber das wird auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Schlussendlich ist es eine schwierige Phase, wahrscheinlich die schwerste Zeit meiner Karriere. Wenn man so ein Loch übersteht, dann kommt man meist stärker wieder heraus. Ich werde nicht aufgeben und ich habe hoffentlich noch viele starke Jahre vor mir.“

 

In der Disziplinenwertung liegt der Norweger Henrik Kristoffersen mit 552 Punkten vor Noel (550) und Yule (495) in Führung. Apropos Pinturault: Durch seinen Ausfall konnte er sich nicht an die Spitze des Gesamtweltcups setzen; ein dritter Plattz hätte angesichts des Ausfalls von Kristoffersen im ersten Lauf schon gereicht.

Der nächste Torlauf der Herren im Ski Weltcup Winter 2019/20 geht am 23. Februar im japanischen Yuzawa Naeba über die Bühne.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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