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Henrik Kristoffersen sichert sich nach furiosem zweiten Lauf Slalom-Sieg in Kitzbühel

Henrik Kristoffersen sichert sich nach furiosem zweiten Lauf Slalom-Sieg in Kitzbühel

Henrik Kristoffersen sichert sich nach furiosem zweiten Lauf Slalom-Sieg in Kitzbühel

Kitzbühel – Der Sieger des Torlaufs 2016 in Kitzbühel heißt Henrik Kristoffersen. Der Norweger, der nach dem ersten Lauf „nur“ auf Rang zwölf gelegen war, zündete im Finaldurchgang den Turbo und sicherte sich mit überlegener Bestzeit den fünften Saisonsieg. Für den Triumph benötigte der Wikinger eine Zeit von 1.43,66 Minuten. Er sagte im Interview: „Es ist unglaublich! Nach dem ersten Lauf Zwölfter und dann noch gewinnen – was ist da los. Ich habe schon gewusst, dass es möglich ist – aber dafür muss man wirklich schnell im zweiten Lauf fahren. Drei Hundertstel vor Marcel zu sein, es war wirklich knapp. Kitzbühel ist unglaublich. Es ist vielleicht der coolste Sieg in meinem Leben. Der erste Sieg in Schladming war auch sehr schön. Im Gesamtweltcup 118 Punkte hinter Marcel zu liegen – es wird schwierig. Er ist so stark im Riesentorlauf – und kann auch im Super-G punkten.“

Zweiter wurde der Österreicher Marcel Hirscher, der nur drei Hundertstelsekunden hinter dem 21-jährigen Sieger abschwang. Der 26-Jährige sprach im Interview: „Ich bin superhappy. Es war ein hartes Stück Arbeit. Henrik ist in unbestechlicher Form. Ich habe eh gerade zu ihm gesagt: Langsam reicht es mit den Hundertstel – es wird Zeit, dass ich mal wieder vorne bin. Ich habe schon vor dem Finale gewusst, dass es knapp wird. Henrik ist einfach momentan der Beste. Ausfälle wegstecken ist nicht einfach – da fängt man nachdenken an. Ich bin ein verwöhntes Kind was Erfolge betrifft – wenn es nicht so läuft, dann fängt man zum Grübeln an.“

Offizieller FIS-Endstand: Slalom der Herren in Kitzbühel

Auf Platz drei fuhr der Deutsche Fritz Dopfer (+0,45), der nach dem ersten Durchgang in Führung lag. Der DSV-Athlet, der noch auf seinen ersten Sieg warten muss, meinte im TV-Gespräch: „Ich bin natürlich zufrieden. Ich bin nur von den momentan zwei besten Slalomläufern geschlagen worden. Das muss man akzeptieren und kann man akzeptieren. Ich habe in beiden Läufen meine beste Leistung gebracht. Ich war heute relativ ruhig am Start und habe genau gewusst, was ich zu machen habe. Das war der Schlüssel zu einem guten zweiten Lauf.“

Mattias Hargin (+0,79) aus Schweden, der im letzten Jahr auf dem Ganslernhang gewann, wurde heute Vierter. Der Südtiroler Routinier Patrick Thaler (+1,25) zeigte im Finaldurchgang eine sehr gute Fahrt und schwang als Fünfter ab. Kristoffersens Teamkollege Jonathan Nordbotten (+1,48) der mit der hohen Nummer 51 im ersten Lauf 24. wurde, war auch im Finale sehr gut unterwegs und klassierte sich auf Position sechs.  Der gesundheitlich angeschlagene Felix Neureuther aus Deutschland und der Österreicher Christian Hirschbühl (+ je 1,56) teilten sich den siebten Rang. Der ÖSV-Läufer, der mit der hohen Nummer 59 unterwegs war, betonte im ORF-Interview: „Es war endlich an der Zeit. Es war zuletzt zwei Mal sehr knapp mit dem Finale. Im zweiten Lauf war nur Attacke – als ich den Zweier gesehen habe – Wahnsinn! In Kitzbühel erstmals Slalom-Punkte zu machen – was kann man sich Schöneres wünschen.“

Marco Schwarz, ein weiterer rot-weiß-roter Starter, lag nach dem ersten Durchgang mit Platz drei noch auf Podiumskurs. Im Finale unterliefen ihm ein paar Fehler und so wurde er mit 1,61 Sekunden Rückstand auf Kristoffersen Neunter.  Die besten Zehn wurden vom Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81) abgerundet. Der Deutsche Stefan Luitz (+2,85) wurde mit der sehr hohen Startnummer 69 18. Sein Teamkollege Dominik Stehle wurde zwar als 22. gereiht, doch mit einem Rückstand von über 28 Sekunden gibt es keine Weltcuppunkte. Im Finale schieden neben der Disqualifikation von Linus Straßer Manuel Feller aus Österreich, der Schweizer Daniel Yule und der Russe Alexander Khoroshilov aus. Apropos Khoroshilov: Dieser Athlet gewann in Schladming vor einem Jahr sein bisher einziges Weltcuprennen.

Und Schladming ist die nächste Slalomstation für die Herren. Auf der Planai wird am Dienstag ein Nachtrennen ausgetragen. In der Disziplinenwertung liegt der Norweger Kristoffersen fast uneinholbar vorne, in der Gesamtwertung rückte Hirscher dem verletzten Svindal gefährlich nahe und wird ihn wohl nach dem Schladming-Rennen überholen.

Offizieller FIS-Endstand: Slalom der Herren in Kitzbühel

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner 

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