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Henrik Kristoffersen siegt und siegt und gewinnt auch auf der Planai

Henrik Kristoffersen gewinnt Nachtslalom von Schladming

Henrik Kristoffersen gewinnt Nachtslalom von Schladming

Schladming – Heute wurde auf der Planai in Schladming das traditionelle Nachtrennen ausgetragen. Schier unendlich viele Schlachtenbummler begaben sich in den WM-Ort von 1982 und 2013, um ein spannendes Rennen zu verfolgen und den Zielraum in einen Hexenkessel zu verwandeln. Sieger des heutigen Torlaufs wurde der Norweger Henrik Kristoffersen in einer Zeit von 1.42,20 Minuten. Der Slalom-Ass des heurigen Winters sagte im Fernsehinterview: „Es war wirklich schwierig. Ich hatte oben gleich Fehler. Ich habe Marcel gesehen – unglaublich, Chapeau – das war unglaublich. Aber ich war schnell und jetzt der zweite Sieg in Schladming – das ist klasse. Heute hatte ich mir gedacht, vielleicht kann ich ein paar Punkte mehr auf Marcel aufholen. Aber der ist ein Wahnsinn. Es waren heute aber wieder 20 Punkte – und ein Sieg ist ein Sieg. Natürlich ist es schade um Felix.“

Marcel Hirscher (+0,61) aus Österreich fuhr nach einer Wahnsinnsfahrt im Finaldurchgang noch von Platz 22 im ersten Durchgang auf das Podest. Der 26-jährige Salzburger sagte nach seinem atemberaubenden Kraftakt im zweiten Lauf: „Ich bin völlig fertig! Das hätte ich mir so nicht mehr gedacht. Es ist ein unglaublicher Ausgang des Rennens, nachdem was im ersten Lauf war. Natürlich hat im zweiten Lauf alles zusammengespielt, die Piste hat gescheit nachgelassen. Aber ich habe auch alles rausgequetscht. Ich bin so dankbar. Jedes Rennen ist fast ein Endspiel, ist so wichtig für den ‚deppaten‘ Glasbecher. Henrik hat wieder gewonnen, da hätte er mich fast gehabt mit den Punkten. Der Servicemann hat das sicherlich nicht absichtlich gemacht. Jeder von uns hat schon Fehler gemacht. Ich hatte auch schon so oft Glück gehabt. Momentan geht es halt nicht ganz so einfach – aber diese Herausforderung versuche ich auch zu meistern.“

Dritter wurde der russische Vorjahressieger Alexander Khoroshilov (+0,77). Der junge Dominik Stehle (+1,11) aus Deutschland belegte den ausgezeichneten vierten Schlussrang und war um nur acht Hundertstelsekunden schneller als sein routinierter Teamkollege Fritz Dopfer. Der Italiener Stefano Gross (+1,24) fuhr auf die sechste Position. Kristoffersens Mannschaftskollege Sebastian Foss-Solevåg (+1,31) belegte den siebten Rang. Bester Südtiroler wurde Patrick Thaler (+1,35) auf Platz acht.

Die besten Zehn wurden von Wikinger Jonathan Nordbotten (+1,36) und ÖSV-Mann Marc Digruber (+1,57) komplettiert. Letzterer sagte im ORF-Interview: „Es ist unglaublich. Bei der Stimmung und bei einem Heimrennen in die Top 10 zu fahren. Ich habe es mir vorgenommen, dass es klappt ist super. Es war mein drittes Rennen hier, habe mich noch nie fürs Finale qualifiziert. Ich habe mir für das Finale vorgenommen, voll anzugreifen. Meine Fahrt war schon nicht so schlecht – dann legt Marcel noch einen drauf.“

Bester Schweizer wurde Daniel Yule, der mit der zweitbesten Zeit im Finale vom 30. Zwischenrang noch 17 Plätze gutmachte und als 13. abschwang. Sein Teamkollege Ramon Zenhäusern (+2,15) fuhr auf Rang 17. Linus Straßer, ein weiterer DSV-Athlet, sammelte auch als 23. einige Punkte. Sein Rückstand auf Kristoffersen betrug fast drei Sekunden. 24. und Letzter wurde der Südtiroler Manfred Mölgg. Im Finale schieden fünf Athleten aus, so auch die bekannten Gesichter Manuel Feller aus Tirol, Luca Aerni aus der Schweiz und der zur Halbzeit führende Felix Neureuther.

Im Slalomweltcup ist Kristoffersen nach wie vor das Maß aller Dinge. Er siegte bei sieben Torläufen sechs Mal und wurde einmal Zweiter. Der heutige Zweite, der Salzburger Marcel Hirscher, überholte Aksel Lund Svindal im Gesamtweltcupwertung. Doch Kristoffersen lauert schon. Der nächste Slalom findet am Valentinstag im japanischen Naeba statt.

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Herren in Schladming

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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