30 Oktober 2018

Henrik Kristoffersen und der Traum vom Gesamtweltcup

Henrik Kristoffersen und der Traum vom Gesamtweltcup
Henrik Kristoffersen und der Traum vom Gesamtweltcup

Auch Henrik Kristoffersen musste unverrichteter Dinge aus Sölden abreisen. Ein halber Meter Neuschnee und starker Wind machten ein Rennen auf dem Rettenbachgletscher unmöglich. So muss der Norweger jetzt drei Wochen bis zum ersten Duell mit Marcel Hirscher warten. Am 18. November steht in Levi der erste Slalom der Skiweltcup-Saison 2018/19 auf dem Programm.

Trotz einer Verletzung zu Beginn der Vorbereitung, wo sich der Technik-Spezialist den großen Zeh am linken Fuß brach, war er für das Weltcup-Opening bestens vorbereitet. Laut eigenen Aussagen hat der 24-Jährige einige Material-Neuerungen, die ihn schneller machen. Diese Änderungen sollen ihn seinem großen Traum näher bringen – dem Gesamtweltcup.

Die letzten Jahre waren ein ewiges Duell zwischen Henrik Kristoffersen aus Rælingen und Marcel Hirscher aus Salzburg. Der Österreicher präsentierte sich in einer herausragenden Form, aber sein norwegischer Rivale hat nie den Glauben an sich verloren.

Beide sind bekannt als Tüftler. Kristoffersen ist sich sicher, dass der siebenfache Gesamtweltcupsieger nur geschlagen werden kann, wenn man eine optimal angepasste Ausrüstung zur Verfügung hat. Glaubt man dem Norweger, ist sich dieser sicher einen Ansatzpunkt gefunden zu haben, eine Geheimwaffe über die er nicht sprechen möchte.

Auf die Frage ober er und Rossignol neues Material zum Einsatz bringt, bleibt Kristoffersen sehr verschlossen: “ Es ist ein kleines Geheimnis. Man sucht immer nach etwas, das noch besser ist. Es gibt nichts, was perfekt ist. Aber wenn wir über meine Ausrüstung reden: Ja! Ich habe eine Menge neuer Ausrüstung.“ Mehr wollte er über die Geheimwaffe nicht verraten. Wenn man in seine Augen sieht, scheint es so, als ob er seinem Ziel näher gekommen ist. Der Norweger setzt in der kommenden Saison alles daran, die Vormachtsstellung von Marcel Hirscher im Technikbereich zu durchbrechen.

Super-G Debüt am 23.Februar 2019 in Bansko

Während Hirscher in den letzten Jahren auch im Super-G und in der Alpinen Kombination wichtige Weltcuppunkte sammeln konnte, war Kristoffersen nur im Riesentorlauf und Slalom unterwegs. In der kommenden Saison will der Norweger mindestens ein Super-G-Rennen bestreiten. Spätestens am 23. Februar 2019 wird er sein Speed-Debüt im bulgarischen Bansko geben. Diesen Termin hat Kristoffersen fest in seinen Terminplan eingetragen.

„Ich fahre den Super-G nicht um mir jetzt größere Chancen gegen Marcel Hirscher im Gesamtweltcup auszurechnen. In den letzten paar Jahren hätte Marcel trotzdem den Gesamtweltcup gewonnen, auch wenn ich ein paar Punkte im Super-G gemacht hätte“, so Kristoffersen, der sich aber eine dritte Disziplin aufbauen möchte, auch wenn er nie ein Speed-Fahrer werden wird. Außerdem könnte er mit einem guten Super-G auch in der Alpinen Kombination, solange diese noch ausgetragen wird, punkten.

In Saas Fee trainierte er in der letzten Woche mit den norwegischen Speed-Herren. „Es ist gut gelaufen. Ich war sehr zufrieden. Vielleicht können mir die hier gesammelten Trainings-Kilometer ja in Kvitfjell oder beim Skiweltcup-Finale in Soldeu helfen, wenn es im Gesamtweltcup knapp werden würde.“

Zunächst steht für den Norweger aber das Slalomrennen im finnischen Levi im Mittelpunkt der Vorbereitung. Anschließend geht es in die Vereinigten Staaten wo ein Riesenslalom auf dem Programm steht. Dabei wird er in Beaver Creek auch vier bis fünf Speed-Trainingstage einbauen. Beim Super-G von Beaver Creek wird er jedoch nicht an den Start gehen.

Quelle:  Aftenposten

Verwandte Artikel:

Stefan Luitz freut sich über die Geburt von Stammhalter Leano (Foto: © Stefan Luitz / Facebook)
Stefan Luitz freut sich über die Geburt von Stammhalter Leano (Foto: © Stefan Luitz / Facebook)

Bolsterlang – Der deutsche Ski Weltcup Rennläufer Stefan Luitz wird das Jahr 2021 nicht so schnell vergessen. Der 29-Jährige gewann im Rahmen der Ski-WM in Cortina d’Ampezzo mit dem DSV-Team im Mannschaftsbewerb die Bronzemedaille, nachdem die Schweiz im kleinen Finale bezwungen wurde. In der warmen Jahreszeit gab er bekannt, dass er von Rossignol zu Head… Stefan Luitz freut sich über die Geburt von Stammhalter Leano weiterlesen

Felix Neureuther wäre für einen Olympiaboykott zu haben
Felix Neureuther wäre für einen Olympiaboykott zu haben

Garmisch-Partenkirchen – Der ehemalige DSV-Athlet Felix Neureuther ist ein kritischer Zeitgenosse. Für ihn bleibt die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Peking ein Rätsel. China, mit seinen Eingriffen in die Natur und der ungelösten Menschenrechtsfrage, hätte für den 37-Jährigen keine Vergabe erhalten. Für Neureuther, der im Slalom und Riesentorlauf erfolgreich war, sollte etwa der Deutsche Olympische… Felix Neureuther wäre für einen Olympiaboykott zu haben weiterlesen

Corinne Suter präsentiert sich „tierisch gut“
Corinne Suter präsentiert sich „tierisch gut“

Schwyz – Es ist wohl jedem bekannt, dass die Schweizerin Corinne Suter für den Skirennsport brennt. Aber auch die Tiere und der Tierschutz liegen ihr am Herzen. Die Ski Weltcup Rennläuferin hat 2.000 Euro gewonnen, als sie von der Zeitung „Blick“ zur Schweizer Sportlerin des Jahres 2020 gekürt wurde. Die Swiss-Ski-Dame spendete das Preisgeld zu… Corinne Suter präsentiert sich „tierisch gut“ weiterlesen

Lara Della Mea ist bereit für ihr Comeback (Foto: © Archivo FISI/Giovanni Auletta/Pentaphoto)
Lara Della Mea ist bereit für ihr Comeback (Foto: © Archivo FISI/Giovanni Auletta/Pentaphoto)

Saas Fee/Hintertux – Von morgen bis zum 24. September arbeiten die Mädels von Devid Salvadori auf dem Gletscher von Saas Fee. Die azurblauen C-Kader-Athletinnen sind auf dem Hintertuxer Gletscher im Zillertal im Einsatz. Lara Della Mea, die sich beim WM-Team Event in Cortina d‘Ampezzo schwer verletzte und eine lange Phase der Rehabilitation durchwanderte, ist bereit… Lara Della Mea ist bereit für ihr Comeback weiterlesen

Werner Heel schlüpft in einem Film über Franz Klammer in die Rolle von Widersacher Bernhard Russi
Werner Heel schlüpft in einem Film über Franz Klammer in die Rolle von Widersacher Bernhard Russi

St. Vigil in Enneberg – Ohne Zweifel ist Franz Klammer eine Skilegende, fast schon ein Mythos der 1970er-/1980er-Jahre. Der Kärntner war der Kaiser schlechthin. 25 Siege, 41 Top-3-Platzierungen und fünf Kristallkugeln sprechen mehr als nur Bände. In der Saison 1974/75 stand er, erst 21-Jährig, in neun Rennen achtmal auf der obersten Stufe des Podests. Val… Werner Heel schlüpft in einem Film über Franz Klammer in die Rolle von Widersacher Bernhard Russi weiterlesen

Banner TV-Sport.de