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In Kitzbühel will man keine schlimmen Stürze mehr erleben

Auch am Samstag wurde verstärkt am Zielsprung gearbeitet

Auch am Samstag wurde verstärkt am Zielsprung gearbeitet

Kitzbühel – Am Samstag fand in Kitzbühel die erste Ski Weltcup Abfahrt der Herren auf dem Hahnenkamm statt. Und mit dem Schweizer Urs Kryenbühl und dem US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle verletzten sich zwei weitere Athleten, so dass das Lazarett in diesem Winter noch größer wurde. Der Zielsprung in der Gamsstadt erwies sich wieder einmal als ein großes Hindernis. Bei vielen Ski-Assen, aber auch im Organisationskomitee machte sich eine niedergedrückte Stimmung breit.

Beim Sturz von Kryenbühl wurde bei vielen Ski-Fans die Erinnerungen an die schlimmen Unfälle von Scott Macartney und Daniel Albrecht geweckt. Letzterer lag nach seinem schweren Sturz vor nunmehr zwölf Jahren drei Wochen im Koma. Man wollte seitdem alles menschenmögliche unternehmen, dass sich diese Stürze nicht mehr wiederholen. Doch nun hat man wieder den Salat. Dass das keineswegs für den Unterhaltungswert der Hahnenkammrennen förderlich ist, liegt auf der Hand. Das größte Problem beim Zielsprung war in diesem Jahr die Anfahrtsgeschwindigkeit. Kryenbühl war am Samstag mehr als 7 km/h schneller als im Probelauf.

Niemand sieht auf der „Streif“ gerne schlimme und folgenschwere Stürze, auch wenn sie zum Mythos des Rennens dazugehören. Man kann auch sagen, dass das ein Teil des Hochrisikosports ist. In einer Debatte, die am heutigen Vormittag über die Bühne ging, versuchte man eine Lösung für das Zielsprung-Problem zu finden. Man muss sich ernsthafte Gedanken machen, sonst kann es auch am Sonntag wieder zu schlimmen Stürzen kommen.

Insgeheim hoffen alle, dass die auf morgen verschobene zweite Abfahrt ohne große Unterbrechungen oder Stürze durchgeführt werden kann, denn, und da sind sich alle einig, die Gesundheit der Athleten hat oberste Priorität.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: laola1.at

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