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Jasmine Flury im Skiweltcup.TV-Interview: „Die Heim-WM 2017 ist ein großes Ziel!“

© Jasmin Flury

© Jasmin Flury

Davos Monstein – Die junge Eidgenossin Jasmine Flury ist ein Ski-Gesicht, das man sich unbedingt merken muss. Die 21-Jährige debütierte im Jahr 2008 bei einem FIS-Rennen auf heimischen Schnee. Damals wurde in Davos eine Super-Kombination ausgetragen. Zwei Jahre später bestritt die Bündnerin ihre ersten Europacupeinsätze. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft im gleichen Jahr, die im Mont Blanc-Gebiet ausgetragen wurde, erzielte sie als bestes Ergebnis den 17. Rang in der Abfahrt. Im Folgejahr konnte sich die Schweizerin stark verbessern und erreichte (ebenfalls bei der Junioren-WM) in Crans Montana im Super-G den sechsten Platz.

Im Februar 2012 kletterte sie beim Super-G im slowakischen Jasná mit dem sehr guten dritten Rang erstmals auf ein Europacup-Podest. Nur die Französin Romane Miradoli und die Slowenin Ilka Štuhec waren etwas schneller. In der abgelaufenen Saison gewann Jasmine Flury am 28. Januar 2015 mit der Abfahrt im österreichischen Hinterstoder ihr erstes Europacuprennen. Am Folgetag doppelte sie im Super-G, ebenfalls in Hinterstoder nach. Zum Drüberstreuen gab es Mitte Februar daheim in Davos mit dem Erfolg im Super-G einen weiteren Europacup-Triumph im Speedsektor. In der Gesamtwertung reichte es für die Schweizerin hinter der ÖSV-Läuferin Ricarda Haaser und der Schwedin Ylva Stålnacke für den sehr guten dritten Endrang. Man kann dieses Ergebnis drehen und wenden, wie man will, Flury ist ein Rohdiamant im Swiss-Skiteam und wenn man sie behutsam aufbaut, wird sie uns auch eines Tages im Weltcup mit guten Ergebnissen erfreuen.

© Kraft Foods / Jasmine Flury (SUI)

© Kraft Foods / Jasmine Flury (SUI)

skiweltcup.tv: „Jasmine, wenn du an die abgelaufene Saison 2014/15 zurück denkst, wie würdest du diesen Ski-Winter beschreiben?“

Jasmine Flury: „Zu Beginn des letzten Ski-Winters war es sehr schwierig, zumal viele Europacuprennen im Speedbereich wegen Schneemangels oder wetterbedingt abgesagt oder verschoben wurden. Im Weltcup gelang es mir leider noch nicht, richtig in Fahrt zu kommen. Trotzdem habe ich den Fokus klar auf den Europacup gelegt und konnte dort meine Ziele erreichen.“

skiweltcup.tv: „Du bist in den schnellen Disziplinen, also in der Abfahrt und im Super-G zuhause. Sind dir die Abfahrt und der Super-G immer gleich gute Freunde?“

Jasmine Flury: „Ich komme mit beiden ganz gut aus. (lacht) Auch der Riesentorlauf liegt mir sehr am Herzen.“

skiweltcup.tv: „Kann man den alpinen Skisport indirekt auch mit dem Schachsport vergleichen? Es gibt ja auch hier die wesentlichen Elemente wie beispielsweise Konzentration, Kontrolle, Mut zum Risiko…?“

Jasmine Flury: „Ein Vergleich zwischen den beiden Sportarten ist meiner Meinung nach sehr schwierig. Denn für den Umstand, mit über 100 km/h die Piste hinabzufahren, braucht es nicht denselben Mut oder dieselbe Risikobereitschaft, wie eine Schachfigur zu setzen. Einzig die Konzentration ist hier als Vergleich möglich.“

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

skiweltcup.tv: „Dürfen wir einen Blick in dein Sommertraining werfen? Auf welche Einheiten legst du besonderen Wert, und auf was freust du dich besonders? Gibt es Trainingsmethoden, die du nicht so gerne hast?“

Jasmine Flury: „Skifahren ist eine sehr komplexe Sportart. Das bedeutet, man kann und muss sehr vielseitig trainieren. Ich freue mich immer wieder, neue Sachen auszuprobieren und meine Fitness in allen Bereichen zu verbessern. Einen besonderen Wert lege ich auf den Abbau meiner Schwachpunkte, damit ich kommenden Winter besser werde und bereit sein kann.“

skiweltcup.tv: „Mit wem im eidgenössischen Ski-Damenteam verstehst du dich am besten, auch abseits der Rennpiste? Andersrum gefragt: Gibt es eine Mannschaftskollegin, von der du behaupten würdest, dass ein Typ ‚zum Pferde stehlen‘ ist?“

Jasmine Flury: „Unser Team ist eine ganz coole Truppe. So verstehe ich mich mit allen sehr gut. Auch abseits der Piste und der Trainingseinheiten sind alle für einen ‚Spaß‘ zu haben!“

skiweltcup.tv: „Nach den Weltmeisterschaften 2015 in Vail/Beaver Creek dauert es nun wieder zwei Jahre, bis die nächsten Welttitelkämpfe stattfinden. Doch diese haben es in sich, finden sie ja in St. Moritz statt. Ist es dein großer Traum, dann vor heimischer Kulisse an den Start zu gehen?“

Jasmine Flury: „Ja, mein Ziel ist es, vor heimischen Publikum an den Start zu gehen und die Schweiz vertreten zu dürfen!“

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

skiweltcup.tv: „Träume verändern die Welt. Menschen, die träumen sind sensible Zeitgenossen. Jasmine, bist du eher eine verträumte Realistin oder eine realistische Träumerin, die aber dennoch mit beiden Füßen am Boden steht?“

Jasmine Flury: „Ich schätze mich als eine träumerische Realistin ein. Meine Freunde sagen jedoch, dass meine Selbsteinschätzungen nicht immer sehr zutreffend sind. Aus diesem Grund wäre es besser oder zielführender, ihnen diese Frage zu stellen.“

skiweltcup.tv: „Teilnahme und Teilhabe sind wesentliche, ja zentrale Aspekte im Leben jedes Einzelnen von uns. Wieso ist es wichtig, schon von klein auf einen Sport zu betreiben, auch wenn es jetzt mehr der Breiten- als der Leistungssport ist?“

Jasmine Flury: „Sport ist allgemein eine Schulung fürs Leben. In vielen Bereichen lernt man wichtige Schritte, die man im Leben umsetzen kann. Dazu zählen meiner Meinung nach der gegenseitige Respekt, das Durchsetzungsvermögen, die Gesundheit und die Fähigkeit, selber gesteckte Ziele zu erreichen, aber noch vieles mehr!“

skiweltcup.tv: „Nach der letzten Saison haben viele eidgenössische Ski-Damen Ihre Skier an den berühmten Nagel gehängt. Stimmt dich dieser Umstand etwas traurig, und wärest du gerne gegen die eine oder andere Mannschaftskollegin auf Weltcupniveau auch gefahren?“

Jasmine Flury: „Immer wenn große Persönlichkeiten zurücktreten, ist es sehr schade. Doch das gehört zum Skirennsport dazu. Für mich persönlich wird sich aus diesem Grund nicht viel ändern.“

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

© Gerwig Löffelholz / Jasmine Flury

skiweltcup.tv: „Auch wenn du noch jung bist, bestichst du durch einen ausgeprägten Ehrgeiz? Ist Ehrgeiz erlernbar oder wird einem, dieser für eine Sportlerkarriere so wichtige Charakterzug in die Wiege gelegt?“

Jasmine Flury: „Meiner Meinung nach ist nur ein kleiner Teil des Ehrgeizes erlernbar. Der Rest, wird wie Du richtig erwähnst, in die Wiege gelegt.“

skiweltcup.tv: „Was machst du in deiner Freizeit, auch wenn sie durch Trainingseinheiten und -fahrten etwas knapp bemessen ist?“

Jasmine Flury: „Ich versuche, meine Freundschaften, die ich daheim habe aufrecht zu erhalte und bestmöglich zu pflegen. Des Weiteren habe ich vor Kurzem das Fotografieren für mich als Hobby entdeckt.“

skiweltcup.tv: „Was wünscht sich Jasmine Flury für die Zukunft? Welche sportlichen und persönlichen Ziele verfolgst du bis zur Heim-WM 2017 in St. Moritz?“

Jasmine Flury: „Für die nächsten zwei Jahre ist es mein Ziele, mich sowohl im konditionellen als auch im technischen Bereich weiter zu verbessern. Was die Ergebnisse betrifft, möchte ich mich in den Top-30 etablieren.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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