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Jean-Baptiste Grange ist Slalom Weltmeister 2011

Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann, zum Abschluss der Ski Alpin Weltmeisterschaften 2011 die Goldmedaille im Slalom der Herren. Über die Silbermedaille freute sich der Schwede Jens Byggmark. Manfred Mölgg aus Südtirol sicherte sich die Bronzemedaille. 

Vor 41 Jahre konnte sich Frankreich letztmals über den Titel eines Weltmeisters beim Slalom der Herren freuen. Am letzten Tag der SKI WM 2011 bereitet Jean-Baptiste Grange in einer Zeit von 1:41.72 Minuten dem langen Warten ein Ende. Mit eimem Rückstand von 43 Hundertstel Sekunden klassierte sich der Schwede Jens Byggmark auf dem 2. Rang und verdrängte den Südtiroler Manfred Mölgg (+ 0.61) auf den 3. Platz. 

Jean-Baptiste Grange: „Ich bin überglücklich. 2009 war es so hart für mich. Ich war Goldfavorit und am Ende hatte ich gar nichts. Danach hatte ich auch noch die Knieverletzung – der Weg zurück war so lange. Ich hab mich in den letzten Tagen nur noch auf dieses Rennen konzentriert. Ich war mir nach der Ziellinie nicht sicher, ob es gereicht hat.“ 

Jens Byggmark: „Wie ich es geschafft habe, weiß ich nicht. Ich hab nur das Gefühl gehabt: Ich muss schnell Skifahren. Ich hab mich nicht um die Spuren gekümmert, hab mich nur aufs Fahren konzentriert. Die Medaille ist wunderbar. Ich hab in den letzten Jahren so viele Probleme gehabt und wirklich hart gearbeitet.“ 

Manfred Mölgg: „Der 2. Durchgang hat sehr am Nervenkostüm gezehrt. Es ist nie leicht, als Zweiter nach dem 1. Lauf oben zu stehen und einen guten Lauf runter zubringen. Es war schwierig, in der Spur drin zu bleiben. Aber ich hab ein gutes Gefühl gehabt. Nach monatelang harter Arbeit ist jetzt die Medaille da.“ 

Als bester Österreicher musste sich Mario Matt, der Slalom Weltmeister von 2001 und 2007, mit dem undankbaren 4. Rang anfreunden. 

Mario Matt: „Bei einer WM braucht man einen 4. Platz nicht, das ist klar. Aber wenn ich zurück denke – im Dezember hab ich im Europacup mit Nummer 50 gekämpft. Da hab ich mir jetzt nichts vorzuwerfen. Der Rückstand nach dem 1. Durchgang war schon so groß – das war fast nicht mehr aufzuholen. Aber es gibt heute einen verdienten Sieger, er war top in Form. Dem Jens Byygmark vergönnt man den Erfolg nach der harten Zeit und auch Manfred Mölgg kann man gratulieren.“ 

Topfavoriten Ivica Kostelic (+ 1.16) aus Kroatien landete hinter dem Kanadier Julien Cousineau (+ 0.87), dem Japaner Naoki Yuasa (+ 0.96) und dem Italiener Cristian Deville (+ 1.06), als Achtplatzierter im Medaillenlosen Feld. 

Mit Manfred Pranger klassierte sich ein weiterer Österreicher auf dem 9. Rang direkt vor dem Schweden Andre Myhrer in den Top 10.    

Manfred Pranger: „Ich hab mir sehr viel vorgenommen, aber es geht heuer einfach nicht so. Ich versteh es irgendwie nicht. In den letzten zwei Tagen war es im Training sehr gut, daher war ich positiv eingestellt. Aber irgendwie geht’s nicht. So bin ich halt Neunter statt Zweiter oder Dritter. . Ich hab die letzten drei Wochen getestet wie ein Blöder – aber es hat nichts genützt. Vielleicht sollt ich einfach meine Technik weiterfahren und drauf warten, dass es wieder hart und eisig wird.“ 

Der österreichische Mitfavorit Reinfried Herbst schied nach einem Fahrfehler im Finallauf aus und nußte seine Medaillenträume begraben. 

Reinfried Herbst: „Die Piste war’s nicht. Ich hab mich gut gefühlt, hab auch keine Schläge gespürt. Für mich war klar: Es kann nur Attacke geben, alles andere wäre fehl am Platz gewesen. Ich hab da hin riskiert, hab dann den Druck genau an der falschen Stelle gehabt. Es wollt nicht sein.“ 

Felix Neureuther beendete den 1. Lauf als 22., attackierte und riskierte im Finallauf alles und schied nach einem Torfehler aus. Als Bester und einziger Deutscher Skifahrer beendete Fritz Dopfer auf Rang 21 das Rennen.

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