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Karl Frehsner: „Für den Erfolg war mir nichts zu kompliziert“

© swiss-ski.ch / Karl Frehsner

© swiss-ski.ch / Karl Frehsner

Vergangene Woche wurde Karl Frehsner anlässlich der Swiss Olympic Coach Awards für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Swiss-Ski.ch hat aus diesem Anlass mit dem 74-Jährigen ein Gespräch geführt.

Karl Frehsner, du hast am vergangenen Mittwoch den Coach Award für dein Lebenswerk als Trainer erhalten. Was bedeutet dir diese Auszeichnung?

Ich habe mich sehr gefreut über die Anerkennung, die man meiner Arbeit entgegen gebracht hat. Es bedeutet mir etwas, dass ich zusammen mit anderen Leuten den Skisport positiv prägen konnte, und dies zu einer Zeit, als die Sportart in der Schweiz einen noch höheren Stellenwert hatte als heute.  Ich war ja in meiner Zeit als Cheftrainer der Männer, in den 80er und 90er Jahren, nicht allein, sondern hatte immer einen grossen Rückhalt im ganzen Verband. Zum Teil habe ich das erst später richtig wahrgenommen, da ich ja bekanntlich nicht immer nur freundliche und harmonische Töne angeschlagen habe.

Wenn du auf deine lange Trainerlaufbahn zurückschaust, welches waren die Höhepunkte, an du dich gut erinnern kannst?

Das Wichtigste ist mir, dass es in alle den Jahren, in denen ich die Verantwortung im Training getragen habe, nie einen schweren Unfall gegeben hat. Das ist ja nicht selbstverständlich. Sportlich gab es sicher auch verschiedene schöne Erfolgsmomente, so zum Beispiel die beiden Vierfach-Siege an Weltmeisterschaften.  Als Trainer kann man den Erfolg ja nicht selber bewerkstelligen. Es ist am Ende immer der Athlet, der eine Piste herunterfährt und Erfolg hat. Wir Trainer können den Athleten nur helfen und das Umfeld so gestalten, dass er möglichst sein ganzes Potential abrufen kann.
Als schöne Erinnerung bleibt mir deshalb auch, dass es mir gelungen ist, gleich mehrere Athleten zurück zur Höchstleistung zu führen, die andere längst abgeschrieben hatten. Für den Erfolg war mir eben nie etwas zu kompliziert oder zu aufwändig.

Du bist auch heute noch auf der Piste und im Hintergrund aktiv, obwohl du dich längst zur Ruhe setzen könntest. Was ist deine Motivation dafür?

Meine Motivation besteht darin, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben. Auch habe ich immer wieder spannende Anfragen wie kürzlich vom paralympischen Skiteam. Bei solchen Einsätzen kann auch ich immer wieder neue Dinge lernen und gleichzeitig mein Know-how einbringen. Anders als früher muss ich heute ja kaum noch Geheimnisse für mich behalten. Ich muss höchstens schauen, dass die Informationen intern zu den richtigen Leuten kommen.

Du hast selber als Österreicher lange Jahre in der Schweiz gearbeitet. Was kannst du deinen Landsleuten mit auf den Weg geben, die derzeit in verschiedenen Funktionen bei Swiss-Ski arbeiten?

Naja, eigentlich hätte ich ja schon lange Schweizer werden können, da ich seit über 50 Jahren hier lebe. Die Nationalität stand für mich aber nie im Vordergrund. Als Ausländer musst du dich in einem fremden System stets anpassen, egal wo auf dieser Welt. Zu meiner Zeit war das in der Schweiz wahrscheinlich noch schwieriger als heute. Damals gab es kaum Ausländer, die eine Schweizer Organisation führten. Heute ist man sich das schon eher gewohnt – obwohl sich Schweizer in meinen Augen grundsätzlich nicht gern von Ausländern dirigieren lassen.
Ich denke, dass es gerade deshalb schwierig ist, wenn man in der Schweiz arbeitet und im Ausland wohnt. Gewisse Gepflogenheiten lernt man halt viel schneller kennen, wenn man auch in der Schweiz lebt. Und gerade im Skisport mit seiner regionalen Verankerung und dem Föderalismus ist dieser Faktor nicht zu unterschätzen.  Ich habe dieses System immer versucht zu nutzen und die Stärken der Einzelnen zusammenzubringen. Mir war es egal, ob einer Zürcher, Walliser oder Bündner war. Wichtig war nur, dass alle das Optimum aus einem Athleten holen wollten und an einem Strick gezogen haben.

Gibt es so etwas wie „das Geheimnis deines Erfolgs“?

Als ich in der Schweiz angefangen habe, gab es einige erfolgreiche Skifahrer, die immer wieder sehr gute Resultate erzielt haben. Dahinter gab es aber keine breit abgestützte Mannschaft, was man auch im Nationenklassement sehen konnte. Ich habe versucht, eine Mannschaft aufzubauen und von diesem „Einzelkämpfersystem“ wegzukommen. Das ist mir glaub recht gut gelungen. Dabei standen Kontinuität und ein langfristiger Aufbau stets im Vordergrund. Das soll aber nicht heissen, dass man 20 Jahre immer dasselbe macht, nur weil man es immer so gemacht hat – im Gegenteil! Ein Trainer muss immer mit der Zeit gehen, beobachten und sich laufend anpassen. Nur so kann er den Athleten helfen, sie unterstützen und ihre Fähigkeiten fördern, die letztlich zum Erfolg führen.

Quelle: www.Swiss-Ski.ch
Autor: llt  

 

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