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Katharina Liensberger hat noch lange nicht genug

Katharina Liensberger hat noch lange nicht genug

Katharina Liensberger hat noch lange nicht genug

Semmering – Die 23-jährige österreichische Skirennläuferin Katharina Liensberger bezwang bei ihrem Heimrennen auf dem Semmering die Slalomgrößen Mikaela Shiffrin und Petra Vlhová. Am Ende wurde sie hinter der Schweizerin Michelle Gisin Zweite. Wenn man die Entwicklung der Vorarlbergerin unter die Lupe nimmt, erkennt man, dass der Sprung auf die höchste Stufe des Podests wohl nur noch eine Frage der Zeit ist. Für Liensberger fühlt sich der zweite Platz wie ein Sieg an..

So oder so könnte die lange slalomsieglose Zeit der ÖSV-Dame bald ein Ende finden. Nicole Hosp gewann zuletzt im fernen Jahr 2014 im US-amerikanischen Aspen. Die Konstanz geben der Dame aus dem westlichsten Bundesland Österreichs recht: zehn Top-7-Ergebnisse machen Appetit auf mehr. Noch länger mussten die Swiss-Ski-Torläuferinnen auf einen Sieg warten. 2002 war zuletzt Marlies Öster erfolgreich, und als alle mit einer Errungenschaft von Wendy Holdener rechneten, schlug Gisin zu.

Lob für Gisin gab es auch von Liensberger. Die Vorarlbergerin attestierte ihrer Konkurrentin einen guten Job. Und elf Hundertstelsekunden Rückstand sind keine Welt. Nun geht es weiter; im neuen Jahr steht das erste Rennen in Kroatien auf dem Programm. Die ÖSV-Dame umschreibt den Hang als cool. Im letzten Jahr klassierte sich in Zagreb/Agram auf Position drei.  Die Ski Weltcup Rennen im neulich von einem Erdbeben heimgesuchten Gebiet, sollen laut letzten Informationen der FIS über die Bühne gehen können. Einen großen Wunsch hat die 23-Jährige noch, sie hofft dass das Coronavirus bald besiegt wird und dass das neue Jahr 2021 ein glückliches, freundliches Jahr für alle wird.

Auch ÖSV-Damenchef Christian Mitter ist erfreut, dass sein Schützling zwei fehlerfreie Durchgänge zeigte und fast als Erste abschwang. Mit den Ergebnissen von Katharina Truppe (6.), Katharina Huber (10.), Chiara Mair (12.) und Katharina Gallhuber (26.) kann man auch auf ein mehr als zufriedenstellendes Mannschaftsergebnis blicken. Ein kleiner Wehmutstropfen ist der Ausfall der Tirolerin Franziska Gritsch, die nach dem ersten Lauf noch auf dem sehr guten siebten Zwischenrang lag und im Finale der besten 30 wohl etwas zu viel wollte.

Mitter verweist auf ein starkes Kollektiv und auf den Umstand, dass man im Slalom auf einem guten Weg ist. So können wir uns auf die nächsten Rennen freuen. Und vielleicht steigt eine Dame vom Team Austria schon in Zagreb auf das höchste Stufe des Podests. Das Talent und der notwendige Ehrgeiz sind auf jeden Fall vorhanden und gute Grundvoraussetzungen, um diesen Schritt nach vorne zu setzen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sport.orf.at

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