28 März 2020

Katharina Liensberger will nach der Corona-Krise ganz nach vorne stürmen

Katharina Liensberger will nach der Corona-Krise ganz nach vorne stürmen
Katharina Liensberger will nach der Corona-Krise ganz nach vorne stürmen

Göfis – Die österreichische Skirennläuferin Katharina Liensberger bereitet sich in der Quarantäne auf den kommenden Winter vor. Wie alle ÖSV-Athletinnen hört sie auf die Vorgaben der Regierung und bleibt zuhause. Sie hält sich mit einem Trainingsplan fit, und hofft dass wir alle diese schwierige Zeit gesund überstehen.

Auch während der Corona-Krise blickt sie nach vorne, und will noch besser werden. Mehr noch: Die Vorarlbergerin möchte ihre Grenzen höher setzen. Zu Beginn der Saison 2019/20 ging es für die Athletin aus dem westlichsten Bundesland Österreichs drunter und drüber.

Eine Posse rund um einen geplatzten Materialwechsel und Debatten ohne Ende sorgten dafür, dass die Dame aus dem Ländle später in das Weltcupgeschehen eingreifen konnte. Die 22-Jährige zeigte sich fast unbeeindruckt und kletterte im Riesentorlauf erstmals auf das Podest. Im Slalomweltcup wurde sie ausgezeichnete Dritte.

Liensberger war überrascht, dass sie trotz der schweren Vorbereitung eine so gute Ski Weltcup Saison hingekriegt hat. Trotzdem weiß auch sie, dass ein Saisonfinale ohne Coronavirus das Schönere gewesen wäre.

Aber die Skirennläuferin betont, dass sie sich nicht unterkriegen lässt und sich nach bestem Wissen und Gewissen auf den bevorstehenden WM-Winter vorbereitet. Dazu arbeitet sie zuhause und übt im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder auch mit der Springschnur.

Nochmals zurück zum abgelaufenen Winter. Sie ist glücklich, so stark und gesund die Saison abgeschlossen zu haben, auch wenn Petra Vlhová und Mikaela Shiffrin das Maß aller Dinge waren. Für die Österreicherin setzen diese beiden Athletinnen einen sehr hohen Maßstab. Sie möchte – individuell gesehen – von beiden etwas abschauen und dennoch ihrem Stil treu bleiben und ihre Grenzen höher setzen.

Der dritte Rang beim Riesentorlauf in der Osttiroler Hauptstadt Lienz ist etwas ganz Besonderes. Der Sprung aufs Treppchen hat sie sehr gefreut. Trotzdem möchte sie auch im Riesenslalom eisern trainieren.

Im Hinblick auf die Skischuh-Geschichte ist Liensberger persönlich gereift. Die 22-Jährige hat gelernt, zu akzeptieren, wenn sie etwas keineswegs ändern und Eigenverantwortung übernehmen muss. Dessen ungeachtet will sie in den technischen Disziplinen besser werden und eines Tages auch die Speeddisziplinen dazunehmen. Ferner will sie konstant starke Leistungen abrufen.

Unabhängig, wie stark die stärksten Läuferinnen sind, möchte sie auch einmal auf der höchsten Stufe des Podiums stehen. Davon träumt die Vorarlbergerin. Und wer weiß, vielleicht geht ihr Traum im bevorstehenden Winter schon in Erfüllung. Zu wünschen wäre es ihr.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.laola1.at

Verwandte Artikel:

Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)
Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)

Ushuaia – Die slowenischen Technikerinnen und Techniker und Speedkönigin Ilka Stuhec sind vor sieben Tagen zur Saisonvorbereitung nach Argentinien gereist. Auch die Speed-Herren folgen. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Einer von den Athleten steht unter dem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wer der Betroffene ist, wurde nicht verraten. Nur… Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia weiterlesen

Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)
Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)

Pozza di Fassa – Der italienische Ski Weltcup Rennläufer Stefano Gross, der im September 36 Jahre alt wird, ist ein routinierter Athlet. Er kann gemeinsam mit Giuliano Razzoli zu den Führungspersönlichkeiten im azurblauen Slalomteam gezählt werden. Er berichtet im Skiweltcup.TV-Interview über den Slalom als seine Lieblingsdisziplin, Marcel Hirschers Skifirma „Van Deer“, Henrik Kristoffersen und vieles… Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ weiterlesen

Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)
Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee (Foto: © Cornelia Hütter / Instagram)

Saas-Fee – Die österreichischen Speeddamen Stephanie Venier, Cornelia Hütter, Tamara Tippler, Mirjam Puchner und Christine Scheyer trainieren gegenwärtig noch am Gletscher von Saas-Fee. Hütter wagte sogar den Sprung in den Gletscherbach; beinahe kann man von uneingeschränkter Tiefenentspannung sprechen. Das Trainingslager in der Schweiz geht in Kürze zu Ende. Die zwei Mannschaftskolleginnen Ramona Siebenhofer und Nadine… Cornelia Hütter taucht in den Gletscherbach von Saas-Fee weiterlesen

Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren
Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren

Moûtiers/Ushuaia – Der französische Ski Weltcup Rennläufer Alexis Pinturault fliegt in Kürze nach Südamerika. Die Trainingseinheiten können nach einer zweijährigen coronabedingten Pause wieder in Ushuaia stattfinden. Im Alter von 31 Jahren flog der Athlet der Equipe Tricolore bereits fast 15-mal ans andere Ende der Welt; zuerst mit seinem Heimatverein, dann mit den Kadern und dann… Alexis Pinturault wird zunächst alleine die französischen Farben in Argentinien repräsentieren weiterlesen

Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Gio Auletta)
Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Gio Auletta)

Cuneo – Die italienische Skirennläuferin Marta Bassino gab einer piemontesischen Regionalfernsehanstalt ein Interview. Sie erzählte, dass sie im Verlauf des gegenwärtigen Sommers wenig Ski gefahren sei, sich aber bereit fühle. So blickt sie optimistisch auf das bevorstehende Trainingslager in Südargentinien; die Bedingungen werden wirklich gut sein. Die azurblaue Riesenslalomspezialistin ist vor zwei Jahren mit ihrem… Marta Bassino hofft auf fünf intensive Trainingswochen in Argentinien weiterlesen