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Khoroshilov sorgt beim Nachtslalom für ein russisches Märchen in Schladming

Khoroshilov sorgt beim Nachtslalom für ein russisches Märchen in Schladming

Khoroshilov sorgt beim Nachtslalom für ein russisches Märchen in Schladming

Schladming – Der strahlende Sieger beim heutigen Nachtslalom heißt Alexander Khoroshilov. Der Russe feierte auf der Planai in einer Zeit von 1.46,39 Minuten seinen ersten Weltcupsieg und deklassierte förmlich die Konkurrenz. Khoroshilov sagte im TV-Interview: „Ich bin wirklich glücklich. Ich hatte zwei wirklich gute Läufe. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl – und mit dem guten Gefühl kannst du auch schnell fahren. Ich war nicht wirklich nervös – im letzten Jahr wäre ich noch nervös gewesen, da hatte ich nicht so viel Selbstvertrauen.“

Russlands Teammanager Wolfgang Mitter fehlten beim Sieg seines Schützlings fast die Worte: „Das kann man gar nicht beschreiben, weil da so eine harte Arbeit dahintersteckt. Das ist eine Teamarbeit im Kleinen, wie sie gehört. Er hat sich das verdient – er war das achte Mal in den Top-10 und steht jetzt ganz oben.“

Stefano Gross aus Italien belegte mit einem Rückstand von 1,44 Sekunden den zweiten Platz. Der Fassataler freute sich im ORF-Gespräch: „Es ist ein unglaublicher Moment für mich. Ich habe so viel gearbeitet, um dieses Ergebnis zu erreichen. Dieser Hang ist meine Lieblingspiste. Alexander hatte heute ein Super-Rennen – vor allem im ersten Durchgang war es unglaublich.“

Dritter des heutigen Torlaufs wurde Felix Neureuther (+1,51) aus Deutschland. Er konnte seinen Vorsprung in der Disziplinenwertung auf Marcel Hirscher wieder ausbauen. Der Bayer sagte im ORF-Interview: „Gewaltig, was er gezeigt hat. Ich hab grade noch zu Marcel gesagt: Der muss brutal cool sein. Wenn du nach dem ersten Lauf führst, dann so gewinnst und nur kurz winkst – ich würde komplett auszucken. Er hat uns gescheit was vorgelegt. Khoroshilov ist jetzt erst dieses Jahr so richtig stark geworden. Aber das ist das Schöne am Skisport – dass es keine Garantie gibt, wann man schnell Skifahren kann. Es taugt mir, dass er heute gewonnen hat.“

Offizieller FIS ENDSTAND – Slalom der Herren in Schladming

Hinter Neureuther klassierte sich Fritz Dopfer, der um 19 Hundertstelsekunden langsamer als sein Teamkollege war. Linus Strasser (+1,93), ebenfalls dem DSV-Team angehörig, zeigte eine mehr als bärenstarke Leistung und wurde am Ende ausgezeichneter Fünfter. Der ehemalige Olympiasieger Giuliano Razzoli (+2,03) aus Italien fuhr zwei Tage nach seinem vierten Rang auf dem Ganslernhang heute auf Position sechs. Siebter wurde der junge Norweger Henrik Kristoffersen (+2,07), der vor Kitzbühel-Sieger Mattias Hargin (+2,31) abschwang. Die Top-10 wurden von Hargins Mannschaftskollegen Markus Larsson (+2,50) und dem Schweizer Daniel Yule (+2,56) abgerundet. Dabei fiel der Eidgenosse nach dem sechsten Platz zur Halbzeit noch um vier Ränge zurück.

Patrick Thaler aus Südtirol belegte den 13. Platz und hatte am Ende 2,61 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Russen. Hinter dem Sarner Routinier klassierte sich der ansonsten so souverän und locker fahrende Marcel Hirscher (+2,65), der erst nach der WM in Vail/Beaver Creek seinen 30. Weltcupsieg feiern kann. Der 25-Jährige meinte im ORF-Interview über sein enttäuschendes Resultat selbstkritisch: „Ich bin schlecht skigefahren. Es ist bei mir schon ziemlich zusammengeräumt. Ich muss schauen, dass ich im Slalom in Form komme – so schlecht bin ich schon lange nimmer gefahren. Was Alexander gezeigt hat, ist unglaublich. Auf Eis geht es super. Aber wenn es nicht 100-prozentig knackig ist, dann tue ich mir schwerer. Das liegt an mir und an nichts anderem. Daran muss ich arbeiten. Ich muss schauen, dass ich da ins Fahren komme – sonst bin ich bei der WM auch nur zum Mitfahren dabei. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass ich auch die Kombination fahre. Ich werde jetzt mal die nächsten Tage auskurieren und dann schauen.“

Hirschers Mannschaftskollegen Mario Matt (+3,26) und Benjamin Raich (+3,93) fuhren auf die Schlusspositionen 19 und 25. Dazwischen klassierte sich der junge Deutsche Dominik Stehle (+3,50), der mit der achtbesten Durchgangszeit im Finale einige Plätze gutmachte und am Ende noch vor dem erfahrenen Südtiroler Manfred Mölgg (+3,70; 23.)den 22. Platz belegte.

Mit dem heutigen Premierensieger Alexander Khoroshilov ging eine urlange russische, sieglose Serie zu Ende. Am 25. März 1981 gewann der 1983 im Alter von 25 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte Alexander Wassiljewitsch Schirow im bulgarischen Borowez zuletzt einen Weltcup-Slalom für sein Heimatland, das damals noch Sowjetunion heißt.

Blicken wir abschließend in den Slalom- bzw. Gesamtweltcup. Im Kampf um die kleine Kristallkugel kam Marcel Hirscher mit einem verhältnismäßig „blauen Auge“ davon. Da sein Freund Neureuther „nur“ 60 Zähler Punkte holte, trennt das Duo vor den letzten Slaloms, die nach der WM in Kranjska Gora und beim Finale in Méribel ausgetragen werden, gerade einmal 66 Zähler. Im Gesamtweltcup übersiedelt der Österreicher mit über 1000 Zählern zur WM nach Vail/Beaver Creek. Gewiss hätte er heute auf der Planai mehr als nur 18 Punkte für Platz 14 mitgenommen, aber in der Summe hat er 180 Punkte Vorsprung auf den heute pausierenden Kjetil Jansrud. Nach der WM werden sieben Speedrennen und sieben Entscheidungen in den technischen Disziplinen ausgetragen. Und man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass dieser Kampf eine „ganz enge Kiste“ werden wird.

Offizieller FIS ENDSTAND – Slalom der Herren in Schladming

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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