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Kira Weidle im Skiweltcup.TV-Interview: Ein Start bei der Olympiaabfahrt stand nicht auf dem Plan

Kira Weidle im Skiweltcup.TV-Interview: Ein Start bei der Olympiaabfahrt stand nicht auf dem Plan (Foto: Kira Weidle / privat)

Kira Weidle im Skiweltcup.TV-Interview: Ein Start bei der Olympiaabfahrt stand nicht auf dem Plan (Foto: Kira Weidle / privat)

Copper Mountain/Starnberg – Die junge DSV-Athletin Kira Weidle ist eine talentierte Skirennläuferin, die mit dem elften Platz bei der olympischen Abfahrt in Südkorea im Februar dieses Jahres alle mehr als nur erfreut hat. Sie schaut zuversichtlich nach vorne und möchte sich sukzessive verbessern. Im Gespräch mit Skiweltcup.TV erzählt die bayerische Frohnatur über die letzte Saison, ihre Leidenschaft für den Skirennsport und die kurz- bis mittelfristigen Zielsetzungen.

Skiweltcup.TV: Kira, was hättest du zu mir gesagt, wenn ich dir vor dem Beginn der letzten Saison gesagt hätte, dass du bei der Olympiaabfahrt im südkoreanischen Pyeongchang mit Platz elf die zweitbeste Deutsche wirst?

Kira Weidle: Da hätte ich sofort unterschrieben! Olympia stand vor der Saison eigentlich gar nicht auf meinem Plan. Nach dem ersten Rennen in Lake Louise sah das dann schon anders aus, und es war natürlich ein super Erlebnis.

Aus welchem Grund ist der Skirennsport zu deiner großen Leidenschaft geworden? Gab es ein Schlüsselerlebnis, so dass du dich für diese Disziplin entschieden hast, oder wann hast du gespürt, dass du mehr als nur Talent für diese schöne wie gleichermaßen faszinierende Sportart hast?

Meine Familie ist schon immer vom Skisport sehr begeistert gewesen. Als ich sechs Jahre alt war, wurde ich Mitglied im Skiclub, und mir hat es sofort Spaß gemacht. Auch die Erfolge im Schülerbereich haben mich motiviert. Meine erste Abfahrt bin ich im Alter von 16 Jahren in Garmisch auf der Kandahar gefahren. Dabei habe mir bei einem Sturz die Schulter ausgekugelt. Daraufhin hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal Abfahrerin werde. (lacht)

Du rast als Abfahrts- und Super-G-Spezialistin voller Tatendrang und Adrenalin die steilsten Pisten der Welt hinunter. Rutscht dir ab und zu das Herz in die Hose, wenn es richtig steil und eisig ist? Oder hat man da schon verloren, wenn man zu respektvoll ans Tagewerk geht?

Bei der einen oder anderen Besichtigung schaut man schon mal ein bisschen skeptisch, aber spätestens nach dem ersten Training sind die Zweifel wieder weg. Ein gewisser Respekt sollte schon da sein, denn das Risiko, dass etwas passiert ist einfach immer da. Aber Angst sollte man keine haben!

Nach Olympia ist vor den Weltmeisterschaften. Wie bereitest du dich in der warmen Jahreszeit, den neuen Ski-Winter im Auge behaltend, vor? Gibt es spezielle Trainingseinheiten, die, wenn ein Höhepunkt in der neuen Saison ansteht, durchgeführt werden, oder ist die Saisonvorbereitung mehr oder weniger gleich?

Die Vorbereitung lief ähnlich wie jedes Jahr. Nach einem langen Kurs in der Schweiz sind wir dieses Jahr wieder nach Südamerika geflogen, um Speedkilometer zu sammeln. Danach ging es wie gewohnt auf den heimischen Gletschern weiter.

Die stets motivierte und gut gelaunte DSV-Athletin Kira Weidle strahlt nach dem Saisonfinale 2018/19 mit der Sonne um die Wette, wenn …

…sie bei der Ski-Weltmeisterschaft zeigt, was sie kann und nach dem Weltcupfinale eine bessere Position hat als im Vorjahr.

Bericht und Interview für Skiweltcup.TV: Andreas Raffeiner

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