17 Mai 2021

Kleine Analyse des Ski Weltcup Kalenders 2021/22 der Damen

Gesamtweltcupsiegerin 2012021: Petra Vlhova
Gesamtweltcupsiegerin 2012021: Petra Vlhova

Oberhofen am Thunersee – Auch wenn die FIS erst in einigen Wochen den endgültigen Rennkalender der bevorstehenden alpinen Ski-Saison 2021/22 absegnet, können wir eine kleine Analyse wagen. Zum Parallel-Rennen in Lech/Zürs wird es, außer in der Kombination,  in jeder Disziplin neun Rennen geben. Für Sofia Goggia könnte das vorteilhaft sein, denn sie hat im Riesenslalom Fortschritte gemacht. In den Speeddisziplinen gehört sie schon seit Langem zu den besten ihrer Zunft. So kann sie bei 27 Rennen an den Start gehen. Für sie ist es wichtig, konstant gut zu fahren und viele Punkte zu sammeln. In der Saison 2016/17 holte sie 1.197 Zähler und landete 13-Mal auf dem Podest. Sollte sie von Beginn an den nötigen Schwung mitnehmen, können wir uns auf viele Top-Ergebnisse auf allerhöchstem Niveau einstellen.

Federica Brignone, ihres Zeichens Gesamtweltcupsiegerin im Winter 2019/20 und Marta Bassino wollen im Gesamtweltcup ihre Stärke unter Beweis stellen. Beide azurblaue Athletinnen haben das Zeug, um die Spitze mitzukämpfen. Des Weiteren will sich die Slowakin Petra Vlhová mit ihrem neuen Trainer an Bord nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Das heißt im Klartext: Sie möchte am liebsten die große Kristallkugel verteidigen und ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Außerdem möchte sie ihren Traum von einer olympischen Medaille in Peking erfüllen.

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin wird wohl die Hauptfavoritin sein, was den Gesamtweltcupsieg in der neuen Saison betrifft. Die 26-Jährige wird einige Super-G’s bestreiten, und ihre Ausbeute in den technischen Disziplinen, die Punkte betreffend, ist nahezu phänomenal. Sie kann es sich wohl wie keine andere Athletin leisten, die Abfahrten auszulassen. Aber auch Lara Gut-Behrami aus der Schweiz, die in der letzten Saison den Rennkalender offen kritisiert hat, will ihre Chance nutzen und vielleicht zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn die große Kristallkugel in die Höhe stemmen. Schwierig wird es für Corinne Suter, die im Riesentorlauf trotz Verbesserung noch auf den großen Wurf wartet. Sie muss in den Speeddisziplinen, will sie eine Chance haben, von Beginn an fast immer aufs Podest fahren.

Michelle Gisin ist wohl die einzige, die in allen Disziplinen mit erstklassigen Resultaten zeigen kann, was in ihr steckt. Die dritte Swiss-Ski-Lady im Bunde hat in den letzten Speedrennen etwas abgebaut. Sie muss schauen, wie sie damit umgeht. In der vergangenen Saison verlor sie entscheidenden Boden auf Vlhová und Gut-Behrami. Bis Ende Januar liebäugelte sie noch mit dem Gesamtweltcup. Aus der Schweiz kommt auch Wendy Holdener, die im Slalom, Riesentorlauf und im Super-G gut fahren kann. Ohne Kombinationen und nur einem Parallel-Rennen wird es sehr schwer, obwohl sie sehr talentiert ist. Die Österreicherin Katharina Liensberger aus Österreich will im Riesentorlauf erfolgreich sein und ihre großartigen Slalom-Ergebnisse des Vorjahres mehr als nur bestätigen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Der vorläufige Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

Der vorläufige Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

Verwandte Artikel:

Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)
Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)

Ushuaia – Die slowenischen Technikerinnen und Techniker und Speedkönigin Ilka Stuhec sind vor sieben Tagen zur Saisonvorbereitung nach Argentinien gereist. Auch die Speed-Herren folgen. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Einer von den Athleten steht unter dem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wer der Betroffene ist, wurde nicht verraten. Nur… Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia weiterlesen

Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)
Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)

Selina Egloff hat sich in Absprache mit ihrem Betreuerteam dazu entschieden, eine längere Pause einzulegen. Die B-Kader-Athletin, welche im Ski Weltcup bereits fünf Mal am Start stand, fühlt, dass sich ihr Energietank durch den Spitzensport stark geleert hat. «Ich werde eine Pause einlegen und voraussichtlich diese Saison keine Rennen fahren. Es ist mir wichtig, genügend… Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein weiterlesen

Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)
Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)

Pozza di Fassa – Der italienische Ski Weltcup Rennläufer Stefano Gross, der im September 36 Jahre alt wird, ist ein routinierter Athlet. Er kann gemeinsam mit Giuliano Razzoli zu den Führungspersönlichkeiten im azurblauen Slalomteam gezählt werden. Er berichtet im Skiweltcup.TV-Interview über den Slalom als seine Lieblingsdisziplin, Marcel Hirschers Skifirma „Van Deer“, Henrik Kristoffersen und vieles… Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ weiterlesen

Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)
Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)

Rovereto – Martina Peterlini, die beste italienische Slalomläuferin der Gegenwart, kann aufatmen. Acht Monate nach ihrer schweren Knieverletzung hat sie wieder ihre Skier angezogen. Sie schielt auf den Saisonauftakt in Levi und möchte in Finnland – das Rennen geht in etwas mehr als drei Monaten über die Bühne – positiv auffallen und vorne mitmischen. Vor… Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da weiterlesen

Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)
Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)

Bariloche – Nach einer achtjährigen Abwesenheit kehrte der japanische Skirennläufer Akira Sasaki auf die Piste zurück. So belegte er im Rahmen der argentinischen Ski-Meisterschaften am Cerro Catedral den ersten Platz im Torlauf. Zudem träumt der Athlet aus Fernost von einer Olympiateilnahme im fernen Jahr 2026. Wie wir wissen, finden die Spiele im Zeichen der fünf… Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 weiterlesen