8 Dezember 2021

UPDATE: Kreuzbandverletzung – Das bittere Ende der Karriere von Kjetil Jansrud?

Beaver Creek Super-G Sieger Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud
Beaver Creek Super-G Sieger Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud

Oslo – Nun ist die traurige Nachricht Gewissheit geworden. Der 36-jährige Skirennläufer Kjetil Jansrud, einer der Besten seiner Zunft, zog sich bei seinem Sturz beim Super-G in Beaver Creek einen Kreuz- und Innenbandschaden zu. Das teilte der norwegische Skiverband in einer Aussendung mit. Da der Wikinger ein halbes Jahr bis neun Monate pausieren muss, wird er bei den Olympischen Winterspielen fehlen. Die Spiele im Zeichen der fünf Ringe, die im Februar 2022 in China über die Bühne gehen, wären seine fünften gewesen.

Die Untersuchungen in der norwegischen Hauptstadt ergaben, dass sich Jansrud unters Messer begeben muss. Die Saison ist vorbei; und er ist motiviert, diesen Kampf aufzunehmen. Das explizite Karriere-Ende hat er nicht angekündigt. Der Olympiasieger von 2014 konnte nach seinem Sturz in den USA noch eigenständig ins Ziel fahren. Dort wurde er unter stehenden Ovationen empfangen, ehe er seinem triumphierenden Mannschaftskollegen Aleksander Aamodt Kilde zum Sieg gratulierte.

Ursprünglich wollte der 36-Jährige aus dem hohen Norden Europa selbstredend bei den Olympischen Winterspielen teilnehmen, gute Resultate erzielen und bei den Heimrennen in Kvitfjell seine so erfolgreiche sportliche Laufbahn beenden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: sport.orf.at, eigene Recherchen

 

Beaver Creek – Der norwegische Skirennläufer Kjetil Jansrud kann zur tragischen Figur in dieser Saison werden. Der Wikinger, der mehrere Male andeutete, dass dieser Winter sein letzter sein würde, kam gestern beim Super-G von Beaver Creek schwer zu Sturz. Eine Verletzung des Kreuzbandes könnte das vorzeitige Karriere-Ende des sympathischen Nordeuropäers bedeuten.

Der Arzt des norwegischen Teams berichtet, dass eine Schädigung des Kreuzbandes und der inneren Seitenbänder diagnostiziert wurde. Jansrud reist am Montag mit der Mannschaft nach Hause, wo er noch einmal untersucht wird. Es ist noch zu früh, über eine Operation und das Ausmaß der Verletzung zu berichten.

Der 36-Jährige fasste sich nach dem Abflug ins Sicherheitsnetz ans Knie. Schließlich schnallte er die Skier wieder an und fuhr unter stehenden Ovationen selbständig wieder ins Ziel. Nachdem er seinem Mannschaftskollegen Aleksander Aamodt Kilde zum Sieg gratulierte, ging der routinierte Skirennläufer ins Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen.

Das Ausmaß der Knieverletzung entscheidet darüber, ob er wieder ins Skiweltcupgeschehen zurückkehren wird oder nicht. Ist die Kreuzbandverletzung schwer, ist die Saison beendet, noch ehe sie richtig begonnen hat. Es kann bis zu einem Jahr dauern, um nach einer solchen Verletzung wieder trainingsbereit zu sein.

Und ob Jansrud sich das antut, ist fraglich. Er hatte vor, bei den Olympischen Winterspielen in Peking zu fahren und dann bei den Heimrennen in Kvitfjell seine großartige Karriere vor heimischem Publikum zu beenden. Das alles könnte nun Makulatur sein. Fakt ist: So ein Karriere-Ende hätte sich der Norweger alles andere als verdient.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: nettavisen.no

Verwandte Artikel:

Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich
Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich

Garmisch-Partenkirchen – Die Startnummer 13 hat der Schweizerin Corinne Suter Glück gebracht; sie war im ersten Abfahrtsprobelauf in Garmisch-Partenkirchen in einer Zeit von 1.41,30 Minuten die Schnellste eines Feldes, in dem viele zahlreiche prominente Namen fehlen. Auf Rang zwei reihte sich die Deutsche Kira Weidle (+0,06) ein; Dritte wurde mit Jasmine Flury (+0,30) eine weitere… Corinne Suter entscheidet 1. Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen für sich weiterlesen

Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022
Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022

Peking – Langsam aber sicher wird es Zeit die Uhren umzustellen – auf Olympia-Zeit! In Peking gehen die Uhren anders, besser gesagt sind uns die Chinesen in Sachen Zeitunterschied 7 Stunden voraus. Nicht nur für unsere Skiweltcup-Redaktion eine Herausforderung, auch die Skifans müssen den Wecker mitten in der Nacht stellen, wenn sie bei den Entscheidungen… Der offizielle Ski Alpin Terminplan der Olympischen Winterspiele 2022 weiterlesen

Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht
Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht

Finkenberg – Die österreichische Skirennläuferin Marie-Therese Sporer kam bei einem Slalomtraining zu Sturz. Dabei renkte sie sich die Schulter aus, die weiteren Untersuchungen ergaben dass sie sich einen Schulterbruch zuzog. Die Tirolerin begab sich bereits unters Messer und wird ein paar Wochen pausieren müssen. Die ÖSV-Lady, 25 Jahre jung, wurde abseits des Sturzes nicht für… Schulterbruch setzt Marie-Therese Sporer außer Gefecht weiterlesen

Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 (Foto: © Mirja Geh)
Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 (Foto: © Mirja Geh)

Mellau – Zugegeben, im Stillen hoffte der österreichische Skirennläufer Patrick Feurstein, seines Zeichens sensationeller Vierter beim Riesentorlauf auf der Gran Risa in Alta Badia, auf ein Olympiaticket. Der Vorarlberger wurde jedoch nicht nominiert. Im zweiten Moment rutschten Max Franz und Stefan Brennsteiner noch ins Aufgebot. Feurstein weiß, dass wohl das fehlende zweite Top-Ergebnis ausschlaggebend war.… Patrick Feurstein blickt voller Zuversicht auf die Ski-WM 2023 weiterlesen

Olympia News Italien: Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin - Tommaso Sala mit Olympiaticket - Mattia Casse nicht nominiert - Lara Della Mea kann Olympiatraum leben.
Olympia News Italien: Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin - Tommaso Sala mit Olympiaticket - Mattia Casse nicht nominiert - Lara Della Mea kann Olympiatraum leben.

Peking – Die italienische Skirennläuferin Sofia Goggia, die nach einer Verletzung um ihren Olympiastart bangt und folglich ihre Anreise nach China verschiebt, wird bei der Eröffnungsfeier in Peking nicht die Tricolore tragen. Ihre Freundin und ebenfalls aus der Gegend um Bergamo stammende Michela Moioli, vor vier Jahren Snowboardcross-Olympiasiegerin in Südkorea, wird mit der grün-weiß-roten Fahne… Sofia Goggia Reha statt Fahnenträgerin – Tommaso Sala mit Olympiaticket – Mattia Casse nicht nominiert – Lara Della Mea ……. weiterlesen