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Kristallkugeln und vieles mehr – Ein Einblick in die Firma JOSKA

Jeder Pokal wird in Handarbeit graviert! - Foto: JOSKA

Jeder Pokal wird in Handarbeit graviert! - Foto: JOSKA

Bodenmais – Wenn wie im vergangenen Skiwinter die Saison in Lenzerheide zu Ende geht, hat die traditionsreiche Firma JOSKA ihren Auftritt. Und jeder Athlet, unabhängig ob er nur eine kleine, sondern auch eine große Kristallkugel sein Eigen nennt, stemmt sie hoch und küsst sie. Auch posiert er für die Kamera, die Kugel fest in seiner Hand. Wir haben uns mit Geschäftsführer Josef Kagerbauer und Betriebsleiter Alois Adam von der Firma JOSKA über allerhand Themen unterhalten.

skiweltcup.tv: „Herr Kagerbauer, seit wann gibt es die Firma JOSKA in Bodenmais, und ab wann stellt sie die Kristallkugeln für die Gesamt- und Disziplinensieger im Skiweltcup her?“

Josef Kagerbauer: „JOSKA Kristall wurde 1961 von Josef Kagerbauer sen. gegründet. Von Anfang an hatte er das kreative Potenzial seiner Mitarbeiter stets herausgefordert und auch weiter entwickelt. Traditionelle Handwerkskunst paart sich bei uns mit modernem Design. Seit 2003 führe ich die Geschäfte und das Unternehmen.

Seit 1989 stellen wir alle FIS-Ski-Weltcup-Pokale, auch kurz Kristallkugeln, genannt, her. Ein Auftrag, der uns besonders stolz macht. Es ist uns eine Ehre, diese Pokale für die FIS zu produzieren.“

skiweltcup.tv: „Wie lange benötigt man für die Herstellung einer einzelnen Kugel, und welche Arbeitsschritte muss man beachten?“

Josef Kagerbauer: „Aus einer glühenden, 1200° C heißen Glasschmelze formen die Glasmacher in ihrer schweißtreibenden, künstlerischen Arbeit den Rohling der Weltcupkugel. Nach zehnstündiger Abkühlung gelangt der Kristall zum Kunstglasschleifer, der mittels Diamantscheiben das unverkennbare Design mit Schneekristallen in die Kristallkugel schleift. Die Logos der FIS sowie die Nennung der Disziplinen und nicht zuletzt der Sponsor werden in einer einzigartigen, von der Firma JOSKA streng geheim gehaltenen Technik ins Glas eingraviert. Die hohen Qualitätsanforderungen, die die FIS und nicht zuletzt auch die Firma JOSKA an sich selbst richtet, geben den Ausschlag beim Controlling, welche der Kristallkugel den Weg in die Hände des Siegers schafft oder mit kleinen Unregelmäßigkeiten den Weg zurück zur Glasschmelze geht. Denn die FIS-Weltcupkugel ist ein Produkt, das exklusiv gefertigt wird und darf zu keinem anderen Zweck verwendet werden. Bis alle Weltcupkugeln gefertigt sind, dauert es leicht vier Wochen.“

Jeder Pokal ist ein Unikat! - Foto: JOSKA

Jeder Pokal ist ein Unikat! - Foto: JOSKA

skiweltcup.tv: „Herr Adam, welche technischen Details wie etwa Gewicht und Größe können oder dürfen Sie uns rund um eine Kugel verraten?“

Alois Adam: „Sie ist 46 Zentimeter hoch und zur Hälfte eine Kugel mit einem Durchmesser von 23 Zentimetern. Sie wiegt stolze 12 kg, und sie ist durch und durch feinstes Bleikristall, edel geschliffen und handgraviert. Die kleine Weltcupkugel wiegt immerhin noch 8 kg und ist 36 cm groß.“

skiweltcup.tv: „Sind die Kristallkugeln versichert, für den gesetzten Fall, einem Skirennläufer fällt eine vor lauter Freude aus der Hand… oder hat die Firma JOSKA beim Saisonfinale immer die eine oder andere „Ersatz“-Kugel im Handgepäck?“

Alois Adam: „Es gibt Ersatzpokale, falls im Vorfeld etwas passiert. Wenn ein Sportler eine Kugel nach der Siegerehrung fallen lässt, wie es etwa dem Italiener Alberto Tomba einmal passiert ist, ersetzen wir diese Kristallkugel mit der individuellen Beschriftung später.“

skiweltcup.tv: „Herr Kagerbauer, der Skiweltcupzirkus macht derzeit keinen Halt mehr in der Heimat der schönen Kristallkugeln. Wäre es für die Region des Großen Arbers eine Win-Win-Situation, wenn man sich direkter mit dem Weltcup identifizieren kann und dieser wieder im Bayerischen Wald seine Zelte aufschlägt?“

Josef Kagerbauer: „Ein Skiweltcup ist ein großer Event mit großer medialer Aufmerksamkeit – gerade aus touristischer Sicht – man ist im Gespräch. Viele Regionen in Deutschland, besser gesagt in Europa und der ganzen Welt kämpfen darum, als Austragungsort eines Ski-Weltcups aufgenommen zu werden. Es kommen immer neue Orte mit riesigen Anlagen wie Sotschi dazu. Um als Weltcuport zum Zuge zu kommen, muss jede Region sich professionell präsentieren und zusammenarbeiten. Durch das große Engagement von Landrat  Adam und der vielen anderen Helfer sehen wir unsere Region auf einen guten Weg, wieder einen Weltcup zu erhalten.“

Das Objekt der Begierde

Das Objekt der Begierde

skiweltcup.tv: „Aus welchem Grund sind – rückwirkend betrachtet – die zwei ÖSV-Athleten Anna Fenninger und Marcel Hirscher zwei würdige Besitzer der großen Kristallkugel in der Olympiasaison 2013/14?“

Josef Kagerbauer: „Jeder Sportler der nach einer langen Saison, etwa bei den Herren waren es dieses Jahr 28 Weltcuprennen, oben steht hat sich die große Kristallkugel mehr als verdient. Wir freuen uns immer mit allen Siegern. Ihr Lächeln steckt uns an, und motiviert uns für neue Taten.“

skiweltcup.tv: „Eine private Zwischenfrage an beide: Haben Sie auch eine persönliche Favoritin bzw. einen persönlichen Favoriten im Skirennsport, unabhängig davon, ob diese oder dieser heuer eine Kugel gewonnen hat oder nicht?“

Josef Kagerbauer und Alois Adam: „Nein, als Hersteller der begehrten Kristallkugel sind wir bei wirklich allen Sportlern beliebt und auch wir haben zu allen Sportlern und Nationen ein sehr gutes, ja fast freundschaftliches Verhältnis. Natürlich freuen wir uns auch über die guten Ergebnisse von Felix Neureuther und hätten ihm auch eine große oder kleine Kristallkugel gegönnt.“

skiweltcup.tv: „Herr Adam, teilen Sie meine Anschauung, dass sich das faire und sportbegeisterte Publikum beim Saisonkehraus in der schweizerischen Weltcupdestination Lenzerheide auch eine Kugel verdient hätte?“

Alois Adam: „Natürlich, es war eine tolle Atmosphäre beim Weltcupfinale. Ich habe von allen Seiten nur positives über Lenzerheide gehört. Sämtliche Medien, Fernsehen und Print, wollten Fotos von „unseren“ Weltcuppokalen. Alle Fachleute sind sich einig: es ist die größte Auszeichnung für Sportler als Gesamtsieger über die ganze Saison der Beste zu sein – Gesamtwertung oder Disziplinwertung. Olympia ist nur ein Rennen.“

skiweltcup.tv: „Herr Kagerbauer, für welche Disziplinen neben dem alpinen Skisport stellen Sie noch Pokale her?“

Josef Kagerbauer: „Für die FIS produzieren wir neben den Weltcups für die alpinen Wettbewerbe auch alle anderen Wettbewerbe wie Skispringen, Nordische Kombination, Cross Country, Freestyle und Snowboard. Auch die Weltcuprennen, wie jene in Schladming, Flachau, Patscherkofel, Garmisch und Kitzbühel gehören zu unseren Kunden.

Im Biathlon fertigen wir für die Internationale Biathlon Union (IBU) ebenfalls alle Weltcuppokale und die Pokale für die Weltcups in Ruhpolding, Hochfilzen und Antholz.

Seit einigen Jahren liefern wir auch die Gesamt-Weltcups für Rodeln (FIL) und Bobsport (FIBT) – auch darauf sind wir sehr stolz.

Die Vierschanzentournee gehört seit Jahrzehnten zu unseren wichtigsten Veranstaltungen im Jahr, auch das Skispringen in Willingen gehört dazu.

Die Aufzählung könnten wir noch weiter fortführen…“

skiweltcup.tv: „Können Sie uns auch über die weitere Angebotspalette, die überlieferte Handwerkskunst und modernes Design vereint, etwas berichten?“

Josef Kagerbauer: „JOSKA ist in der glücklichen Lage, für alle Sportdisziplinen dieser Welt die passenden Pokale liefern zu können. Unser Firmenname steht für exklusive und hochwertige Glaskunst. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir einen Pokal für einen regionalen Verein oder einen weltweit agierenden Sportverband fertigen. Jeder, der einen JOSKA-Glaspokal besitzt, ist sich über die Einzigartigkeit bewusst, sowohl was die Pokale als auch seine Leistungen betrifft, für die er damit ausgezeichnet wurde.

Wir fühlen uns der regionalen Tradition der Glasherstellung und -veredelung verpflichtet und wollen die zukünftigen Herausforderungen mit innovativen Ideen und Produkten meistern.

In unserem Glasparadies in Bodenmais erfährt der Besucher hautnah und mit allen Sinnen die Faszination des Werkstoffes Glas. Vor allem Kinder wollen wir für eine seit Generationen gelebte Glastradition begeistern. Unser Engagement steht für große Leistungsbereitschaft, energischen Durchsetzungswillen und qualitative Exzellenz. Die Angebotspalette reicht vom eleganten Weinglas bis zum Kronleuchter. Ob nun der klassische Stil bevorzugt oder auf ein kunstvolles Design Wert gelegt wird, den Wünschen sind keine Grenzen gesetzt.“

skiweltcup.tv: „Abschließend eine zweigeteilte Frage an beide: Für welche Werte steht die Firma JOSKA, und warum ist sie aus dem Skiweltcup nicht mehr wegzudenken?“

Josef Kagerbauer und Alois Adam: „Für Pokale haben wir ein spezielles Motto: „Für uns gibt es nichts Überzeugenderes als den Erfolg, den der anderen und den eigenen. Unsere Pokale sind die Krönung des Könnens, gemacht für die Sieger dieser Welt.“

Der Skiweltcup ist der Pokal, der uns zum internationalen Bekanntheitsgrad und zum Durchbruch bei vielen anderen Sportveranstaltungen und Events verholfen hat. Er wird für uns immer etwas Besonderes bleiben.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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