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Lara Gut-Behrami rast im Fassatal auch in der 2. Abfahrt auf Platz 1

Lara Gut-Behrami gewinnt auch 2. Abfahrt von Val di Fassa

Lara Gut-Behrami gewinnt auch 2. Abfahrt von Val di Fassa

Fassatal – Die Schweizerin Lara Gut-Behrami befindet sich gegenwärtig in einer Top-Form. Die Eidgenossin entschied auch die zweite Abfahrt im Fassatal für sich. Es scheint so, als würde ihr die „La Volata“-Strecke im Trentino liegen. Für den heutigen Erfolg benötigte sie eine Zeit von 1.25,53 Minuten. Auf Rang zwei landete ihre Teamkollegin Corinne Suter (+0,32). Beim Saisonkehraus Mitte März in der Lenzerheide kommt es zum finalen Showdown. Denn beide Swiss-Ski-Athletinnen können der verletzungsbedingt abwesenden Italienerin Sofia Goggia die kleine Kristallkugel entreißen, selbst wenn der Punkterückstand auf den ersten Blick groß erscheint. Die Deutsche Kira Weidle (+0,68), die gestern als Vierte noch am Podest kratzte, konnte mit dem dritten Platz heute auf selbiges klettern und sich über 60 Punkte freuen.

 

Lara Gut-Behrami: „Wenn es gut läuft, ist es egal wo man fährt. Heute habe ich den Mittelteil besser erwischt als gestern. Im Gleitstück habe ich zwar wieder verloren, aber ich bin froh, dass ich mich weiter von Tag zu Tag steigern kann. Ich freue mich auf den Super-G morgen und werde alles für das mögliche Triple geben. Trotzdem ist es wieder ein neues Rennen.“

Corinne Suter: „Lara hat gerade einen Super-Lauf. Sie findet die perfekte Mischung zwischen Ski gehen lassen und dosieren. Aber ich bin auch sehr zufrieden und habe ein gutes Rennen abgeliefert. Ich rechne aktuell nicht mit der Kugel, sondern möchte einfach Rennen für Rennen schnell fahren.“

 

Ski Weltcup 2020/21: Daten und Fakten zum
7. Abfahrtslauf der Damen in Val di Fassa

FIS-Startliste – 2. Abfahrt Damen Val di Fassa
FIS-Liveticker – 2. Abfahrt Damen Val di Fassa
FIS-Endstand  2. Abfahrt Damen Val di Fassa


6. Abfahrtslauf der Damen in Val di Fassa

FIS-Startliste – 1. Training Val di Fassa
FIS-Liveticker – 1. Training Val di Fassa
FIS-Endstand – 1. Training Val di Fassa**
FIS-Startliste – 2. Training Val di Fassa
FIS-Liveticker – 2. Training Val di Fassa
FIS-Endstand – 2. Training Val di Fassa
FIS-Startliste – 1. Abfahrt Damen Val di Fassa
FIS-Liveticker – 1. Abfahrt Damen Val di Fassa
FIS-Endstand  1. Abfahrt Damen Val di Fassa

Gesamtweltcupstand der Damen 2020/21
Weltcupstand Abfahrt der Damen 2020/21

Nationencup: Gesamtwertung
Nationencup: Damenwertung

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Die Österreicherin Ramona Siebenhofer (+0,76), gestern um winzige zwei Hundertstelsekunden langsamer als Tagessiegerin Gut-Behrami, musste sich mit dem vierten Rang begnügen. Die Italienerin Laura Pirovano und die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+je 0,79) schwangen ex aequo auf Position fünf ab. Michelle Gisin (+0,81) vom Swiss-Ski-Team untermauerte als Sechste nicht nur ihre Allrounderfähigkeiten, sondern bewies einmal mehr, dass sie im Hinblick auf die prestigeträchtige Nationenwertung ein wesentlicher und nicht wegzudenkender Bestandteil der erfolgreichen Mannschaft ist. Ähnliches können wir von Jasmine Flury (+0,82) berichten, die ihren heutigen Arbeitstag in Norditalien auf Platz acht beendete.

 

Ramona Siebenhofer: „Mit den Hundertstel-Pech, da kann man nichts machen, irgendwann gleicht sich das wieder aus. Wenn das Licht so flach wird, ist es für mich schon noch schwieriger, aber da weiß ich, woran ich noch zu arbeiten habe. Aber mit einem vierten Platz kann ich auch gut leben. Wichtig ist, dass ich das Feeling wieder finde und dann macht es mir auch richtig viel Spaß. Super-G ist meine Problemdisziplin, von daher heißt es morgen richtig angreifen und schauen, dass ich mich auch da wieder nach vorne arbeite.“

 

Die besten Zehn der zweiten Abfahrt am San-Pellegrino-Pass wurden von der Kanadierin Marie-Michèle Gagnon (+0,94) und der mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangenen azurblauen Athletin Elena Curtoni (+1,01) abgerundet. Tamara Tippler (+1,14) aus Österreich wurde heute Elfte. Die Slowakin Petra Vlhová (+1,29), auf Rang zwölf gereiht, setzt nun in den Slaloms alles auf eine Karte, denn Gut-Behrami ist durch ihren Erfolg in der Gesamtweltcupwertung schon etwas enteilt. Die Schweizerin greift nach der zweiten Kristallkugel nach 2016 und hat schon mehr als 100 Zähler Vorsprung. Die junge Südtirolerin Nicol Delago (+1,31) konnte mit ihrem 13. Platz zufrieden sein.

 

Tamara Tippler: „Ich habe es unten selbst vergeigt. Dort wo es wirklich wichtig ist, Speed mitzunehmen, bin ich irgendwo herumgefahren. Die Schweizerinnen sind sehr konstant und haben ein gutes Selbstvertrauen. Ich bin nicht so angefressen heute, weil ich weiß, wo die Zeit begraben liegt. Weiterkämpfen und aufgegeben wird nicht.“

 

Die ÖSV-Ladys Mirjam Puchner (+1,35) und Stephanie Venier (+1,48), die auf den Rängen 15 und 16 landeten, waren nicht zufrieden. Sie hoffen, dass die Albtraumsaison wohl bald ein Ende findet und dass sie im Olympiawinter 2021/22 zum einen erfolgreicher werden und zum anderen wieder aus dem Vollen schöpfen können. Ihre guten Leistungen der Vergangenheit scheinen Makulatur zu sein, denn in dieser Saison wurden sie oft unter Wert geschlagen und verkörperten sprichwörtlich gesehen einen Schatten ihrer selbst.

Die Schweizerinnen Joana Hählen und Priska Nufer rissen als 17. und 18. 1,86 bzw. 1,96 Sekunden auf ihre strahlende Teamkollegin Gut-Behrami, die natürlich im morgigen Super-G das Triple anpeilen wird, auf. Sowohl die ÖSV-Vertreterin Christine Scheyer als auch die Eidgenossin Jasmina Suter landeten mit einem Rückstand von über zwei Sekunden auf die Siegerin außerhalb der besten 20 der Rangliste. Die US-Amerikanerin Breezy Johnson, in den diesjährigen Abfahrten fünfmal Dritte und zweimal Fünfte, musste mit dem heutigen Ausfall leider miterleben, dass ihre tolle Serie riss und dass sie kein Wörtchen mehr um die kleine Kristallkugel mitreden kann. Zugegeben, ihre Chancen diesbezüglich waren arithmetisch gesehen sehr klein.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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