Home » Alle News, Damen News

Lara Gut freut sich auf die neue Saison und bleibt bescheiden in der Zielsetzung

© HEAD / Lara Gut (SUI)

© HEAD / Lara Gut (SUI)

Sölden – Am Samstag in einer Woche findet das erste Saisonrennen der Ski-Damen statt. Die Schweizerin Lara Gut und die anderen Athletinnen bestreiten im Tiroler Ötztal einen Riesenslalom. Die Eidgenossin hat nicht nur die große Kristallkugel, sondern auch den ersten Platz in der Super-G-Wertung zu verteidigen. Überdies wartet auf sie mit der Heim-WM in St. Moritz ein spezieller Saisonhöhepunkt auf sie.

Sie hat sich im Hinblick auf den neuen Winter nicht wesentlich verändert, und da alle Athletinnen bei null beginnen, macht das bei der Saisonvorbereitung kaum einen Unterschied. Sie will immer das Beste und durch ein gutes Training im Sommer mit einem guten Niveau in das neue Ski-Jahr einsteigen.

Die Tessinerin freut sich, dass ihr die ganze Schweiz die Daumen gedrückt hat. Schließlich hat es über 20 Jahre gedauert, ehe wieder eine Frau aus diesem skibegeisterten Land die große Kristallkugel nach dem Ende einer langen und in der gleichen Weise kräftezehrenden Saison in die Höhe stemmen könnte. Im letzten Winter wechselte sie ihren Ausrüster; eine Entscheidung, die sich am Ende, was die Erfolge betrifft, mehr als nur ausgezahlt hat.

Auch wenn Chris Krause nicht mehr an ihren Latten feilt, hofft Gut, dass Thomas Rehm als Servicemann sein Bestes unternimmt, damit die Schweizerin erfolgreich ist. Der Erfolg gibt Rehm recht, denn immerhin war er für die großen Erfolge einer Anja Pärson und einer Maria Höfl-Riesch verantwortlich.

Lara Gut zeigt ihre sportliche Größe, indem sie sagt, dass es ungerecht wäre, nur Gesamtweltcupsiegerin geworden zu sein, weil Tina Maze und Anna Veith komplett, Mikaela Shiffrin zur Hälfte und Lindsey Vonn zum Saisonende hin verletzt oder gar nicht im Einsatz waren. Überdies wäre es respektlos gegenüber den anderen Skifahrerinnen wie Viktoria Rebensburg, Tina Weirather und Tessa Worley. Jede Saison ist anders, und alle wollen gut sein und am Ende die Beste sein.

Über die US-amerikanische Athletin Lindsey Vonn berichtet die Eidgenossin, dass solche Athletinnen gut sind, da sie den Sport weiterbringen und die einem die Motivation geben, das Beste tagein tagaus zu geben. Über ihre Freundin Anna Veith sagt sie, dass der Krach mit dem ÖSV nicht gerade etwas für die Öffentlichkeit gewesen sei. Ferner sei jede Skifahrerin anders, denn Gut hat ein Privatteam und ist erfolgreich. Sie selbst ist mit 16 in den Weltcup gekommen, da war sie noch ein Kind. Sie musste lernen, täglich dazulernen, dass viel neu war. Es war keineswegs immer leicht, aber nun lernen die Leute die wahre Lara kennen.

Die Schweizerin mag nicht, wenn sie schlecht fährt. Noch mehr hasst sie Neid und wenn Leute hinter ihrem Rücken reden. Wenn jede/r ihr/sein Bestes geben würde, würde man der Welt sicher helfen, in die richtige Richtung zu gehen. Das Sprachentalent fiebert der Heim-WM in St. Moritz entgegen, bleibt jedoch bescheiden. Sie hält den Ball flach und erzählt, dass sie sich erst einmal für den saisonalen Höhepunkt im Februar 2017 qualifizieren muss. Ein Sieg zählt nur für einen Tag. Aber es ist ein riesengroßes Glück, einmal in der sportlichen Karriere eine Weltmeisterschaft vor der eigenen Haustür zu erleben.

Obwohl WM-Gold noch fehlt, bleibt die Tessinerin bodenständig. Sie denkt ans Skifahren. Jetzt weiß sie, dass das oft eine komplizierte Materie ist. Durch das Privatteam kennt sie auch so manches in punkto Unternehmensführung. Als sie vor neun Jahren in den Weltcup kam, gab es noch keine sozialen Netzwerke. Und wer weiß, was die Zukunft bringt. Auf alle Fälle ist Lara Gut eine Athletin, die sie gut und gerne positiv mitgestalten will.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.laola1.at

 

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Anmerkungen werden geschlossen.